• Der Vorfahre des Höhlenbären

    Leseprobe aus dem Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst:

    Nach gegenwärtigem Wissensstand entwickelte sich der Höhlenbär (Ursus spelaeus) im Eiszeitalter vielleicht bereits vor etwa 400.000 oder erst vor etwa 125.000 Jahren aus dem Mosbacher Bären (Ursus deningeri), der auch Deninger-Bär genannt wird. Dieser Bär wurde 1904 von dem Mainzer Paläontologen Wilhelm von Reichenau (1847–1925) nach schätzungsweise 600.000 Jahre alten Funden aus den Mosbach-Sanden bei Wiesbaden erstmals wissenschaftlich beschrieben. Mit dem Artnamen deningeri erinnerte er an den in Mainz geborenen Geologen Karl Julius Deninger (1878–1917).

    Wilhelm von Reichenau stammte aus Dillenburg, war Offizier, gab diesen Beruf aber wegen einer Kriegsverletzung auf. 1879 wurde er Präparator der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft in Mainz, 1888 Konservator an deren naturkundlichem Museum, 1907 Ehrendoktor der Philosophie der Universität Gießen. Ab 1910 fungierte er als Direktor des neuen Naturhistorischen Museums Mainz und war ab jenem Jahr auch Professor.

    Die Mosbach-Sande sind nach dem Dorf Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich benannt, wo man schon 1845 in etwa zehn Meter Tiefe erste eiszeitalterliche Großsäugerreste entdeckte. Dabei handelt es sich um Flussablagerungen des eiszeitalterlichen Mains, der damals weiter nördlich als heute in den Rhein mündete, des Rheins und von Taunusbächen.

    1882 schlossen sich die Dörfer Mosbach und Biebrich zur Stadt Mosbach-Biebrich zusammen. In der Folgezeit wuchs die Bedeutung von Biebrich durch Schloss, Rheinverkehr, Industrie und Kaserne so stark, dass man 1892 den Begriff Mosbach aus dem Stadtnamen strich. Am 1. Oktober 1926 wurde Biebrich in Wiesbaden eingemeindet.

    Beim Abbau der Mosbach-Sande kommen immer wieder Überreste von Wirbeltieren zum Vorschein, die wohl zum größten Teil aus dem nach einem englischen Fundort bezeichneten Cromer-Komplex (etwa 800.000 bis 480.000 Jahre) stammen. Das Klima im Cromer war nicht einheitlich. Einerseits gab es milde, andererseits aber auch kühle Abschnitte.

    Aus den Mosbach-Sanden hat Wilhelm von Reichenau 1906 auch den Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) erstmals beschrieben. Diese Raubkatze aus der Zeit des Mosbacher Bären erreichte eine Kopfrumpflänge bis zu 2,40 Metern. Zusammen mit dem maximal 1,20 Meter langen Schwanz hatte dieser Löwe eine Gesamtlänge bis zu 3,60 Metern, womit er die Durchschnittsgröße heutiger Löwen aus Afrika um rund einen halben Meter übertraf. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Höhlenlöwen“ (2009) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.

    Das Naturhistorische Museum Mainz besitzt mit mehr als 25.000 Funden aus den Mosbach-Sanden die größte Sammlung von Tieren aus dem Eiszeitalter des Rhein-Main-Gebietes. Die rund 2000 Funde umfassende Sammlung von Fossilien aus den Mosbach-Sanden im Museum Wiesbaden ist merklich kleiner, kann sich aber dafür des älteren Bestandes rühmen.

    Im Fundgut der Archäologischen Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden aus den Mosbach-Sanden sind Mosbacher Bären – nach Beobachtungen des Paläontologen Thomas Keller – die am häufigsten vertretenen Raubtiere. Keller unternimmt seit 1991 Forschungen in den Mosbach-Sanden. Unter den im Naturhistorischen Museum Mainz aufbewahrten Fossilien aus den Mosbach-Sanden überwiegen bei den Raubtieren dagegen die Wölfe.

    *

    Literatur:

    Ernst Probst: Der Höhlenbär, GRIN, München 2009
    http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer

    Ernst Probst: Höhlenlöwen, GRIN, München 2009
    http://www.grin.com/e-book/121607/hoehlenloewen

    Ernst Probst: Säbelzahnkatzen, GRIN, München 2009
    http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen

  • Paläoanthropologie: Warum die Neandertaler ausstarben

    Von den Neandertaler wissen Paläoanthropologen mehr als von allen anderen ausgestorbenen Menschen. Dennoch bleibt das Verschwinden unserer engsten Verwandten weiterhin ein Rätsel.

    Aus: Spektrum der Wissenschaft, November 2009

    An der Felsküste am Mittelmeer, auf dem Gelände des heutigen Gibraltar, hauste vor rund 28 000 Jahren eine Gruppe von Neandertalern. Möglicherweise waren sie die Letzten ihrer Art. Anderswo in Europa und Asien waren die Neandertaler schon Jahrtausende vorher verschwunden, nachdem sie rund 200 000 Jahre lang die Vorherrschaft hatten. Spektrum der Wissenschaft berichtet in seiner aktuellen Novemberausgabe über neuesten Funde und Theorien, warum unser engster Verwandter unter den Hominiden noch während der letzten Eiszeit von der Bildfläche verschwanden. Die iberische Halbinsel mit ihrem vergleichsweise milden Klima und ihrer reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt war die letzte Bastion unserer engsten Verwandten. Wenig später jedoch sollte auch die Restpopulation von Gibraltar aussterben. Als einzige Hinterlassenschaften hinterließen sie ein paar verstreute Steinwerkzeuge sowie verkohlte Überreste ihrer Lagerfeuer.

    Seit 1856, als Steinbrucharbeiter bei Mettmann das erste Neandertalerfossil entdeckt wurde, diskutieren Wissenschaftler über die Frage, wo diese vorzeitlichen Menschen in unserem Stammbaum stehen und was aus ihnen wurde. In der Debatte dominierten zwei Theorien. Nach der einen These waren die Neandertaler eine archaische Vorform unserer eigenen Spezies, dem Homo sapiens, die sich zu der anatomisch modernen europäischen Form weiterentwickelte oder in ihr aufging. Die andere These betrachtet die Neandertaler als eigenständige Spezies namens H. neanderthalensis. Diese wären vom modernen Mensch schnell ausgerottet worden, nachdem dieser in das Siedlungsgebiet der archaischen Hominiden eingedrungen war.

    Aber von der Frage, ob Neandertaler und moderne Menschen nun Liebe machten oder Krieg führten, hat sich die Diskussion in den letzten Jahren entfernt. Das lag an zwei Gründen. Erstens lieferte die Analyse von Neandertaler-Erbgut bisher keine Anhaltspunkte für eine Kreuzung mit modernen Menschen. Und zweitens konnte man mit verbesserten Datierungen nachweisen, dass die Neandertaler nicht sofort nach der Besiedelung Europas durch die modernen Menschen verschwanden, die vor etwas mehr als 40 000 Jahren begann. Sie lebten danach noch mindestens 15 000 Jahre zumindest nebeneinander her – was nicht gerade für eine schnelle Verdrängung spricht, die sich Anhänger der Blitzkriegtheorie ausgemalt hatten.

    Auch die These, der Neandertaler sei dem Homo sapiens intellektuell weit unterlegen gewesen, wird inzwischen bezweifelt. Denn mittlerweile mehren sich aber Indizien, dass die Neandertaler in Wirklichkeit doch beträchtlich schlauer waren, als man ihnen bislang zugestand. Offensichtlich verfügten sie doch über viele Verhaltensweisen, die man früher zur ausschließlichen Domäne des modernen Menschen rechnete. Auch im Werkzeuggebrauch schneidet der Neandertaler nach neuen Untersuchungen respektabel ab: Demnach stellten die modernen Menschen zwar vielfältigere Werkzeuge her als die Neandertaler. Beide Gruppen waren aber im Wesentlichen mit den gleichen Tätigkeiten beschäftigt. Wie der Paläoanthropologe Christopher B. Stringer vom Natural History Museum in London es formuliert: "Die Grenze zwischen Neandertaler und Homo sapiens verschwimmt immer mehr."

    Nach dem Urteil von Anthropologen war Homo sapiens dem Neandertaler jedoch deshalb überlegen, weil er seine Nahrung effizienter nutzte: Für grundlegende Lebensfunktionen verbrauchte er weniger Energie und konnte deshalb mehr Energie für andere Aufgaben einsetzen: Fortpflanzung und Sicherung des Nachwuchses.

    Offenbar spielte auch der Klimawandel eine entscheidende Rolle. Mit dem Auf und Ab der Umweltbedingungen vor über 30 000 Jahren – und nicht zwangsläufig die Kälte als solche – drängte nach Ansicht von Forschern die schwindenden und immer weiter verstreuten Populationen der Neandertaler allmählich zu dem Punkt, von dem es kein Zurück mehr gab.

    Was die letzten bekannten Neandertaler angeht, die noch vor 28.000 Jahren in den Höhlen an der Küste Gibraltars lebten, so konnten sie mit Homo sapiens kaum Probleme haben. Denn moderne Menschen ließen sich nämlich an der Südspitze der iberischen Halbinsel erst nieder, als die Neandertaler dort schon seit einigen Jahrtausenden verschwunden waren. Der Rest ihre Geschichte harrt noch der Aufklärung.

  • Neurogeneration: Hoffnung für Querschnittsgelähmte

    Rückenmarksverletzungen führen meist zu Lähmungen, die bis heute unheilbar sind. Der Züricher Neurobiologe Martin Schwab entwickelte einen neuen Therapieansatz, die jetzt auf Wirksamkeit geprüft werden.

    Aus: Gehirn&Geist, Dezember 2009

    Ein Anflug jugendlichen Leichtsinns oder übertriebene Risikobereitschaft – und mancher bleibt für den Rest seines Lebens auf den Rollstuhl angewiesen. Denn Verletzungen des Rückenmarks, meist infolge von Unfällen, bedeuten sehr oft Querschnittslähmung. Der Grund: Verletzte Nervenverbindungen im Zentralnervensystem können nicht mehr regenerieren. Warum, das war lange Zeit unbekannt.

    Vor 20 Jahren entdeckte der Neurobiologe Martin Schwab ein körpereigenes Molekül, das ein neues Auswachsen durchtrennter Fasern verhindert: das "Nogo"-Protein. Wie der Forscher jetzt im Magazin "Gehirn&Geist" (Ausgabe 12/2009) berichtet, könnte ein von ihm und seinem Team entwickelter Antikörper einen neuen Therapieweg eröffnen. Erste Resultate des derzeit laufenden klinischen Tests lassen hoffen, dass sich die Bewegungsfähigkeit von querschnittsgelähmten Patienten zumindest verbessern lässt.

    In Vorversuchen mit Ratten stieg die Mobilität rückenmarksverletzter Tiere, die mit Nogo-Antikörpern behandelt wurden, innerhalb weniger Wochen deutlich. Ähnliche Experimente an Affen zeigten vergleichbare Resultate. Daraufhin begannen 2006 die klinischen Tests. Die erste Phase steht inzwischen vor dem Abschluss. Sie dient dazu, die Verträglichkeit beim Menschen zu prüfen sowie die Dosierung und die Art der Verabreichung zu optimieren. Demnach sind bisher keinerlei Nebenwirkungen auf die Gabe von Nogo-Antikörpern zurückzuführen. Nun bereitet Schwabs Arbeitsgruppe die zweite Testphase vor, die die Wirksamkeit der Therapie prüfen soll.

    Vermutlich profitiert ein Patient am meisten von der Behandlung, wenn diese möglichst bald nach der Verletzung beginnt. Entsprechend nehmen an der klinischen Prüfung nur frisch verletzte Patienten teil. Ihnen werden rund einen Monat lang die Antikörper verabreicht.

    Versuche mit Ratten hatten ferner gezeigt, dass sich die Bewegungsfähigkeit der Tiere durch intensives Lauftraining zwei Wochen nach der Antikörpergabe noch stärker erholt. Diese stimulieren vermutlich das Aussprossen und Wachsen der Nervenfasern. Bei entsprechendem Training können so neue Kontakte zwischen den frisch gebildeten Fasern entstehen.

    Über Gehirn&Geist:
    Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft. Es erscheint seit 2002, mittlerweile in 10 Ausgaben pro Jahr. Fundiert und allgemein verständlich berichten Wissenschaftler und Fachjournalisten in Gehirn&Geist über die Welt im Kopf. Schwerpunkte liegen dabei auf Psyche und Verhalten, Wahrnehmung und Bewusstsein, Intelligenz und Kreativität, Gefühle und Gedächtnis. Neue Erkenntnisse und Trends in der Psychotherapie und Medizin gehören ebenso dazu wie gehirngerechtes Lernen, Kindererziehung, Coaching und gesellschaftliche Debatten. Daneben informieren spezielle Sonderhefte ausführlich über Einzelthemen.

    Die Homepage www.gehirn-und-geist.de mit aktuellen Nachrichten, Newsletter und dem kompletten Heftarchiv runden das redaktionelle Angebot ab. Außerdem bieten wir mit www.brainlogs.de das größte deutsche Blogportal für Psychologie und Neurowissenschaften, in dem Experten und Laien diskutieren.

    Zu unseren rund 100 000 Lesern gehören Mediziner, Therapeuten, Manager, Lehrer, Eltern, Studenten und Interessierte, die sich umfassend, kompetent und aus erster Hand informieren wollen. Das erfolgreiche Konzept von Gehirn&Geist stand Pate für zahlreiche ausländische Schwestermagazine unter anderem in Italien, Spanien, Frankreich, Brasilien, Belgien und den Niederlanden. Mit "MIND" eroberte ein weiterer Ableger von Gehirn&Geist sogar den hart umkämpften Zeitschriftenmarkt in den USA.

  • Weisheit: Tugend der Jugend

    Neuerdings erforschen Psychologen die Lebensklugheit von Menschen ganz praktisch. Ihre Tests und Befragungen zeigen: Weisheit ist kein Privileg des Alters, sondern formt sich schon in jungen Jahren.

    Aus: Gehirn&Geist, Dezember 2009

    Was ist Weisheit? Psychologen vom Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung definieren sie als Expertenwissen zu grundlegenden Fragen des Lebens. Um es empirisch zu untersuchen, postulierte der Weisheitsforscher Paul Baltes bereits vor mehr als 20 Jahren fünf wesentliche Säulen diese Fähigkeit: Fakten- und praktisches Wissen, Denken in Kontexten, Toleranz für andere Werte sowie Umgang mit Unsicherheit.

    Um diese Eigenschaften bei Personen zu messen, lassen die Forscher ihre Probanden laut über problematische Lebensszenarien nachdenken und legen diese Gedankenprotokolle dann unabhängigen Ratern zur Beurteilung vor. Bis heute wurde dieser Weisheitsmaßstab an mehr als 1000 Personen angelegt – mit teils verblüffenden Ergebnissen.

    "Wir hätten es kaum für möglich gehalten, wie wenig Weisheit im Erwachsenenalter mit den Lebensjahren zusammenhängt", sagt Ursula Staudinger, heute Psychologieprofessorin an der Jacobs University Bremen. "Natürlich sammeln Menschen im Lauf der Zeit immer mehr Erfahrungen. Es reicht aber nicht aus, bloß älter zu werden, um auch weiser zu werden. Weisheit bezeichnet eben eine besondere Art, das Erlebte einzuordnen und zu deuten."

    Eine Studie der Psychologinnen Judith Glück und Susan Buck von 2005 bestätigte dies. Demnach unterscheiden sich Jung und Alt hinsichtlich der Anzahl und Ausführlichkeit ihrer persönlichen Weisheitserlebnisse nicht. Allerdings gibt es inhaltliche Differenzen: Jugendlichen berichten eher von empathischer Einfühlung und Unterstützung, für jungen Erwachsenen spielt Eigenverantwortung eine wichtige Rolle, und im Alter bedeutet Weisheit oftmals, dem eigenen Leben rückblickend Sinn zu verleihen.

    Besonders reiche Lebenserfahrung – also eine Vielzahl einschneidender Lebensereignisse und Krisen wie Jobwechsel, Trennung vom Partner oder der Verlust von Angehörigen – führt freilich nicht zu stetem Anwachsen der individuellen Weisheit; vielmehr scheint es eine Art Optimum zu geben; wird es überschritten, sinkt die Weisheitskompetenz.

    Forscher um den Psychiater Michael Linden von der Charité Berlin sprechen in besonders gravierenden Fällen von einer "Posttraumatischen Verbitterungsstörung". Die Mediziner und Psychologen versuchen, mit Hilfe eines am Berliner Weisheitsmodell orientierten Behandlungsansatzes Menschen gezielt zu helfen, die sich aus Gram über verpaßte Chance oder Niederlagen auf sich selbst zurückziehen. Erste positive Resultate dieser "Weisheitstherapie" zeigen: Lebensklugheit ist (zu einem gewissen Maß) tatsächlich lernbar.

  • Kindesverlust: Trauma Fehlgeburt

    Viele Frauen leiden jahrelang unter dem Verlust eines Babys in der Schwangerschaft. Auch die Väter trauern häufig stärker als man bislang annahm. Forscher der Uniklinik Münster entwickelten eine Internettherapie, die Eltern hilft, ihren Schmerz zu verarbeiten.

    Aus: Gehirn&Geist, Dezember 2009

    Mindestens jedes zehnte Kind stirbt, noch bevor es auf die Welt kommt. Viele Paare stürzt eine gescheiterte Schwangerschaft in eine tiefe Krise. Sie leiden meist noch Jahre später unter der psychischen Belastung – Depressionen und Angststörungen sind häufige Folgen.

    Obwohl die seelische Folgen einer Fehl- oder Todgeburt für die Eltern vielfach bestätigt wurden, konzentrierte sich die Forschung bislang überwiegend auf betroffene Frauen, berichtet die Ärztin und Psychotherapeutin Annette Kersting im Magazin "Gehirn&Geist" (Ausgabe 12/2009). Männern hätten keine so emotionale Beziehung zum Ungeborenen wie die Mütter, und würden daher auch weniger trauern, hieß es. Neue Studien zeigen jedoch, dass Väter der Verlust des Babys ebenso mitnimmt – besonders, wenn sie bereits Ultraschallbilder des Kinds sahen oder dessen Herztöne hörten.

    Laut amerikanischen Psychologen äußere sich die Trauer über den Kindesverlust bei Mann und Frau allerdings unterschiedlich: Väter neigten eher dazu, ihren Schmerz im Alkohol zu ertränken oder sich mit Arbeit und anderen Aktivitäten abzulenken. Mütter hätten dagegen eher das Bedürfnis, über den Verlust zu sprechen. "Es gibt Hinweise dafür, dass sich Paare intuitiv dabei helfen, mit dem Trauma fertig zu werden", erklärt Kersting. 2Doch bislang wurden nur wenige spezifische Behandlungskonzepte für betroffene Eltern entwickelt."

    Seit November 2007 bietet Kersting zusammen mit ihren Kollegen von der Uniklinik Münster eine Internettherapie für Paare an. Dabei lernen die Patienten ihren Verlust zu realisieren und ihre seelischen Schmerzen in Worte zu fassen, um schließlich von dem Ungeborenen Abschied nehmen zu können. Der Austausch zwischen Patient und Therapeut erfolgt ausschließlich per Email.

    Der Ansatz zeigte Wirkung: Im Jahr 2009 befragten die Wissenschaftler 54 Patienten vor und nach der Behandlung zu ihren Trauergefühlen. In welchem Ausmaß litten die Betroffenen unter Depressionen, Ängstlichkeit und allgemeiner psychischer Belastung? Das Ergebnis: Die Onlinetherapie hatte die Trauersymptome deutlich reduziert. Auch drei Monate später war der Therapieerfolg noch nachweisbar.

    Über Gehirn&Geist:
    Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft. Es erscheint seit 2002, mittlerweile in 10 Ausgaben pro Jahr. Fundiert und allgemein verständlich berichten Wissenschaftler und Fachjournalisten in Gehirn&Geist über die Welt im Kopf. Schwerpunkte liegen dabei auf Psyche und Verhalten, Wahrnehmung und Bewusstsein, Intelligenz und Kreativität, Gefühle und Gedächtnis. Neue Erkenntnisse und Trends in der Psychotherapie und Medizin gehören ebenso dazu wie gehirngerechtes Lernen, Kindererziehung, Coaching und gesellschaftliche Debatten. Daneben informieren spezielle Sonderhefte ausführlich über Einzelthemen.

    Die Homepage www.gehirn-und-geist.de mit aktuellen Nachrichten, Newsletter und dem kompletten Heftarchiv runden das redaktionelle Angebot ab. Außerdem bieten wir mit www.brainlogs.de das größte deutsche Blogportal für Psychologie und Neurowissenschaften, in dem Experten und Laien diskutieren.

    Zu unseren rund 100 000 Lesern gehören Mediziner, Therapeuten, Manager, Lehrer, Eltern, Studenten und Interessierte, die sich umfassend, kompetent und aus erster Hand informieren wollen. Das erfolgreiche Konzept von Gehirn&Geist stand Pate für zahlreiche ausländische Schwestermagazine unter anderem in Italien, Spanien, Frankreich, Brasilien, Belgien und den Niederlanden. Mit "MIND" eroberte ein weiterer Ableger von Gehirn&Geist sogar den hart umkämpften Zeitschriftenmarkt in den USA.

  • Die Zoolithenhöhlevon Burggaillenreuth

    Leseprobe aus dem Taschenbuch "Der Höhlenbär" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst:

    Die Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in
    der Fränkischen Alb (Bayern) wurde durch Unmengen fossiler
    Tierknochen aus dem Eiszeitalter berühmt. Dort fand man Reste
    von schätzungsweise 800 oder sogar von 1000 Höhlenbären,
    aber auch von zahlreichen Höhlenhyänen (Crocuta crocuta spelaea)
    und ungewöhnlich vielen Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea).
    Dieser Fundreichtum bewog den evangelischen Pfarrer Johann
    Friedrich Esper (1732–1781) aus Uttenreuth bei Erlangen, der
    1771 seine erste Erkundungsreise in die geheimnisvolle Unterwelt
    unternommen hatte, die Höhle als „Kirchhof unter der Erde“
    zu bezeichnen. 1774 deutete Esper fälschlicherweise Höhlenbärenfunde
    aus der Zoolithenhöhle als Eisbärenreste.

    Bei frühen Höhlenerkundungen im 15., 16. und 17. Jahrhundert
    wurden Reste von Höhlenbären oft fehlgedeutet. Man hielt sie
    für Reste von Fabeltieren wie Einhörner („unicornu fossile“)
    oder Drachen oder sogar von Riesen. Daran erinnern die Namen
    der Drachenhöhle bei Mixnitz (Österreich), des Drachenloch
    bei Vättis (Schweiz) oder der Einhornhöhle bei Herzberg-
    Scharzfeld (Deutschland). Zu Pulver zerstoßene Eckzähne von
    Höhlenbären galten – ebenso wie die angeblichen Hörner des
    Einhorns – als Heilmittel gegen fast alle Krankheiten. Erst im
    18. Jahrhundert setzte sich dank fortgeschrittener anatomischer
    Erkenntnisse allmählich die Erkenntnis durch, dass es sich um
    Überbleibsel von sehr großen Bären handelte, die sich vom
    Braunbären und anderen heutigen Bärenarten unterscheiden.

    In den Annalen der Paläontologie, der Lehre vom Leben in der
    Urzeit, spielt die Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth eine
    wichtige Rolle. Aus ihr stammen auch die Schädel, nach denen
    der in Erlangen und Bonn arbeitende Arzt und Naturforscher
    Georg August Goldfuß (1782–1848) im Jahre 1810 den Höhlenlöwen
    und 1823 die Höhlenhyäne erstmals wissenschaftlich
    beschrieben hat.

    Noch heute ist der so genannte Holotyp, nach dem der Höhlenlöwe
    erstmals beschrieben worden ist, im Museum für
    Naturkunde Berlin der Humboldt-Universität vorhanden. Dabei
    handelt es sich um den 40,2 Zentimeter langen Schädel eines
    Höhlenlöwen, der – nach Erkenntnissen des Paläontologen Cajus
    Diedrich aus Halle/Westfalen – aus Teilen von mindestens zwei
    Tieren zusammengesetzt ist. Der Holotyp, nach dem die Erstbeschreibung
    der Höhlenhyäne erfolgte, nämlich ein fragmentarisch
    erhaltener Schädel, wird im Goldfuß-Museum der
    Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität Bonn aufbewahrt.

    Die Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth befindet sich in der
    höhlenreichen Fränkischen Alb, auch Frankenalb oder Fränkischer
    Jura genannt. Früher hat man den Namen Alb vom
    lateinischen Begriff „montes albi“ (die weißen Berge) hergeleitet.
    Heute hält man es für wahrscheinlicher, dass dieser Ausdruck
    eine alte keltische Bezeichnung für Gebirgsweide ist. Im Zentrum
    der nördlichen Fränkischen Alb befindet sich die so genannte
    Fränkische Schweiz, in der die Zoolithenhöhle liegt. Wegen der
    Fränkischen Alb gehört Bayern zu den Regionen in Deutschland
    mit den meisten Funden von Höhlenbären. So ist es kein Wunder,
    dass der Höhlenbär forschungsgeschichtlich ein „bayerisches
    Kind“ ist.

    *

    Bestellungen des Taschenbuches "Der Höhlenbär" bei:

    Amazon
    http://www.amazon.de/H%C3%B6hlenb%C3%A4r-Ernst-Probst/dp/3640444612/ref=sr_1_4?ie=UTF8&s=books&qid=1257423523&sr=8-4

    bol.de
    http://www.bol.de/shop/home/suchartikel/der_hoehlenbaer/ernst_probst/ISBN3-640-44461-2/ID18547322.html?jumpId=3458779

    Buch.de
    http://www.buch.de/shop/home/suchartikel/der_hoehlenbaer/ernst_probst/ISBN3-640-44461-2/ID18547322.html?jumpId=3200511

    buecher.de
    http://www.buecher.de/shop/Fachbuecher/Der-Hoehlenbaer/Probst-Ernst/products_products/detail/prod_id/27406157/lfa/quicksearch-product-1/

    GRIN (Taschenbuch oder E-Book)
    http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer

    Hugendubel
    http://www.hugendubel.de/cat/der_hoehlenbaer/ernst_probst/isbn13_9783640444618.aspx

    lesen.de
    http://lesen.de/books/detail/-/art/Ernst-Probst-Der-H%F6hlenb%E4r/buchnum/140009365

    Libri
    http://www.libri.de/shop/action/productDetails/9282104/ernst_probst_der_hoehlenbaer_3640444612.html

    Thalia.de
    http://www.thalia.de/shop/tha_homestartseite/suchartikel/der_hoehlenbaer/ernst_probst/ISBN3-640-44461-2/ID18547322.html?jumpId=3204394

    Außerdem ist das Taschenbuch "Der Höhlenbär" in jeder guten Buchhandlung erhältlich!

    *

    Inhalt des Taschenbuches "Der Höhlenbär" von Ernst Probst:

    Ohne Schwanz bis zu 3,50 Meter lang, maximal 1,75 Meter hoch und bis zu 1200 Kilogramm schwer – das war der Höhlenbär (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter. Obwohl dieser ausgestorbene Bär bereits 1794 erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, gibt er mehr als 200 Jahre später immer noch viele Rätsel auf. Wann ist der Höhlenbär entstanden, war er ein Einzelgänger, hat er einen Winterschlaf oder eine Winterruhe gehalten, gab es eine Höhlenbärenjäger-Kultur und einen Höhlenbärenkult, wann und warum ist er ausgestorben? Antwort auf diese und andere Fragen gibt das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Der Höhlenbär gilt als das größte Tier, das die Gebirge im Eiszeitalter jemals bewohnt hat. Erstaunlicherweise war er ein pflanzenfressendes Raubtier, das während der kalten Jahreszeit wehrlos in einer Höhle lag. Dennoch mussten Steinzeitmenschen um ihr Leben fürchten, wenn sie ihm zur unrechten Zeit begegneten. Die Idee für das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ reifte bei den Recherchen für das Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“. Dieses 2009 erschienene Werk erwähnt neben Fundorten von Raubkatzen teilweise auch solche von Höhlenbären. Das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ ist Professor Dr. Gernot Rabeder aus Wien, Dr. Brigitte Hilpert aus Erlangen und Dr. Wilfried Rosendahl aus Mannheim gewidmet. Alle drei sind Höhlenbärenexperten und haben den Autor bei verschiedenen Buchprojekten mit Rat und Tat unterstützt.

    *

    Weitere Taschenbücher von Ernst Probst:

    Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti
    Archaeopteryx. Der Ur-Vogel aus Bayern
    Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahrne
    Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter
    Rekorde der Urmenschen. Erfindungen, Kunst und Religion
    Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere
    Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon
    Seeungeheuer. Von Nessie bis zum Zuiyo-maru-Monster

  • Ein Thüringer gab dem Höhlenbären seinen Namen

    Wiesbaden (wissenschafts-news) - Die erste wissenschaftliche Beschreibung des Höhlenbären (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter vor etwa 125.000 bis 15.000 Jahren erfolgte 1794 durch den aus Hessberg bei Hildburghausen in Thüringen stammenden Studenten Johann Christian Rosenmüller (1771–1820). Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst, der 2009 auch die Werke „Höhlenlöwen“ und „Säbelzahnkatzen“ veröffentlicht hat.

    Rosenmüller war im Frühjahr 1792 von der Universität Leipzig in Sachsen an die Universität Erlangen in Bayern gewechselt, um dort ein Medizinstudium zu beginnen. Von Erlangen aus unternahm er Wanderungen und Höhlenbesuche im rund 35 Kilometer entfernten Gebiet um „Muggendorf im Bayreuthischen Oberland“ in Franken, bevor er 1794 wieder an die Universität Leipzig zurückkehrte.

    Auch nach seinem Wechsel von Franken nach Sachsen vergaß Rosenmüller die fossilen Tierreste aus den Höhlen in der Gegend von Muggendorf nicht. Er untersuchte sorgfältig einen vollständig erhaltenen Schädel aus der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf. Als Zoolithen (griechisch: zoon = Tier, lithos = Stein) wurden früher Fossilfunde bezeichnet.

    Rosenmüller erkannte, dass es sich bei dem Schädel aus der Zoolithenhöhle um den Rest eines Tieres handelte, das zwar zur Gattung der Bären gehörte, aber weder ein Eisbär noch ein Braunbär war. Wegen des häufigen Vorkommens solcher Bärenreste in Höhlen bezeichnete er die neue Art 1794 als Ursus spelaeus (lateinisch: Ursus = Bär, griechisch: spelaia = Höhle), zu deutsch Höhlenbär.

    *

    Inhalt des Taschenbuches der Höhlenbär:

    Ohne Schwanz bis zu 3,50 Meter lang, maximal 1,75 Meter hoch und bis zu 1200 Kilogramm schwer – das war der Höhlenbär (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter. Obwohl dieser ausgestorbene Bär bereits 1794 erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, gibt er mehr als 200 Jahre später immer noch viele Rätsel auf. Wann ist der Höhlenbär entstanden, war er ein Einzelgänger, hat er einen Winterschlaf oder eine Winterruhe gehalten, gab es eine Höhlenbärenjäger-Kultur und einen Höhlenbärenkult, wann und warum ist er ausgestorben? Antwort auf diese und andere Fragen gibt das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Der Höhlenbär gilt als das größte Tier, das die Gebirge im Eiszeitalter jemals bewohnt hat. Erstaunlicherweise war er ein pflanzenfressendes Raubtier, das während der kalten Jahreszeit wehrlos in einer Höhle lag. Dennoch mussten Steinzeitmenschen um ihr Leben fürchten, wenn sie ihm zur unrechten Zeit begegneten. Die Idee für das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ reifte bei den Recherchen für das Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“. Dieses 2009 erschienene Werk erwähnt neben Fundorten von Raubkatzen teilweise auch solche von Höhlenbären. Das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ ist Professor Dr. Gernot Rabeder aus Wien, Dr. Brigitte Hilpert aus Erlangen und Dr. Wilfried Rosendahl aus Mannheim gewidmet. Alle drei sind Höhlenbärenexperten und haben den Autor bei verschiedenen Buchprojekten mit Rat und Tat unterstützt.

    *

    Bestellungen des Taschenbuches "Der Höhlenbär" bei:
    http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer

  • Taschenbuch "Der Höhlenbär" in Online-Shops erhältlich

    München / Wiesbaden (wissenschafts-news) - Das bei "GRIN Verlag für akademische Texte" erschienene, 294 Seiten umfassende und reich bebilderte Taschenbuch "Der Höhlenbär" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst ist im Internet in zahlreichen Online-Buchshops erhältlich. Nachfolgend eine kleine Auswahl:

    Amazon
    http://www.amazon.de/H%C3%B6hlenb%C3%A4r-Ernst-Probst/dp/3640444612/ref=sr_1_4?ie=UTF8&s=books&qid=1257423523&sr=8-4

    bol.de
    http://www.bol.de/shop/home/suchartikel/der_hoehlenbaer/ernst_probst/ISBN3-640-44461-2/ID18547322.html?jumpId=3458779

    Buch.de
    http://www.buch.de/shop/home/suchartikel/der_hoehlenbaer/ernst_probst/ISBN3-640-44461-2/ID18547322.html?jumpId=3200511

    buecher.de
    http://www.buecher.de/shop/Fachbuecher/Der-Hoehlenbaer/Probst-Ernst/products_products/detail/prod_id/27406157/lfa/quicksearch-product-1/

    GRIN (Taschenbuch oder E-Book)
    http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer

    Hugendubel
    http://www.hugendubel.de/cat/der_hoehlenbaer/ernst_probst/isbn13_9783640444618.aspx

    lesen.de
    http://lesen.de/books/detail/-/art/Ernst-Probst-Der-H%F6hlenb%E4r/buchnum/140009365

    Libri
    http://www.libri.de/shop/action/productDetails/9282104/ernst_probst_der_hoehlenbaer_3640444612.html

    Thalia.de
    http://www.thalia.de/shop/tha_homestartseite/suchartikel/der_hoehlenbaer/ernst_probst/ISBN3-640-44461-2/ID18547322.html?jumpId=3204394

    Außerdem ist das Taschenbuch "Der Höhlenbär" in jeder guten Buchhandlung erhältlich!

    *

    Inhalt des Taschenbuches "Der Höhlenbär" von Ernst Probst:

    Ohne Schwanz bis zu 3,50 Meter lang, maximal 1,75 Meter hoch und bis zu 1200 Kilogramm schwer – das war der Höhlenbär (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter. Obwohl dieser ausgestorbene Bär bereits 1794 erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, gibt er mehr als 200 Jahre später immer noch viele Rätsel auf. Wann ist der Höhlenbär entstanden, war er ein Einzelgänger, hat er einen Winterschlaf oder eine Winterruhe gehalten, gab es eine Höhlenbärenjäger-Kultur und einen Höhlenbärenkult, wann und warum ist er ausgestorben? Antwort auf diese und andere Fragen gibt das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Der Höhlenbär gilt als das größte Tier, das die Gebirge im Eiszeitalter jemals bewohnt hat. Erstaunlicherweise war er ein pflanzenfressendes Raubtier, das während der kalten Jahreszeit wehrlos in einer Höhle lag. Dennoch mussten Steinzeitmenschen um ihr Leben fürchten, wenn sie ihm zur unrechten Zeit begegneten. Die Idee für das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ reifte bei den Recherchen für das Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“. Dieses 2009 erschienene Werk erwähnt neben Fundorten von Raubkatzen teilweise auch solche von Höhlenbären. Das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ ist Professor Dr. Gernot Rabeder aus Wien, Dr. Brigitte Hilpert aus Erlangen und Dr. Wilfried Rosendahl aus Mannheim gewidmet. Alle drei sind Höhlenbärenexperten und haben den Autor bei verschiedenen Buchprojekten mit Rat und Tat unterstützt.

    *

    Weitere Taschenbücher von Ernst Probst:

    Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti
    Archaeopteryx. Der Ur-Vogel aus Bayern
    Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahrne
    Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter
    Rekorde der Urmenschen. Erfindungen, Kunst und Religion
    Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere
    Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon
    Seeungeheuer. Von Nessie bis zum Zuiyo-maru-Monster

  • Bayern – das Land der Höhlenbären

    München (wissenschafts-news) – Bayern war im Eiszeitalter von etwa 125.000 bis 15.000 Jahren das Land der Höhlenbären (Ursus spelaeus). Aus dem Freistaat kennt man mindestens 28 wichtige Fundorte dieses bis zu 3,50 Meter langen, 1,75 Meter hohen und maximal 1.200 Kilogramm schweren Raubtieres. Besonders viele Höhlen, in denen sich einst Höhlenbären aufgehalten haben, liegen in der Fränkischen Schweiz. Das geht aus dem Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des in 1946 in Neunburg vorm Wald in Bayern geborenen und heute in Wiesbaden (Hessen) lebenden Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor. Weit abgeschlagen hinter Bayern folgen Baden-Württemberg mit 14 bedeutenden Höhlenbären-Fundorten, Nordrhein-Westfalen (6), Thüringen (4), Hessen (2), Sachsen-Anhalt (2), Niedersachsen (1) und Brandenburg (1). Einer der wichtigsten Höhlenbären-Fundorte in Deutschland ist die Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz. Dort hat man Reste von schätzungsweise 800 bis 1.000 Höhlenbären entdeckt. Aus dieser Höhle stammt auch jener Schädelfund, nach dem 1794 der Höhlenbär von dem zeitweise in Erlangen studierenden Mediziner Johann Christian Rosenmüller erstmals wissenschaftlich beschrieben und benannt wurde.

  • Die Steiermark war ein Paradies für Höhlenbären

    Graz (wissenschafts-news) – Die Steiermark muss im Eiszeitalter ein wahres Paradies für Höhlenbären (Ursus spelaeus) gewesen sein. Denn aus keinem anderen Bundesland in Österrreich kennt man so viele Höhlenbären-Fundorte wie dort. Eine besonders hohe Konzentration von Höhlen, die einst von Höhlenbären aufgesucht wurden, befindet sich im Grazer Bergland in der Steiermark. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst, in dem die wichtigsten Höhlenbären-Fundorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgelistet werden. Das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ erwähnt 22 Höhlenbären-Fundorte in der Steiermark. Auf den nächsten Plätzen folgen – weit abgeschlagen – Oberösterreich (6), Niederösterreich (6), Salzburg (3), Kärnten (1), Tirol (1) und das Burgenland (1).

    In Österreich befinden sich etliche Höhlen in erstaunlich großer Höhe, die einst Höhlenbären als Zufluchtsort dienten: Schreiberwandhöhle bei Gosau im Dachsteingebirge (Oberösterreich) in 2250 Meter Höhe, Äußere Hennekopfhöhle bei Saalfelden im Steinernen Meer (Salzburg) in 2070 Meter Höhe, Salzofenhöhle bei Grundlsee im Toten Gebirge (Steiermark) in 2005 Meter Höhe, Schottloch bei Liezen im Dachsteingebirge (Steiermark) in 1980 Meter Höhe, Ramesch-Knochenhöhle im Warscheneck (Oberösterreich) in 1960 Meter Höhe, Brieglersberghöhle bei Tauplitz im Toten Gebirge an der Landesgrenze von Oberösterreich und Steiermark in 1960 Meter Höhe, Brettsteinhöhle bei Bad Mitterndorf im Toten Gebirge (Steiermark) in 1660 Meter Höhe und Schlenkendurchgangshöhle bei Hallein

    *

    Inhalt des Taschenbuch „Der Höhlenbär“:

    Ohne Schwanz bis zu 3,50 Meter lang, maximal 1,75 Meter hoch und bis zu 1200 Kilogramm schwer – das war der Höhlenbär (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter. Obwohl dieser ausgestorbene Bär bereits 1794 erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, gibt er mehr als 200 Jahre später immer noch viele Rätsel auf. Wann ist der Höhlenbär entstanden, war er ein Einzelgänger, hat er einen Winterschlaf oder eine Winterruhe gehalten, gab es eine Höhlenbärenjäger-Kultur und einen Höhlenbärenkult, wann und warum ist er ausgestorben? Antwort auf diese und andere Fragen gibt das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Der Höhlenbär gilt als das größte Tier, das die Gebirge im Eiszeitalter jemals bewohnt hat. Erstaunlicherweise war er ein pflanzenfressendes Raubtier, das während der kalten Jahreszeit wehrlos in einer Höhle lag. Dennoch mussten Steinzeitmenschen um ihr Leben fürchten, wenn sie ihm zur unrechten Zeit begegneten. Die Idee für das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ reifte bei den Recherchen für das Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“. Dieses 2009 erschienene Werk erwähnt neben Fundorten von Raubkatzen teilweise auch solche von Höhlenbären. Das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ ist Professor Dr. Gernot Rabeder aus Wien, Dr. Brigitte Hilpert aus Erlangen und Dr. Wilfried Rosendahl aus Mannheim gewidmet. Alle drei sind Höhlenbärenexperten und haben den Autor bei verschiedenen Buchprojekten mit Rat und Tat unterstützt.

    *

    Bestellungen bei:
    http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer
    http://www.amazon.de/H%C3%B6hlenb%C3%A4r-Ernst-Probst/dp/3640444612/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=books&qid=1257064443&sr=8-5
    http://www.libri.de/shop/action/productDetails/9282104/ernst_probst_der_hoehlenbaer_3640444612.html#bewertungVerfassen

  • Wo man besonders viele Höhlenbären fand

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen gehören zu den Bundesländern in Deutschland mit besonders vielen Fundorten von Höhlenbären (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter. Reich mit Höhlenbärenfunden gesegnet ist auch die Steiermark in Österreich. Dies geht aus dem Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor. Aber auch in anderen Gegenden von Deutschland, Österreich und der Schweiz hat man Reste von Höhlenbären entdeckt.

    Als einer der berühmtesten Fundorte von Höhlenbären gilt die Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Alb (Fränkische Schweiz) in Bayern. Dort sind im Laufe der Zeit die Reste von schätzungsweise 800 bis 1.000 Höhlenbären, aber auch von Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) und Höhlenhyänen (Crocuta crocuta spelaea) gefunden worden. Aus ihr stammen jene Funde, nach denen der Höhlenbär, der Höhlenlöwe und die Höhlenhyäne erstmals wissenschaftlich beschrieben und benannt wurden.

    Das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ umfasst 294 Seiten, ist reich bebildert und bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ www.grin.de erschienen. Dabei handelt es sich nach den Titeln „Höhlenbären“ und „Säbelzahnkatzen“ bereits um das dritte Taschenbuch, in dem Ernst Probst ein Raubtier aus dem Eiszeitalter (Pleistozän) vorstellt. Der Höhlenbär fällt unter diesen drei Tieren etwas aus dem Rahmen: Denn er gilt kurioserweise als „pflanzenfressendes Raubtier“.

    Die Kapitel des Taschenbuches befassen sich unter anderem mit dem Vorfahren des Höhlenbären, seinem wissenschaftlichen Namen, verschiedenen Formen des Höhlenbären, der Entstehung von Höhlenbärenfossilien, der Lebensweise, den Krankheiten, den tierischen und menschlichen Zeitgenossen, Höhlenbären in der Eiszeitkunst, der Höhlenbärenjagd, dem umstrittenen Höhlenbärenkult und dem Aussterben gegen Ende des Eiszeitalters. In jeweils eigenen Kapiteln werden Höhlenbären-Fundorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Museen, in denen Höhlenbären zu sehen sind, aufgelistet.

    Ortsregister, Artenregister, Personenregister und Sachregister erleichtern die Suche nach bestimmten Begriffen. Das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ zum Preis von 24,99 Euro wird – wie bei „GRIN“ üblich – im Laufe der Zeit bei rund 1.000 Online-Buchshops sowie in jeder guten Buchhandlung erhältlich sein. Bei „GRIN“ ist auch ein preiswertes E-Book im PDF-Format zu haben.

  • Bücher aus der Feder des Wissenschaftsautors Ernst Probst

    Wiesbaden (wissenschafts-news) - Wer sich für Taschenbücher und E-Books aus der Feder des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst interessiert, wird auf der Webseite von "GRIN Verlag für akademische Texte" mit der Internetadresse
    http://www.grin.com/search?searchstring=Ernst+Probst&field=data&submit=submit
    besonders fündig. Dort werden zahlreiche Titel des aus Neunburg vorm Wald in der Oberpfalz (Bayern) stammenden Schriftstellers aus den Themenbereichen Biografien,
    Geschichte, Natur und Wissenschaft angeboten. Hier eine Auswahl:

    Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti
    Archaeopteryx. Der Ur-Vogel aus Bayern
    Der Schwarze Peter. Ein Räuber aus dem Hunsrück und Odenwald
    Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren
    Die Adlerberg-Kultur
    Die Aunjetitzer Kultur
    Die Bronzezeit
    Die Hügelgräber-Kultur
    Die Lausitzer Kultur
    Die Lüneburger Gruppe in der Bronzezeit
    Die nordische Bronzezeit
    Die Stader Gruppe in der Bronzezeit
    Die Straubinger Kultur
    Die Urnenfelder-Kultur
    Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter
    Königinnen der Lüfte
    Königinnen des Tanzes
    Meine Worte sind wie die Sterne. Die Rede des Häuptlings Seattle
    und andere indianische Weisheiten (zusammen mit Sonja Probst
    Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon
    Rekorde der Urmenschen. Landschaften, Pflanzen und Tiere
    Rekorde der Urzeit. Erfindungen, Kunst und Religion
    Seeungeheuer. Von Nessie bis zum Zuiyo-maru-Moster
    Superfrauen aus dem Wilden Westen
    Superfrauen 2 - Religion
    Superfrauen 5 - Wissenschaft
    Superfrauen 6 - Medizin
    Superfrauen 7 - Film und Theater
    Superfrauen 8 - Literatur
    Superfrauen 10 - Musik und Tanz
    Superfrauen 11 - Feminismus und Familie
    Superfrauen 13 - Mode und Kosmetik

  • Fragen an Ernst Probst, Autor des Taschenbuches "Der Höhlenbär"

    Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, Autor des Taschenbuches „Der Höhlenbär“

    *

    Frage: Herr Probst, wie kamen Sie auf die Idee, ein Taschenbuch über den Höhlenbären (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter zu schreiben?

    Antwort: 2008 habe ich damit begonnen, über einige Tiere aus der Urzeit kleine Taschenbücher zu schreiben. Zuerst befasste ich mich mit dem Höhlenlöwen, dann mit der Säbelzahnkatze und zuletzt mit dem Höhlenbären. Dabei passierte mir immer dasselbe: Ich wollte eigentlich nur ein dünnes Bändchen mit nicht mehr als 100 Buchseiten produzieren, aber es wurden immer rund 300 Seiten mit vielen Abbildungen.

    *

    Frage: Hat Sie beim Schreiben des Taschenbuches „Der Höhlenbär“ etwas besonders fasziniert?

    Antwort: Bei den Recherchen über den Höhlenbären ist mir immer mehr bewusst geworden, wie wenig Sicheres die Wissenschaft über dieses “pflanzenfressende Raubtier“ eigentlich weiß. In der Literatur gibt es sehr unterschiedliche Angaben über das erste zeitliche Auftreten, über das geographische Vorkommen und über die Lebensweise. So heißt es teilweise, der Höhlenbär sei nur Pflanzenfresser gewesen, aber auch, er habe mehr oder minder oft kleine Säugetiere gefressen. Die einen Autoren sprechen von einer Winterruhe, andere von einem Winterschlaf. Auch bei den Angaben über die Größe und das Gewicht gibt es große Unterschiede. Der angebliche Höhlenbärenkult der Urmenschen gilt heute zqwar als unwahrscheinlich, aber wer weiß, ob sich das nicht irgendwann wieder ändert.

    *

    Frage: Erwähnen Sie in Ihrem Taschenbuch auch Fundorte von Höhlenbären?

    Antwort: Die wichtigsten Fundorte von Höhlenbären in Deutschland, Österreich und in der Schweiz werden in einem eigenen Kapitel aufgezählt. Besonders viele Fundorte kennt man aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

    *

    Frage: Welchen Höhlenbären-Fundort in Deutschland halten Sie für besonders bedeutend?

    Antwort: Die Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in Franken ragt unter den Fundorten besonders heraus, weil nach Funden von dort der Höhlenbär, der Höhlenlöwe und die Höhlenhyänen erstmals wissenschaftlich beschrieben wurden.

    *

    Frage: Welcher Höhlenbären-Fundort hat Sie am meisten überrascht?

    Antwort: Die Conturines-Höhle in Südtirol fasziniert mich besonders, weil diese in rund 2.800 Metern Höhle liegt und als der am höchsten gelegene Fundort mit Resten von Höhlenbären gilt. Dorthin haben sich auch Höhlenlöwen vorgewagt.

    *

    Frage: Werden Sie weitere Taschenbücher über Tiere aus der Urzeit schreiben?

    Antwort: Nach dem Höhlenbären sollte eigentlich das Mammut an die Reihe kommen. Aber danach habe ich mich in ein völlig anderes Thema verbissen, bei dem es um Biografien berühmter Frauen geht. Dieses Manuskript erfordert viel Arbeit und Zeit und wird sicherlich erst im Laufe von 2010 fertig.

    *

    Frage: Wo kann man Ihre Taschenbücher über Höhlenbären, Höhlenlöwen und Säbelzahnkatzen kaufen?

    Antwort: Auf der Webseite von „GRIN Verlag für akademische Texte“ www.grin.de - dort gibt es auch preiswerte E-Books im PDF-Format –, in rund 1.000 Online-Buchshops und in jeder guten Buchhandlung.

    *

    Bestellungen des Taschenbuches „Der Höhlenbär“ bei:
    http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer

  • Seminar "Bau einer frühmittelalterlichen Leier" im Alamannenmuseum

    Ellwangen (wissenschafts-news) - Vom 13. bis 15. November 2009 wird im Alamannenmuseum in Ellwangen ein Leierbauseminar unter der Leitung von Georg Däges angeboten. Jeder Teilnehmer kann sich an diesem Wochenende eine Leier nach alamannischem Vorbild bauen. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Freude an der Bearbeitung heimischer Hölzer wie Fichte, Ahorn, Esche und Neugier auf das einfache, aber musikalisch vielfältige Musikinstrument sind die besten Voraussetzungen für diesen Kurs. Im ergänzenden Spielkurs wird vermittelt, wie das Instrument zu spielen ist. Der Baukurs geht von Freitag, 18 Uhr, bis Sonntag, 13 Uhr. Die Kursgebühr beträgt 195 Euro, dabei sind alle Materialien inbegriffen. Der Spielkurs findet am Sonntag ab 14 Uhr statt und kostet 15 Euro. Bau- und Spielkurs können unabhängig voneinander belegt werden.

    Anmeldungen beim Museum unter Telefon 07961/969747. Auf der Homepage des
    Museums unter www.alamannenmuseum-ellwangen.de finden sich weitere
    Informationen sowie eine Hörprobe im Bereich "Aktuell" - "Aktuelle
    Kurse".

  • E-Book und Taschenbuch "Der Höhlenbär" bei "GRIN"

    Wiesbaden/München (wissenschafts-news) - Bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ sind ein E-Book zum Preis von 14,99 Euro und ein gedrucktes Taschenbuch zum Preis von 24,99 Euro mit dem Titel „Der Höhlenbär“ erhältlich. Verfasser dieses 295 Seiten umfassenden und reich bebilderten Werkes ist der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, der kürzlich bei „GRIN“ auch drei Taschenbücher über den Ur-Rhein, Höhlenlöwen und Säbelzahnkatzen veröffentlicht hat. Wie bei „GRIN“ üblich wird das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ in rund 1.000 Online-Buchshops angeboten und ist bei jeder guten Buchhandlung erhältlich.
    Bestellungen bei: http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer

    *

    Inhalt des E-Books „Der Höhlenbär“:

    Ohne Schwanz bis zu 3,50 Meter lang, maximal 1,75 Meter hoch und bis zu 1200 Kilogramm schwer – das war der Höhlenbär (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter. Obwohl dieser ausgestorbene Bär bereits 1794 erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, gibt er mehr als 200 Jahre später immer noch viele Rätsel auf. Wann ist der Höhlenbär entstanden, war er ein Einzelgänger, hat er einen Winterschlaf oder eine Winterruhe gehalten, gab es eine Höhlenbärenjäger-Kultur und einen Höhlenbärenkult, wann und warum ist er ausgestorben? Antwort auf diese und andere Fragen gibt das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Der Höhlenbär gilt als das größte Tier, das die Gebirge im Eiszeitalter jemals bewohnt hat. Erstaunlicherweise war er ein pflanzenfressendes Raubtier, das während der kalten Jahreszeit wehrlos in einer Höhle lag. Dennoch mussten Steinzeitmenschen um ihr Leben fürchten, wenn sie ihm zur unrechten Zeit begegneten. Die Idee für das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ reifte bei den Recherchen für das Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“. Dieses 2009 erschienene Werk erwähnt neben Fundorten von Raubkatzen teilweise auch solche von Höhlenbären. Das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ ist Professor Dr. Gernot Rabeder aus Wien, Dr. Brigitte Hilpert aus Erlangen und Dr. Wilfried Rosendahl aus Mannheim gewidmet. Alle drei sind Höhlenbärenexperten und haben den Autor bei verschiedenen Buchprojekten mit Rat und Tat unterstützt.

  • Feldhamster vom Aussterben bedroht

    Video "Feldhamster" von "Hamstiiii" bei "Youtube"
    http://www.youtube.com/watch?v=PQMYzXxNQs8

    Berlin (wissenschafts-news) - Kürzlich wurde in Berlin die "Rote Liste der gefährdeten Wirbeltiere Deutschlands" vorgestellt, die alle zehn Jahre neu erarbeitet wird. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass der Feldhamster, ein einstmals häufiges Charaktertier der Kulturlandschaft, heute vom Aussterben bedroht ist. Die zunehmende Technisierung und Intensivierung der Landwirtschaft hat den buntscheckigen Nager ganz langsam an den Rand der Ausrottung gebracht. Damit teilt er leider das Schicksal vieler Wildtiere unserer Heimat, denn die Rückgänge bei Kiebitz, Bekassine, Großtrappe und vielen anderen Arten sind ebenfalls Besorgnis erregend.

    Auf der anderen Seite zeigt die "Rote Liste", dass Natur- und Artenschutz durchaus Wirkung zeigt. Dank erfolgreicher Schutzprogramme konnten sich zum Beispiel die Bestände von Fischotter, Biber, Uhu, Wildkatze und Weißstorch wieder erholen. Erfolgreiche Schutzprogramme setzen indessen verlässliches Wissen über die betreffenden Tierarten und ihre ökologischen Ansprüche voraus. Die "Neue Brehm-Bücherei" bietet dieses Wissen seit 60 Jahren - kompetent und von führenden Spezialisten verfasst, getreu dem Motto "durch Wissen besser schützen2.

    Nachfolgend eine kleine Auswahl an bedrohten heimischen Tierarten aus dem Buchprogramm von "Neue Brehm-Bücherei":

    Der Feldhamster
    http://www.neuebrehm.de/texts/webs_n.php?titlnr=3-89432-873-8&wseite=1

    Die Wildkatze
    http://www.neuebrehm.de/texts/webs_n.php?titlnr=3-89432-381-7&wseite=1

    Die Bekassine
    http://www.neuebrehm.de/texts/webs_n.php?titlnr=3-89432-852-5&wseite=1

    Die Großtrappe
    http://www.neuebrehm.de/texts/webs_n.php?titlnr=3-89432-195-4&wseite=1

  • Sonderausstellung "Burgen – Graben" ab 12.11.2009 im Alamannenmuseum Ellwangen

    Sonderausstellung "Burgen – Graben" ab 12.11.2009 im Alamannenmuseum Ellwangen

    Ellwangen (wissenschafts-news) – Anlässlich des 32. Tübinger Universitätstages in Ellwangen zeigt das Alamannenmuseum Ellwangen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen ab 12. November 2009 eine Sonderpräsentation über die Arbeit der Tübinger Mittelalterarchäologie. Die in Zusammenarbeit mit Studierenden des Instituts entstandene Sonderschau mit dem Titel "Burgen – Graben: Feldarbeit in der Mittelalterarchäologie" beleuchtet die Arbeit der Mittelalterarchäologen anhand der Lehrgrabungen des Instituts in der Burg von Oberbalzheim, Alb-Donau-Kreis (2008) und am Burghörnle bei Erkenbrechtsweiler, Kreis Esslingen (2009). Sie ist bis zum 10. Januar 2010 zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums zu sehen.

    Die Ausstellung wird 11. November 2009 um 19.30 Uhr eröffnet, es sprechen Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, Museumsleiter Andreas Gut und Professor Dr. Dr. h.c. Barbara Scholkmann sowie Professor Dr. Jörn Staecker (Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen, Abteilung für Archäologie des Mittelalters).

    12.1.2009-10.1.20109
    Sonderausstellung "Burgen – Graben: Feldarbeit in der Mittelalterarchäologie"
    Eine Ausstellung des Institutes für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen, Abteilung für Archäologie des Mittelalters, in Zusammenarbeit mit dem Alamannenmuseum Ellwangen

    Alamannenmuseum Ellwangen
    Haller Straße 9
    73479 Ellwangen
    Telefon +49 7961 969747
    Telefax +49 7961 969749
    alamannenmuseum (at) ellwangen.de
    www.alamannenmuseum-ellwangen.de

  • Video:"Evolution of Technology - HQ"

    Video "Evolution of Technology - HQ" von "charlesdarwin1809" bei "Youtube"
    http://www.youtube.com/watch?v=kzd1OiP27s0

    Inhalt des Taschenbuches "Säbelzahnkatzen" von Ernst Probst:

    Säbelzahnkatzen oder Säbelzahntiger, wie man sie früher nannte, faszinieren seit eh und je die Menschen in aller Welt. Diese Raubkatzen mit ihren im Extremfall bis zu 28 Zentimeter langen Eckzähnen gehören zu den bekanntesten Säugetieren der Urzeit. Die ersten von ihnen jagten bereits im Miozän vor rund 15 Millionen Jahren auf unserem „Blauen Planeten“. Die letzten verschwanden gegen Ende des Eiszeitalters vor etwa 11.700 Jahren für immer aus der Natur. Mit diesen mehr oder minder eindrucksvollen Großkatzen befasst sich das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es stellt in Deutschland, Europa, Afrika, Asien und Amerika entdeckte Arten der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen sowie andere prähistorische Raubkatzen vor: nämlich Mosbacher Löwen, Höhlenlöwen, Europäische Jaguare, Leoparden, Schnee-Leoparden, Geparden und Pumas. Die Idee für dieses Taschenbuch über Säbelzahnkatzen reifte während der Recherchen für die 2009 erschienenden Titel „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ und „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ von Ernst Probst. Denn dabei ging es oft auch um Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen. Das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ ist Professor Dr. Helmut Hemmer aus Mainz, Dr. Thomas Keller aus Wiesbaden und Dick Mol aus Hoofddorp (Niederlande) gewidmet. Professor Dr. Helmut Hemmer gilt als international renommierter Experte für fossile Katzen und war früher am Zoologischen Institut der Universität Mainz tätig. Dr. Thomas Keller arbeitet als Paläontologe am Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden und hat sich um die Erforschung der Mosbach-Sande und deren fossile Tierwelt verdient gemacht. Dick Mol ist Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter (vor allem Mammut) aus Hoofddorp (Niederlande). Alle drei haben dem Autor vielfach mit großer Geduld bei den Recherchen für verschiedene Taschenbücher geholfen. Ernst Probst hat mehr als 30 Bücher und Taschenbücher veröffentlicht. Am bekanntesten sind seine Werke „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“, „Deutschland in der Bronzezeit“, „Rekorde der Urzeit“, „Dinosaurier in Deutschland“ (zusammen mit Raymund Windolf) „Rekorde der Urmenschen“ und „Monstern auf der Spur“.

    Bestellungen des Taschenbuches "Säbelzahnkatzen" von Ernst Probst:
    http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen

  • E-Book von Ernst Probst: "Der Höhlenbär"

    Wiesbaden/München (wissenschafts-news) – Auf der Internetseite von „GRIN Verlag für akademische Texte“ mit der Adresse http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer ist ein E-Book mit dem Titel „Der Höhlenbär“ erhältlich. Geschrieben wurde dieses 295 Seiten umfassende und reich bebilderte Werk von dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, der kürzlich auch drei Taschenbücher über den Ur-Rhein, Höhlenlöwen und Säbelzahnkatzen veröffentlicht hat.

    Die Texte des E-Books "Der Höhlenbär" befassen sich mit Entstehung, Aussehen, Anatomie, Größe, Gewicht, Lebensweise, Nahrung, tierischen und menschlichen Feinden, Krankheiten, Höhlenbärenjagd, Höhlenbärenkult, Aussterben, Grabungen, Fundorten und Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

    Das E-Book im PDF-Format ist zum Preis von 14,95 Euro bei „GRIN“ und später auch bei „Amazon“ erhältlich. In Kürze kommt das gedruckte Taschenbuch zu einem merklich höheren Ladenpreis in den Handel. Letzteres wird – wie bei „GRIN“ üblich – in rund 1.000 Online-Buchshops angeboten und ist bei jeder guten Buchhandlung erhältlich.

    *

    Inhalt des E-Books „Der Höhlenbär“:

    Ohne Schwanz bis zu 3,50 Meter lang, maximal 1,75 Meter hoch und bis zu 1200 Kilogramm schwer – das war der Höhlenbär (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter. Obwohl dieser ausgestorbene Bär bereits 1794 erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde, gibt er mehr als 200 Jahre später immer noch viele Rätsel auf. Wann ist der Höhlenbär entstanden, war er ein Einzelgänger, hat er einen Winterschlaf oder eine Winterruhe gehalten, gab es eine Höhlenbärenjäger-Kultur und einen Höhlenbärenkult, wann und warum ist er ausgestorben? Antwort auf diese und andere Fragen gibt das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Der Höhlenbär gilt als das größte Tier, das die Gebirge im Eiszeitalter jemals bewohnt hat. Erstaunlicherweise war er ein pflanzenfressendes Raubtier, das während der kalten Jahreszeit wehrlos in einer Höhle lag. Dennoch mussten Steinzeitmenschen um ihr Leben fürchten, wenn sie ihm zur unrechten Zeit begegneten. Die Idee für das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ reifte bei den Recherchen für das Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“. Dieses 2009 erschienene Werk erwähnt neben Fundorten von Raubkatzen teilweise auch solche von Höhlenbären. Das Taschenbuch „Der Höhlenbär“ ist Professor Dr. Gernot Rabeder aus Wien, Dr. Brigitte Hilpert aus Erlangen und Dr. Wilfried Rosendahl aus Mannheim gewidmet. Alle drei sind Höhlenbärenexperten und haben den Autor bei verschiedenen Buchprojekten mit Rat und Tat unterstützt.

  • Klaus Jost zeigt Fotos vom Weißen Hai in Kalender

    WeisserHai

    Weißer Hai. Foto: Klaus Jost

    Illingen / Frankfurt am Main (wissenschafts-news) - Einzigartige Aufnahmen vom Weißen Hai (Carcharodon carcharias), seltener auch als Weißhai oder Menschenhai bezeichnet, zeigt der renommierte deutsche Unterwasserfotograf Klaus Jost in seinem neuen Kalender für das Jahr 2010. Damit will er diese vom Aussterben bedrohten Raubfische schützen und die Faszination, die von ihnen ausgeht, allen Menschen zugänglich machen.

    Klaus Jost ist seit Jahren von Weißen Haien, Tigerhaien und Bullenhaiem begeistert und begleitet diese imposanten Tiere hautnah in deren natürlichem Lebensraum. Er will die Öffentlichkeit nicht nur auf seiner Homepage www.jostimages.de an seinen einzigartigen Fotos teilhaben lassen, sondern auch einen Beitrag zum Schutz dieser Meerestiere leisten.

    "Leider haben Weiße Haie das Image von Killerfischen. Weil Menschen Angst davor haben, von einem Hai angegriffen zu werden, entwickelt kaum jemand ein Interesse, diese Tiere zu schützen", erklärt Klaus Jost. Er sei aber davon überzeugt, dass das Interesse, diese Art vor dem Aussterben zu schützen, wachsen werde, wenn die Öffentlichkeit erkenne, welche faszinierenden und beeindruckenden Tiere Weiße Haie seien, fügt er hinzu.

    Die Motive für den Kalender zum Thema Weißer Hai hat man aus zahlreichen Aufnahmen ausgesucht. Idee, Konzeption und Umsetzung wurden von der Corporate Identity Agentur DesignConsult in Aarau (Schweiz) übernommen.

    Die Hai-Dokumentationen von Klaus Jost sind außerordentlich kostenintensiv. Von jedem verkauften Kalender wird ein Teil für weitere dringend notwendige Dokumentationen eingesetzt.

    Der Weiße Hai-Kalender wird bei der Kalenderausstellung auf der Frankfurter Buchmesse 2009 im Foyer der Halle 4.1 präsentiert. Er präsentiert hochwertige Aufnahmen des Weißen Hai, der auf der „Roten Liste“ der vom Aussterben bedrohten Tierarten steht. Der Weiße-Hai-Kalender hat das Großformat A2 und enthält mit einen lesenswerten Begleittext.

    Seit mehr als zehn Jahren fotografiert und dokumentiert Klaus Jost das Leben von Haien in ihrer natürlichen Umgebung. Auf seiner Homepage www.jostimages.de macht er seine Aufnahmen jedermann zugänglich. Dort sind beeindruckende Fotos, welche die Faszination dieser vom Aussterben bedrohten Tiere widerspiegeln, zu bewundern.

    Im Umgang mit Haien ist der Unterwasserfotograf Klaus Jost geübt. Er war jahrzehntelang als Marine- und Unterwasserspezialist in allen Weltmeeren aktiv. Sein Faible für die Unterwasserwelt entstand, als er bei Hafenbau-Großprojekten insgesamt 13.000 Stunden beruflich unter Wasser verbrachte. Dabei war er bald von der Pflanzen- und Tierwelt vieler tropischer Länder begeistert.

    Text- und Bildreportagen von Klaus Jost erschienen weltweit in renommierten Zeitschriften, Magazinen und Zeitungen, wie beispielsweise in „National Geographic Deutschland“ und „GEO“.

    KlausJost

    Unterwasser-Fotograf Klaus Jost

  • Wissenswertes über Säbelzahnkatzen

    Saebel

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Welche Arten von Säbelzahnkatzen, die man früher „Säbelzahntiger“ nannte, wurden bisher in Deutschland entdeckt? In welchen Ländern der Erde und in welchen Bundesländern in Deutschland liegen die meisten Fundorte von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen? Welche Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen waren am größten und schwersten? Welcher „Säbelzahntiger“ trug die längsten Eckzähne?

    Antwort auf diese und viele andere Fragen gibt das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es umfasst 328 Seiten, ist reich bebildert und kostet 24,99 Euro. Das Taschenbuch ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen sowie in rund 1.000 Online-Buchshops erhältlich. Bei „GRIN“ gibt es auch ein preiswertes E-Book von diesem Titel.
    Bestellungen bei: http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen

    Ein besonderer optischer Leckerbissen in dem Taschenbuch sind Zeichnungen von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen des spanischen Illustrators Mauricio Antón aus Madrid. Er ist einer der beiden Autoren des englischsprachigen Bestsellers „The Big Cats“.

    *
    Inhalt des Taschenbuches „Säbelzahnkatzen“_

    Säbelzahnkatzen oder Säbelzahntiger, wie man sie früher nannte, faszinieren seit eh und je die Menschen in aller Welt. Diese Raubkatzen mit ihren im Extremfall bis zu 28 Zentimeter langen Eckzähnen gehören zu den bekanntesten Säugetieren der Urzeit. Die ersten von ihnen jagten bereits im Miozän vor rund 15 Millionen Jahren auf unserem „Blauen Planeten“. Die letzten verschwanden gegen Ende des Eiszeitalters vor etwa 11.700 Jahren für immer aus der Natur.

    Mit diesen mehr oder minder eindrucksvollen Großkatzen befasst sich das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es stellt in Deutschland, Europa, Afrika, Asien und Amerika entdeckte Arten der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen sowie andere prähistorische Raubkatzen vor: nämlich Mosbacher Löwen, Höhlenlöwen, Europäische Jaguare, Leoparden, Schnee-Leoparden, Geparden und Pumas.

    Die Idee für dieses Taschenbuch über Säbelzahnkatzen reifte während der Recherchen für die 2009 erschienenden Titel „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ und „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ von Ernst Probst. Denn dabei ging es oft auch um Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen.

    Das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ ist Professor Dr. Helmut Hemmer aus Mainz, Dr. Thomas Keller aus Wiesbaden und Dick Mol aus Hoofddorp (Niederlande) gewidmet. Professor Dr. Helmut Hemmer gilt als international renommierter Experte für fossile Katzen und war früher am Zoologischen Institut der Universität Mainz tätig. Dr. Thomas Keller arbeitet als Paläontologe am Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden und hat sich um die Erforschung der Mosbach-Sande und deren fossile Tierwelt verdient gemacht. Dick Mol ist Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter (vor allem Mammut) aus Hoofddorp (Niederlande). Alle drei haben dem Autor vielfach mit großer Geduld bei den Recherchen für verschiedene Taschenbücher geholfen.

    Ernst Probst hat mehr als 30 Bücher und Taschenbücher veröffentlicht. Am bekanntesten sind seine Werke „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“, „Deutschland in der Bronzezeit“, „Rekorde der Urzeit“, „Dinosaurier in Deutschland“ (zusammen mit Raymund Windolf) „Rekorde der Urmenschen“ und „Monstern auf der Spur“.

  • "Wissensmagazin - der Wissens-Channel"

    Video: "Wer hat das Rad erfunden? Die rollende Sahara-Spinne" von "WissensMagazin" bei "YouTube"

    Berlin (wissenschafts-news) - "Wissensmagazin - der Wissens-Channel" heißt ein deutschsprachiger Kanal auf der Videoplattform "YouTube", dessen Internetadresse http://www.youtube.com/user/WissensMagazin
    man sich unbedingt merken sollte. Vom 6. Mai bis zum 4. Oktober 2009 wurden bereits 23 sehenswerte Filmbeiträge veröffentlicht.

    Nachfolgend eine kleine Auswahl:

    Dunkle Materie & Wurmlöcher - Der LHC Beschleuniger (CERN)
    Eine Reise durch Raum und Zeit - Best of Hubble Weltraumteleskop
    Einsteins Relativitätstheorie
    Hubble is back! Die neuesten Aufnahmen des Weltraumteleskops
    Planetenforschung: Die Suche nach der zweiten Erde
    Tiefgefrorene Weltgeschichte Tychos Supernova
    Wasserstoff - Energieträger der Zukunft?
    Wer hat das Rad erfunden? Die rollende Sahara-Spinne
    Wusstest Du schon ...?
    3D Mars Landkarte

  • Die Epochen Europas

    Von der griechischen Antike bis zum Ende des kalten Krieges
    Neues epoc-Dossier zeichnet die Entwicklungen von der griechischen Antike bis zum Ende des Kalten Kriegs nach

    Aus: epoc, Dossier 1/2009

    Mit der Osterweiterung der Europäischen Union ist die Idee eines vereinten Europas Wirklichkeit geworden. Der Weg dorthin war mit vielen Stolpersteinen gesät. Für die Ideale, die das heutige Europa prägen, haben unzählige Menschen ihr Leben riskiert. Nicht zuletzt ihnen verdanken wir Werte wie Demokratie, allgemeine Gleichheit vor dem Gesetz, Reise- und Handelsfreiheit, Bildungsstandards und religiöse Selbstbestimmung. Das aktuelle epoc-Sonderheft "Die Epochen Europas" schlägt auf 98 Seiten den Bogen von der ersten Demokratie der Geschichte im antiken Griechenland bis zum Ende der letzten europäischen Diktaturen vor 20 Jahren.

    Die zehn Beiträge aus der gleichnamigen epoc-Serie zeichnen nach, welche Errungenschaften die vergangenen 2500 Jahre für das heutige Europa hervorgebracht haben: In Griechenland entstand die erste Volksherrschaft der Geschichte. Das Römische Reich war von einer gemeinsamen Kultur innerhalb eines Vielvölkerstaats geprägt sowie von einem einheitlichen Wirtschaftsraum. Die Spätantike gilt Forschern als Geburtsstunde der Völker. Im Mittelalter bildeten sich Staaten und Städte heraus. Renaissance und Reformation entwickelten ein neues Selbstverständnis des Menschen als Individuum.

    Von den neuen Formen der Wissensvermittlung im 18. Jahrhundert führen Entwicklungslinien bis in die Informationsgesellschaft der Gegenwart. Die Französische Revolution lehrte, dass sich kein Willkürherrscher seiner Macht mehr sicher sein darf. Die Industrialisierung ebnete den Boden für technologische Innovation – trotz mancher Verwerfungen bis heute die Grundlage unseres Wohlstands. Das Fin de Siècle brach mit nahezu allen überkommenen gesellschaftlichen Konventionen und katapultierte die Generation unserer Urgroßeltern in die Moderne. Das 20. Jahrhundert schließlich mündete trotz all seiner Gräuel und des entsetzlichen Leids, das es Millionen von Menschen brachte, in das freie Europa der Menschenrechte, wie wir es heute kennen.

    Inhaltsverzeichnis

    Morgenröte der Demokratie
    In Europa ist heute selbstverständlich, dass das Volk die Politik bestimmt. Erfunden wurde die Regierungsform vor 2500 Jahren.

    In Vielfalt geeint
    Dank einer gemeinsamen Kultur, gleicher Interessen und eines einheitlichen Wirtschaftsraums konnte das Imperium Romanum als Vielvölkerstaat über Jahrhunderte bestehen.

    Barbarensturm
    Historiker zeichnen ein differenziertes Bild der Völkerwanderung, die das Ende des Weströmischen Reichs besiegelte und Europas Weichen ins Mittelalter stellte.

    1000 Jahre Selbstfindung
    Staaten und Städte, den Handel sowie die Universitäten verdanken wir dem Mittelalter.

    Als der Mensch sich selbst entdeckte
    Die Rückbesinnung auf antike und urchristliche Überlieferungen stellte den Renaissancemenschen vor drei Fragen, die uns bis heute faszinieren: Wer bin ich? Was kann Ich? Und: Wie lebe ich richtig?

    Licht und Finsternis
    Das 18. Jahrhundert prägten tiefe Gegensätze: Aufklärung und Absolutismus, Toleranz und Unterdrückung, neue Medien und Zensur. Einblicke in eine ambivalente Zeit.

    Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit?
    Historiker sind sich uneins: War die Französische Revolution ein notwendiger Umsturz auf dem Weg zur Demokratie oder eine Diktatur des Terrors?

    Von Menschen und Maschinen
    Der Mangel an Garn löste um 1770 in England die Industrialisierung aus und veränderte die Lebensbedingungen der Menschen dramatisch.

    Das unrettbare Ich
    Weltschmerz, Todessehnsucht und Frivolität kennzeichneten das Fin de Siècle. Die politisch und ideologisch widersprüchliche Epoche beendete die Welt von gestern.

    Mehr Demokratie wagen
    Mit dem Zusammenschluss der europäischen Völker nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Kontinent endlich zur Ruhe - der Beginn einer einzigartigen politischen Erfolgsgeschichte.

    ISBN 978-3-941205-30-7, 98 Seiten, € 8,90

  • Oldenburger Landesmuseum setzt auf Zusammenarbeit mit epoc

    Die Besucher der Ausstellung "Ex oriente lux?" im Oldenburger Landesmuseum Natur und Mensch erwartet ein kostenloses Sonderheft von epoc.

    Aus: epoc, 6/2009

    Wenn am 25. Oktober 2009 das Oldenburger Landesmuseum Natur und Mensch die Tore zur großen Sonderausstellung öffnet, bietet es seinen Besuchern einen besonderen Service: Mit jeder Eintrittskarte gibt es das Begleitheft "Ex oriente lux?" von epoc, dem Magazin für Archäologie und Geschichte gratis dazu.

    Wie im Museum selbst, werden auch in der 44-seitigen Hochglanz-Broschüre die Meilensteine in der Geschichte der Naturwissenschaften gezeigt – von ihren frühesten Anfängen im Vorderen Orient bis in die Salons der europäischen Metropolen im 18. und 19. Jahrhundert.

    Das Heft gliedert sich, wie die Ausstellung, in zwei große Teile. In den "Themen der Wissenschaft" geht es um die Ursprünge der Fachgebiete – von der Alchemie bis zur Zoologie –, während es in den "Räumen der Wissenschaft" um Bagdad, Toledo, Alexandria oder Paris geht: Städte, die im Lauf der Geschichte Zentren des Wissens waren. Die Texte und Bilder stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit den gezeigten Exponaten. "So kann sich jeder Besucher die Ausstellung mit nach Hause nehmen", sagt Joachim Schüring, Projektleiter "Customized Publishing" im Verlag Spektrum der Wissenschaft, der auch die Zeitschrift epoc herausgibt.

    Nicht nur die Museumsbesucher kommen in den Genuss des kostenlosen Sonderhefts, sondern auch die Käufer und Abonnenten von epoc: Als Beiheftung in der regulären Ausgabe des Magazins findet es Verbreitung im gesamten deutschsprachigen Raum.

    Dr. Joachim Schüring
    Spektrum der Wissenschaft
    Projektleitung "Customized Publishing"
    Postfach 10 48 40
    69038 Heidelberg
    Tel.: (0 62 21) 91 26 612
    Fax: (0 62 21) 91 26 5 612
    E-Mail: cp@spektrum.com
    Home: www.spektrum.com

    Über epoc:
    epoc, das Magazin für Geschichte, Archäologie und Kultur, erscheint seit 2004. Sechsmal pro Jahr vermitteln Forscher und Fachjournalisten auf mehr als 100 Seiten fundiert und unterhaltsam Wissen über historische Themen und zeigen spannende Zusammenhänge aus Kunst, Kultur und Geistesgeschichte auf. Ein jeweils umfassend beleuchtetes Titelthema zu zentralen Ereignissen, Persönlichkeiten und Kulturen der Welt sowie spannende Reportagen und Essays überzeugen alle zwei Monate rund 40 000 Leser.

    Unter www.epoc.de finden alle historisch Interessierten Kurzmeldungen und aktuelle Ausstellungstipps. Ein Newsletter und die Chronologs, das Blogportal für Fragen zur Vergangenheit und ihrer Erforschung, halten Sie täglich auf dem Laufenden.

  • Ägypten: Wege ins Reich der Verstorbenen

    In Abydos, dem Kultort des ägyptischen Totengottes Osiris, rekonstruierten Archäologen jahrtausendealte Prozessionswege. In ihrem Verlauf manifestiert sich die Hoffnung der alten Ägypter, der Vergänglichkeit zu entkommen

    Aus: epoc, epoc 6/2009

    Einst war Abydos einer der heiligsten Orte Ägyptens. In der rund 160 Kilometer von Luxor entfernten Stadt opferten die Menschen Osiris, dem Herrscher über das Totenreich. In “epoc“ (Ausgabe 6/09) berichten Archäologen des Deutschen Archäologischen Instituts von einer kleinen Sensation: Sie fanden uralte Prozessionsstraßen in Abydos, die zeigen, wie lebendig die Hoffnung auf eine Leben nach dem Tod im alten Ägypten war.

    Jenseitsvorstellungen spielten eine zentrale Rolle in der altägyptischen Gesellschaft, was der Osirismythos besonders eindrücklich zeigt: Von seinem neidischen Bruder attackiert, starb Osiris einen grausamen Tod, erwachte aber zu einem neuen Leben im Reich der Verstorbenen – dem Wunder der Mumifizierung sei Dank!

    Jahr für Jahr gedachten die Menschen diesem geheimnisvollen Geschehen in einem Prozessionsspektakel in Abydos. Hier, so glaubten sie, lagen sowohl Grab, als auch Tempel des Totengottes. Forscher des Deutschen Archäologischen Instituts in Kairo haben nun herausgefunden, dass bei diesen Feierlichkeiten mehrere grandiose Festzüge stattfanden, angeführt vom Pharao selbst.

    Schon länger bekannt ist, dass eine Statue des Gottes rituell in seinem Grab bestattet wurde. Eine Öffnung in der westlichen Wand der Gruft diente als Ausgang, durch den Osiris nach seiner Widerbelebung ins Jenseits gelangen konnte. Die Öffnung wies nach Westen, wo die Sonne unterging und das Totenreich begann.

    Bei aktuellen Untersuchungen entdeckten die Archäologen, dass die Prozession jedoch noch nicht am Osirisgrab endete, sondern in Richtung eines unscheinbar anmutenden Hügels fortgesetzt wurde. Darauf weisen unzählige Keramikscherben hin, die jenen Opfergefäßen ähneln, die am Osirisgrab gefunden wurden. Außerdem endeten noch zwei weitere, bislang unbekannte Prozessionsachsen an diesem rätselhaften Hügel. Offenbar pilgerten die Gläubigen von mehreren heiligen Stätten in Abydos hierher.

    Richtet man den Blick von jener Erhebung aus gen Westen, springt unmittelbar ein schmales Tal in einem Felsplateau ins Auge – das Tor zum Totenreich. Die geografischen Gegebenheiten in Abydos hatten für die alten Ägypter offenbar eine sakrale Bedeutung. So muss auch der Hügel als Knotenpunkt der heiligen Straßen vor dem Eingang ins Jenseits von besonderer Relevanz gewesen sein. Die Archäologen vermuten, dass die Menschen darin den Urhügel der altägyptischen Mythologie erkannten: Hier soll in einer fernen Vergangenheit das Festland aus dem Wasser aufgetaucht sein und die Schöpfung ihren Anfang genommen haben.

    Auch wenn sich die Bedeutung der heiligen Orte in Abydos heute nicht mehr in allen Fällen mit Sicherheit erschließen lässt, so steht doch fest: Die Osirisfeiern waren über 2000 Jahre lang eines der größten religiösen Spektakel im Alten Ägypten.

    Über epoc:
    epoc, das Magazin für Geschichte, Archäologie und Kultur, erscheint seit 2004. Sechsmal pro Jahr vermitteln Forscher und Fachjournalisten auf mehr als 100 Seiten fundiert und unterhaltsam Wissen über historische Themen und zeigen spannende Zusammenhänge aus Kunst, Kultur und Geistesgeschichte auf. Ein jeweils umfassend beleuchtetes Titelthema zu zentralen Ereignissen, Persönlichkeiten und Kulturen der Welt sowie spannende Reportagen und Essays überzeugen alle zwei Monate rund 40 000 Leser.

    Unter www.epoc.de finden alle historisch Interessierten Kurzmeldungen und aktuelle Ausstellungstipps. Ein Newsletter und die Chronologs, das Blogportal für Fragen zur Vergangenheit und ihrer Erforschung, halten Sie täglich auf dem Laufenden.

  • Mystik: Aber bitte nicht zu viele Kräuter

    Aus: epoc, 6/2009

    Regisseurin Margarethe von Trotta und Kirchenhistoriker Volker Leppin erläutern, warum die Äbtissin Hildegard von Bingen so außergewöhnlich war
    Für ihren neuen Film „Vision“ hat sich Margarethe von Trotta ("Die bleierne Zeit", "Rosa Luxemburg") bis ins Mittelalter vorgewagt. epoc hat für seine aktuelle Ausgabe 6/09 mit der mehrfach ausgezeichneten Regisseurin und Drehbuchautorin über die bodenständige Visionärin Hildegard von Bingen (1098-1179), deren diplomatisches Geschick und den Hildegard-Kult von heute gesprochen. Dass es der Äbtissin nicht nur um Küchenkräuter und maßvolle Mahlzeiten ging – obwohl viele Ratgeber unserer Zeit diesen Eindruck erwecken –, erläutert auch der Kirchenhistoriker von der Uni Jena Volker Leppin in seinem Beitrag.

    Die selbstbewusste Seherin war eine Gläubige, die sich zu ihren göttlichen Visionen bekannte und ein Kloster gründete. Einflussreiche Männer wie Kaiser Friedrich Barbarossa suchten ihren Rat. Von der Theologie der Dreifaltigkeit ausgehend verfasste sie medizinische Schriften. Auch wenn sich die Forschung nicht sicher ist, ob alle diese Schriften von ihr stammen, sieht Leppin darin viel mehr als nur eine technische Anweisung für ein gesundes Leben: Es ging Hildegard dabei um den Zusammenhang in der Schöpfung. Margarethe von Trotta bewundert zwar den ganzheitlichen Ansatz in den Schriften, der gleichzeitig Körper und Seele betrachtet. Doch in ihrem biografischen Spielfilm kommen Kräuter nur am Rande vor: "Die Klöster haben damals altes Klosterwissen angewandt."

    Hildegard, die sich noch mit über 60 Jahren als eine der ersten Frauen auf Missionsreisen begab, war nicht nur selbstbewusst, sondern auch streitbar. Sie scheute kaum einen Konflikt mit den Kirchenmännern. Zudem gab sich die blaublütige Äbtissin standesbewusst: In ihr Kloster nahm sie nur Adelige auf, schildert Leppin. Auch wenn von Trotta vor allem die Frau in ihrer Zeit interessierte, hat sie Hildegard von Bingen nicht zu einer Kultfigur der alternativen Szene stilisiert: "Sie war ambivalent, vor allem dieser standesbewusste Aspekt hat mich abgestoßen."

    Über epoc:
    epoc, das Magazin für Geschichte, Archäologie und Kultur, erscheint seit 2004. Sechsmal pro Jahr vermitteln Forscher und Fachjournalisten auf mehr als 100 Seiten fundiert und unterhaltsam Wissen über historische Themen und zeigen spannende Zusammenhänge aus Kunst, Kultur und Geistesgeschichte auf. Ein jeweils umfassend beleuchtetes Titelthema zu zentralen Ereignissen, Persönlichkeiten und Kulturen der Welt sowie spannende Reportagen und Essays überzeugen alle zwei Monate rund 40 000 Leser.

    Unter www.epoc.de finden alle historisch Interessierten Kurzmeldungen und aktuelle Ausstellungstipps. Ein Newsletter und die Chronologs, das Blogportal für Fragen zur Vergangenheit und ihrer Erforschung, halten Sie täglich auf dem Laufenden.

  • Die besten historischen Sachbücher

    Leinfelden-Echterdingen (wissenschafts-news) - DAMALS, das Magazin für Geschichte und Kultur, zeichnet nun schon zum elften Mal die besten historischen Sachbücher aus. Die hochkarätige Jury setzt sich aus renommierten Wissenschaftlern und Vertretern der Medien zusammen: Prof. Dr. Stig Förster, Bern; Prof. Dr. Hartmut Leppin, Frankfurt am Main, Prof. Dr. Ulrich Herbert, Freiburg, Prof. Dr. Jürgen Osterhammel, Konstanz, Prof. Dr. Gabriela Signori, Konstanz, Dr. Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung, Dr. Michael Jeismann, Berlin, Dr. Günter Müchler, Deutschlandfunk.
    Die Jury beurteilte die Bücher in sieben Kategorien und wählt außerdem ihre „Nummer 1”, „Das historische Buch des Jahres 2009”.

    Das historische Buch des Jahres 2009
    Gerd Koenen: Traumpfade der Weltrevolution. Das Guevara-Projekt.
    Kiepenheuer & Witsch, € 24,95

    Die Platzierungen in den sieben Kategorien:

    Einzelstudie
    1. Gerd Koenen
    Traumpfade der Weltrevolution. Das Guevara-Projekt.
    Kiepenheuer & Witsch, € 24,95
    2. Klaus Kreiser
    Atatürk. Eine Biographie.
    C. H. Beck, € 24,90
    3. Orlando Figes
    Die Flüsterer. Leben in Stalins Russland.
    Berlin Verlag, € 34,–
    3. Karl Schlögel
    Terror und Traum. Moskau 1937.
    Hanser, € 29,90

    Überblick
    1. Diarmaid MacCulloch
    Die Reformation 1490-1700.
    DVA, € 49,95.
    2. Eckart Conze
    Die Suche nach Sicherheit. Eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis in die Gegenwart.
    Siedler, € 39,95
    3. Dittmar Dahlmann
    Sibirien. Vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
    Schöningh, € 39,90

    Unterhaltung
    1. Gustav Seibt
    Goethe und Napoleon. Eine historische Begegnung.
    C. H. Beck, € 19,90
    2. August Strindberg
    Unter französischen Bauern.
    Eichborn, € 28, –
    3. David Urquhart
    Reisen unter Osmanen und Griechen. Vom Peloponnes zum Olymp in einer ereignisreichen Zeit. 1836–1879.
    Edition Erdmann, € 24, –

    Ästhetik
    1. Gerhard Paul (Hrsg.)
    Das Jahrhundert der Bilder. 2 Bände. Bd. 1: 1900–1949, Bd. 2 1949–heute
    Vandenhoeck & Ruprecht, € 39,90 je Band
    2. Mario Taddei u.a.
    Leonardo dreidimensional. 3 Bände.
    Belser, Bd. 1 € 24,95, Bd. 2 € 22,90, Bd. 3 € 22,95
    3. Josef Heinrich Darchinger
    Wirtschaftswunder. Deutschland nach dem Krieg 1952–1967.
    Taschen, € 39,99

    Denkanstöße
    1. Christian Meier
    Kultur, um der Freiheit willen. Griechische Anfänge – Anfang Europas?
    Siedler, € 22,95
    2. Hubertus Buchstein
    Demokratie und Lotterie. Das Los als politisches Entscheidungsinstrument
    von der Antike bis zur EU.
    Campus, € 34,90
    3. Anton Holzer
    Das Lächeln der Henker. Der unbekannte Krieg gegen die Zivilbevölkerung 1914−1918.
    Primus, € 39,90
    3. Ian Kershaw
    Wendepunkte. Schlüsselentscheidungen im Zweiten Weltkrieg.
    DVA, € 39,95

    Autobiographisches
    1. Frank Holl
    Alexander von Humboldt. Mein vielbewegtes Leben.
    Der Forscher über sich und seine Werke.
    Eichborn, € 29,95
    2. Hans Fallada
    In meinem fremden Land. Gefängnistagebuch 1944.
    Aufbau, € 24,95
    3. Ben Barkow u.a. (Hrsg.)
    Novemberpogrom 1938. Die Augenzeugenberichte der Wiener Library, London.
    Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, € 39,80

    Thema des Jahres: Mauer und Wiedervereinigung
    1961/1989
    1. Ilko-Sascha Kowalczuk
    Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR.
    C. H. Beck, € 24,90
    2. György Dalos
    Der Vorhang geht auf. Das Ende der Diktaturen in Osteuropa.
    C. H. Beck, € 19,90
    3. Hans-Hermann Hertle/Maria Nooke
    Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961-1989. Ein biographisches Handbuch.
    Ch. Links, € 24,90

    Das Geschichtsmagazin „DAMALS“ bietet schon seit 40 Jahren Lesevergnügen und Informationen zu vielfältigen historischen Themen aus allen Epochen von der Antike bis zur Gegenwart – spannend, verständlich und immer auf dem aktuellen Stand der Forschung. Das Wettbewerbsergebnis erscheint im Druck in DAMALS 12-2009.

  • Motiviation - Wahre Triebe

    Oft stimmen die in Fragebogen erhobenen Motive einer Person nicht mit ihrem Verhalten in Labortests überein. Der Grund: Wonach wir zu streben glauben, hat oft wenig mit unseren wahren Wünschen zu tun.

    Aus: Gehirn&Geist, 10/2009

    Wer nach seinen Zielen befragt wird, redet etwa so: "Für mich zählt vor allem Leistung. Ich will es im Leben zu etwas bringen." Oder so: "Ich lebe für meine Familie. Ihr Schutz und ihre Nähe sind mir besonders wichtig." Solche Selbstbeschreibungen müssen jedoch nicht unbedingt zutreffen, schreibt das Wissenschaftsmagazin "Gehirn&Geist" in seiner neuen Ausgabe (10/2009).

    Bereits 1992 wies der Psychologe William D. Spangler von der Binghamton University (US-Bundesstaat New York) nach: Was wir zu wollen glauben, ist oft nicht das, was uns im Innersten bewegt. Forscher ergründen unbewusste, "implizite" Motive mittels prospektiver Verfahren wie dem Thematischen Apperzeptionstest (TAT) sowie in Priming-Versuchen. Beim TAT werden den Testpersonen Bilder von Menschen in Alltagsszenen vorgelegt. Dazu sollen die Probanden dann eine Geschichte erfinden. Wie deutet der Betreffende die Szene? Steht die Nähe zwischen den Abgebildeten im Vordergrund, oder geht es eher um Wettbewerb und Leistung? Die Bilder sind nämlich doppeldeutig: Man sieht etwa zwei Frauen in einem Chemielabor, die sich unterhalten; sind es konkurrierende Forscherinnen – oder plaudern sie nur angeregt miteinander?

    Durch Priming (von englisch to prime = vorbereiten) ist es möglich, unbewusste Ziele zu aktivieren. In einer Studie von 2009 legte der Organisationsforscher Gary Latham von der University of Toronto (Kanada) seinen Probanden das Bild einer bekannten 5000-Meter-Läuferin vor. Dadurch stieg – unbewusst – die Leistungsbereitschaft der Versuchspersonen. Bei einem nachfolgenden Kreativitätstest schnitten diejenigen, die das Foto gesehen hatten, besser ab als die Kontrollgruppe. Gleiches galt für die Mitarbeiter eines Callcenters: Wem das Bild der erfolgreichen Läuferin gezeigt worden war, der lieferte eine besonders gute Leistung ab: Er warb viel Geld bei einer Telefon-Spendenaktion ein.

    Motiviertes Handeln setzt vor allem zweierlei voraus: eine starke Zielbindung sowie ein Bewusstsein für Risiken und Gefahren, die auf dem Weg dorthin lauern. Oft genug erscheint ein Vorhaben überhaupt erst dadurch attraktiv, dass es Hindernisse bietet. Je schwieriger ein Ziel zu erreichen ist und je konkreter es formuliert wird, desto größer ist im Allgemeinen die Motivation, es zu erreichen. Das ergaben zahlreiche Studien. Der innere Antrieb, ein Ziel zu verfolgen, kann allerdings von äußeren Anreizen wie Geld oder Lob geschwächt werden.

    Über Gehirn&Geist:
    Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft. Es erscheint seit 2002, mittlerweile in 10 Ausgaben pro Jahr. Fundiert und allgemein verständlich berichten Wissenschaftler und Fachjournalisten in Gehirn&Geist über die Welt im Kopf. Schwerpunkte liegen dabei auf Psyche und Verhalten, Wahrnehmung und Bewusstsein, Intelligenz und Kreativität, Gefühle und Gedächtnis. Neue Erkenntnisse und Trends in der Psychotherapie und Medizin gehören ebenso dazu wie gehirngerechtes Lernen, Kindererziehung, Coaching und gesellschaftliche Debatten. Daneben informieren spezielle Sonderhefte ausführlich über Einzelthemen.

    Die Homepage www.gehirn-und-geist.de mit aktuellen Nachrichten, Newsletter und dem kompletten Heftarchiv runden das redaktionelle Angebot ab. Außerdem bieten wir mit www.brainlogs.de das größte deutsche Blogportal für Psychologie und Neurowissenschaften, in dem Experten und Laien diskutieren.

    Zu unseren rund 100 000 Lesern gehören Mediziner, Therapeuten, Manager, Lehrer, Eltern, Studenten und Interessierte, die sich umfassend, kompetent und aus erster Hand informieren wollen. Das erfolgreiche Konzept von Gehirn&Geist stand Pate für zahlreiche ausländische Schwestermagazine unter anderem in Italien, Spanien, Frankreich, Brasilien, Belgien und den Niederlanden. Mit "MIND" eroberte ein weiterer Ableger von Gehirn&Geist sogar den hart umkämpften Zeitschriftenmarkt in den USA.

  • Athei - In Blickenlesen

    Mittels zwei verschiedener Netzwerke meistert unser Denkorgan die schwierige Aufgabe, andere zu verstehen.

    Meistens sehen wir unseren Mitmenschen schnell an, was in ihnen vorgeht. Doch wie funktioniert das eigentlich? Laut Hirnforschern gibt es zwei getrennte Netzwerke im Kopf, die für Empathie und Mitgefühl zuständig sind.

    Aus: Gehirn&Geist, 10/2009

    "Eines dieser Netzwerke besteht aus den Spiegelneuronen", erklärt der Psychiater Kai Vogeley von der Universitätsklinik Köln in der aktuellen Ausgabe von Gehirn&Geist (10/2009). Diese Nervenzellen werden dann aktiv, wenn wir bei anderen eine Handlung beobachten – oder wenn wir sie uns nur im Geiste vorstellen oder selbst nachahmen.

    Das zweite "soziale Netzwerk" besteht dagegen aus verschiedenen Hirnstrukturen, die gemeinsam dafür sorgen, dass wir über den Gefühlszustand einer anderen Person nachdenken. Es ist somit auf höherer, kognitiver Ebene angesiedelt.

    Offenbar arbeiten die beiden Systeme eng zusammen. Das fand Vogeley heraus, indem er Probanden im Labor mit einem "virtuellen Agenten" konfrontierte: Die Computersimulation eines menschlichen Gesichts betrachteten Versuchsteilnehmer, während ein Magnetresonanztomograf ihre Hirnaktivität erfasste. Dabei zeigte sich: Um wahrzunehmen, dass sich jemand für uns interessiert, erfassen zunächst die Spiegelneurone die Richtung der Augenbewegungen des Gegenübers. Das "Denk-Netzwerk" misst dem Blick dann in einem zweiten Schritt ein bestimmte Bedeutung bei. So kommt es, dass direkt angeschaut zu werden, als ein so starkes soziales Signal wirkt.

    Über Gehirn&Geist:
    Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft. Es erscheint seit 2002, mittlerweile in 10 Ausgaben pro Jahr. Fundiert und allgemein verständlich berichten Wissenschaftler und Fachjournalisten in Gehirn&Geist über die Welt im Kopf. Schwerpunkte liegen dabei auf Psyche und Verhalten, Wahrnehmung und Bewusstsein, Intelligenz und Kreativität, Gefühle und Gedächtnis. Neue Erkenntnisse und Trends in der Psychotherapie und Medizin gehören ebenso dazu wie gehirngerechtes Lernen, Kindererziehung, Coaching und gesellschaftliche Debatten. Daneben informieren spezielle Sonderhefte ausführlich über Einzelthemen.

    Die Homepage www.gehirn-und-geist.de mit aktuellen Nachrichten, Newsletter und dem kompletten Heftarchiv runden das redaktionelle Angebot ab. Außerdem bieten wir mit www.brainlogs.de das größte deutsche Blogportal für Psychologie und Neurowissenschaften, in dem Experten und Laien diskutieren.

    Zu unseren rund 100 000 Lesern gehören Mediziner, Therapeuten, Manager, Lehrer, Eltern, Studenten und Interessierte, die sich umfassend, kompetent und aus erster Hand informieren wollen. Das erfolgreiche Konzept von Gehirn&Geist stand Pate für zahlreiche ausländische Schwestermagazine unter anderem in Italien, Spanien, Frankreich, Brasilien, Belgien und den Niederlanden. Mit "MIND" eroberte ein weiterer Ableger von Gehirn&Geist sogar den hart umkämpften Zeitschriftenmarkt in den USA.

  • Kindesentwicklung - Armut macht dumm

    Wie sich die Gehirne von Kindern entwickeln, hängt auch von Wohlstand und Bildungsniveau der Eltern ab. Ein niedriger sozioökonomischer Status schwächt laut Forschern vor allem die Sprachkompetenz, Merkfähigkeit und Handlungsplanung.

    Aus: Gehirn&Geist, 10/2009

    In kaum einem anderen Industrieland bestimmen Einkommen und Bildung der Eltern so sehr über die Zukunftschancen von Kindern wie in Deutschland. Jungen und Mädchen aus wohlhabenden Akademikerfamilien besuchen vier- bis fünfmal häufiger ein Gymnasium als Arbeiterkinder. Hirnforscher können nun belegen, dass sich der sozioökonomische Status nicht nur in der Intelligenzentwicklung niederschlägt, sondern auch ganz konkret die Arbeit der grauen Zellen beeinträchtigt. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin "Gehirn&Geist" in seiner aktuellen Ausgabe (10/2009).

    So ist ein Teil des Stirnhirns – genauer gesagt der "präfrontale Kortex" – ist bei Jungen und Mädchen aus armen Familien weniger aktiv, wenn sie sich auf eine bestimmte Aufgabe konzentrieren sollen. Auch können die Kinder Impulse schlechter kontrollieren und Handlungen planen, wofür die betreffende Hirnregion besonders wichtig ist. Auch das Sprachzentrum im so genannten Broca-Areal regt sich weniger und fällt zudem durchschnittlich kleiner aus. Damit geraten die Kleinen bei Aufgaben ins Hintertreffen, die sprachliches Geschick erfordern.

    Natürlich beflügeln ein gut gefülltes Bankkonto und die Abiturzeugnisse von Mama und Papa die Sprösslinge nicht direkt. Den Ausschlag geben wohl vielmehr ein anregendes Umfeld, gemeinsame Vorlesezeiten und andere Aktivitäten, die sich Besserverdiener nun einmal eher leisten können. Laut Untersuchungen hören arme Kinder bis zu ihrem vierten Geburtstag schätzungsweise 30 Millionen gesprochene Wörter weniger als solche aus Durchschnittshaushalten. Der Wortschatz von Dreijährigen mit berufstätigen Eltern ist mehr als doppelt so groß wie der des Nachwuchses von Sozialhilfeempfängern.

    Geldsorgen im Elternhaus und damit verbundene Entbehrungen können zudem Stress auslösen, der über den Cortisolspiegel im Gehirn unter anderem das Gedächtnis beeinträchtigt. Je länger Kinder in Armut gelebt haben, desto weniger Informationen können sie bei Tests im Kurzzeitgedächtnis behalten. Chronischer Stress schädigt offenbar vor allem den Hippocampus, eine bei Kindern noch sehr formbare Struktur, die eine entscheidende Rolle für das Gedächtnis spielt.

    Über Gehirn&Geist:
    Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft. Es erscheint seit 2002, mittlerweile in 10 Ausgaben pro Jahr. Fundiert und allgemein verständlich berichten Wissenschaftler und Fachjournalisten in Gehirn&Geist über die Welt im Kopf. Schwerpunkte liegen dabei auf Psyche und Verhalten, Wahrnehmung und Bewusstsein, Intelligenz und Kreativität, Gefühle und Gedächtnis. Neue Erkenntnisse und Trends in der Psychotherapie und Medizin gehören ebenso dazu wie gehirngerechtes Lernen, Kindererziehung, Coaching und gesellschaftliche Debatten. Daneben informieren spezielle Sonderhefte ausführlich über Einzelthemen.

    Die Homepage www.gehirn-und-geist.de mit aktuellen Nachrichten, Newsletter und dem kompletten Heftarchiv runden das redaktionelle Angebot ab. Außerdem bieten wir mit www.brainlogs.de das größte deutsche Blogportal für Psychologie und Neurowissenschaften, in dem Experten und Laien diskutieren.

    Zu unseren rund 100 000 Lesern gehören Mediziner, Therapeuten, Manager, Lehrer, Eltern, Studenten und Interessierte, die sich umfassend, kompetent und aus erster Hand informieren wollen. Das erfolgreiche Konzept von Gehirn&Geist stand Pate für zahlreiche ausländische Schwestermagazine unter anderem in Italien, Spanien, Frankreich, Brasilien, Belgien und den Niederlanden. Mit "MIND" eroberte ein weiterer Ableger von Gehirn&Geist sogar den hart umkämpften Zeitschriftenmarkt in den USA.

  • Dolchzahnkatzen und Säbelzahnkatzen am Ur-Rhein

    Video: "Reconstrucción del tigre "dientes de sable" Paramachairodus" von "smartplanet" bei "YouTube"
    http://www.youtube.com/watch?v=m9YnTR6He9I

    Wiesbaden (wissenschafts-news) - Die so genannte Dolchzahnkatze Paramachairodus hat im Miozän vor etwa zehn bis 8,5 Millionen Jahren auch an den Ufern des Ur-Rheins gelebt und gejagt. Reste dieser Raubkatze kennt man aus Eppelsheim, Esselborn, vom Wissberg bei Gau-Weinheim und aus Dorn-Dürkheim (alle in Rheinland-Pfalz). Das geht aus dem Taschenbuch "Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor.

    Die Art Paramachairodus ogygius erreichte - nach Funden aus Batallones bei Torréjon de Valasco südlich von Madrid zu schließen - eine Schulterhöhe von eta 58 Zentimetern und eine Gesamtlänge von etwa 1,50 Metern, von der rund 30 Zentimeter auf den Schwanz entfielen. Diese Art war ein Zeitgenosse der löwengroßen Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus, die ebenfalls zwischen etwa zehn bis 8,5 Millionen Jahren am Ur-Rhein existierte. Letztere war merklich größer, sie hatte eine Schulterhöhe von rund einem Meter und eine Kopfrumpflänge (ohne Schwanz) von etwa 1,90 Metern.

    Der Titel "Säbelzahnkatzen" ist bei "GRIN Verlag für akademische Texte" erschienen und unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen als gedrucktes Taschenbuch und als elektronisches E-Book erhältich. Das Taschenbuch und das E-Book sind reich bebildert. Unter den Abbildungen befinden sich etliche Zeichnung des spanischen Illustrators Mauricio Antón aus Madrid, der als Meister seines Faches gilt. Auch die Rekonstruktion von Paramachairodus aus obigem Video stammt von Mauricio Antón. Ernst Probst hat 2009 auch das Taschenbuch und das E-Book "Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter" bein "GRIN" veröffentlicht. "GRIN"-Titel sind in jeder guten Buchhandlung und in rund 1.000 Online-Buchshops erhältlich.

    *

    Inhaltsangabe des Taschenbuches "Säbelzahnkatzen":

    Säbelzahnkatzen oder Säbelzahntiger, wie man sie früher nannte, faszinieren seit eh und je die Menschen in aller Welt. Diese Raubkatzen mit ihren im Extremfall bis zu 28 Zentimeter langen Eckzähnen gehören zu den bekanntesten Säugetieren der Urzeit. Die ersten von ihnen jagten bereits im Miozän vor rund 15 Millionen Jahren auf unserem „Blauen Planeten“. Die letzten verschwanden gegen Ende des Eiszeitalters vor etwa 11.700 Jahren für immer aus der Natur. Mit diesen mehr oder minder eindrucksvollen Großkatzen befasst sich das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es stellt in Deutschland, Europa, Afrika, Asien und Amerika entdeckte Arten der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen sowie andere prähistorische Raubkatzen vor: nämlich Mosbacher Löwen, Höhlenlöwen, Europäische Jaguare, Leoparden, Schnee-Leoparden, Geparden und Pumas. Die Idee für dieses Taschenbuch über Säbelzahnkatzen reifte während der Recherchen für die 2009 erschienenden Titel "Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren" und 2Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter" von Ernst Probst. Denn dabei ging es oft auch um Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen. Das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ ist Professor Dr. Helmut Hemmer aus Mainz, Dr. Thomas Keller aus Wiesbaden und Dick Mol aus Hoofddorp (Niederlande) gewidmet. Professor Dr. Helmut Hemmer gilt als international renommierter Experte für fossile Katzen und war früher am Zoologischen Institut der Universität Mainz tätig. Dr. Thomas Keller arbeitet als Paläontologe am Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden und hat sich um die Erforschung der Mosbach-Sande und deren fossile Tierwelt verdient gemacht. Dick Mol ist Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter (vor allem Mammut) aus Hoofddorp (Niederlande). Alle drei haben dem Autor vielfach mit großer Geduld bei den Recherchen für verschiedene Taschenbücher geholfen. Ernst Probst hat mehr als 30 Bücher und Taschenbücher veröffentlicht. Am bekanntesten sind seine Werke „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“, „Deutschland in der Bronzezeit“, „Rekorde der Urzeit“, „Dinosaurier in Deutschland“ (zusammen mit Raymund Windolf) „Rekorde der Urmenschen“ und „Monstern auf der Spur“.

  • Interview über Löwen und Säbelzahnkatzen

    Eiszeitalter1

    Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, Autor der Taschenbücher „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ und „Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon“

    *

    Frage: Warum haben Sie zwei Taschenbücher über Höhlenlöwen und Säbelzahnkatzen geschrieben und veröffentlicht?

    Antwort: Daran ist mein Wohnort im Wiesbadener Stadtkreis schuld. Ich lebe nur wenige Kilometer von den weltberühmten Mosbach-Sanden entfernt, die nach dem ehemaligen Dorf Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich benannt sind. In diesen rund 600.000 Jahre alten Flussablagerungen aus einem warmem Abschnitt des Eiszeitalters hat man zahlreiche Zähne und Knochen von Raubkatzen gefunden.

    *

    Frage: Welche Raubkatzen sind bisher aus den Mosbach-Sanden nachgewiesen?

    Antwort: In den Mosbach-Sanden sind Reste des riesigen Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis), der löwengroßen Säbelzahnkatze (Homotherium crenatidens), des Europäischen Jaguars (Panthera leo gombaszoegensis) und des Geparden (Acinonyx pardinensis) gefunden worden. Die Originalfunde werden im Naturhistorischen Museum Mainz, im Museum Wiesbaden und im Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main aufbewahrt. Von anderen deutschen Fossilienfundstättten aus dem Eiszeitalter kennt man übrigens auch den Leopard und sogar den Puma.

    *

    Frage: Welche dieser Raubkatzen sind zu Lebzeiten am größten gewesen?

    Antwort: Die imposanteste Raubkatze aus den Mosbach-Sanden war der Mosbacher Löwe. Er erreichte – nach Berechnungen von Wissenschaftlern – eine Gesamtlänge bis zu 3,60 Metern, von denen etwa 1,20 Meter auf den Schwanz entfielen, und vielleicht eine Schulterhöhe bis zu 1,50 Metern. Heutige Löwen in Afrika sind rund einen halben Meter kürzer. Aus dem Mosbacher Löwen, der vor etwa 700.000 bis 300.000 Jahren in Europa vorkam, ist der Höhlenlöwe (Panthera leo fossilis) hervorgegangen.

    *

    Frage: Hat man in Deutschland mehr Reste von Mosbacher Löwen oder von Höhlenlöwen entdeckt?

    Antwort: Die Fundorte des Mosbacher Löwen in Deutschland kann man an den Fingern einer Hand abzählen. Dagegen kennt man vom Höhlenlöwen mindestens 100 Fundorte Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin.

    *

    Frage: Aus welchem deutschen Bundesland kennt man die meisten Fundorte von Höhlenlöwen?

    Antwort: Nach den Funden zu schließen, war Bayern ein wahres „Paradies für Höhlenlöwen“. Dort kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, aus Baden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 10, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, aus Niedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3 und aus Sachsen 2. Unter den Großstädten, in denen Fossilien von Höhlenlöwen zum Vorschein kamen, sind Stuttgart, Wiesbaden, Leipzig, Hamburg und Berlin. Dagegen wurden im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern bisher keine Höhlenlöwen gefunden.

    *

    Frage: An welchem deutschen Fundort kamen die meisten Reste von Höhlenlöwen zum Vorschein?

    Antwort: Nirgendwo auf der Erde sind mehr Zähne und Knochen von Höhlenlöwen geborgen worden als in der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern). Dort fand man Reste von rund 30 Höhlenlöwen. Der Höhlenlöwe mit dem wissenschaftlichen Namen Panthera leo spelaea ist 1810 von dem Arzt und Paläontologen Georg August Goldfuß (1782-1848), der zeitweise in Erlangen und später in Bonn lebte, nach einem Schädelfund aus der Zoolithenhöhle erstmals beschrieben und benannt worden.

    Antwort:

    *

    Frage: Welche Säbelzahnkatzen kennt man aus Deutschland?

    Antwort: Die Antwort klingt etwas verwirrend, weil die Wissenschaftler heute zwischen Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen unterscheiden. Im Miozän vor etwa 10 bis 8,5 Millionen Jahren lebten in Deutschland die Säbelzahnkatzen Machairodus aphanistus und im Eiszeitalter vor etwa 600.000 bis 11.700 Jahren zunächst die große Säbelzahnkatze Homotherium crenatidens und später die kleinere Art Homotherium latidens. Außerdem kennt man aus Deutschland die im Miozän vorkommenden Dolchzahnkatzen Paramacharodus ogygius und Paramachairodus orientalis und aus dem Eiszeitalter Megantereon cultridens.

    *

    Frage: Was fasziniert Sie an den Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen am meisten?

    Antwort: Mir haben es die besonders großen Säbelzahnkatzen wie Machairodus giganteus, die fast Tigerformat hatte, und die Dolchzahnkatze Smilodon populator besonders angetan. Letztere trug bis zu 28 Zentimeter lange Eckzähne. Beide Arten existierten – nach den Funden zu urteilen – außerhalb von Deutschland.

    *

    Frage: Wo kann man etwas über Raubkatzen aus grauer Urzeit lesen?

    Antwort: In meinen Taschenbüchern „Höhlenlöwen“ und „Säbelzahnkatzen“, aber auch in meinem Taschenbuch „Der Ur-Rhein“. Leseproben findet man bei www.grin.de und http://books.google.de - Bei „GRIN“ gibt es diese Titel als gedruckte Taschenbücher und elektronische E-Books. Außerdem kann man die Taschenbücher in jeder guten Buchhandlung bestellen, weil diese bei den wichtigsten deutschen Buchgroßhändlern „Libri“ und „KNO“ gelistet sind. Außerdem sind sie in rund 1.000 Online-Buchshops erhältlich.

    *

    Weblinks:

    Höhlenlöwen-Blog
    http://hoehlenloewen-blog.blogspot.com

    Säbelzahnkatzen-Blog
    http://saebelzahnkatzen-blog.blogspot.com

  • Branchiosaurier beim "Fossilienhandel Otto" in Wiesbaden

    BranchiosaurierOtto

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Der „Fossilienhandel Otto“ in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden präsentiert in seinem Online-Shop mit der Internetadresse http://fossilien-onlineshop.net die vermutlich größte Auswahl von kleinen Branchiosauriern aus der frühen Permzeit (Rotliegendzeit) vor etwa 290 bis 270 Millionen Jahren an.

    Dabei handelt es sich meistens um Branchiosaurier der Art Apateon pedestris aus Odernheim am Glan und anderen Fundorten aus der Pfalz. Neufunde von diesen Fossilien gibt es nicht mehr, weil in Rheinland-Pfalz seit 1986 das Suchen und Bergen von Fossilien verboten ist.

    Die beim „Fossilienhandel Otto“ angebotenen Branchiosaurier sind meistens fingerlang und erreichen weniger als zehn Zentimeter Gesamtlänge. An diesen kleinen Sauriern sind teilweise interessante Details zu erkennen wie Kiemenbündel, Zähne, Wirbelsäule, Beine, Finger, Schwanz und Hautschatten.

    Apateon pedestris gehört zur Gruppe der Branchiosaurier. Diese Amphibien atmeten im Jugendstadium noch mit Kiemen, später dann mit Lungen und lebten sowohl an Land als auch im Wasser, ähnlich wie viele heute noch lebende Frosch- und Molcharten.

    Die preiswertesten Branchiosaurier kosten 29 Euro, die teuersten 159 Euro. Ein Prachtstück ist eine Platte mit drei Branchiosauriern.

    Im Online-Shop des „Fossilienhandels Otto“ werden auch Bernsteine, fossile Pflanzen, Wirbellose und Wirbeltiere (Amphibien, Fische, Reptilien, Säugetiere und Vögel) angeboten.

  • Lesenswertes Buch über den Wolf

    Wiesbaden (wissenschafts-news) - 150 Jahre lang galt der Wolf in Deutschland als ausgerottet. Heute etablieren sich in Ostdeutschland wieder Rudel der scheuen Raubtiere, die vor allem aus Polen einwandern. Im Jahr 2000 wurde in der sächsischen Muskauer Heide zum ersten Mal Wolfsnachwuchs geboren, 2006 gebar eine Wölfin in der südbrandenburgischen Zschornoer Heide Welpen und 2007 wurden in Ostsachsen Spuren einen Wolfsfamilie entdeckt. Einzelne Tiere sind aber auch schon bis nach Niedersachsen und Hessen vorgedrungen. Dennoch ist der Wolf noch immer das seltenste Säugetier Deutschlands - und seine Wiederausbreitung stößt in der Bevölkerung nicht überall auf Gegenliebe. Zu tief verwurzelt scheint das Bild vom gierigen und bösen Wolf zu sein. Gegen Furcht und Vorurteile hilft indessen vor allem Wissen. Lernen Sie in dem Klassiker "Der Wolf" (NBB-Band 587, ISBN 3-89432-380-9) von Dimitry I. Bibikow das Tier hinter dem Mythos kennen: ein intelligentes, soziales und vor allem faszinierendes Wesen.

    Weitere Informationen finden Sie unter:
    http://www.neuebrehm.de/texts/webs_n.php?titlnr=3-89432-380-9&wseite=1,
    wo Sie den Band auch gleich bestellen können, oder Sie rufen einfach an oder schreiben eine E-Mail:
    Telefon: +49 (0) 39204 85016
    E-Mail: vertrieb (at) westarp.de

    Wenn Sie als Biologin/Biologe selbst Wölfe oder andere Tierarten erforschen und eine Plattform suchen, auf der Sie Ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vorstellen können, sollten Sie die Biologie-Datenbank "Brehmspace" mit der Internetadresse http://brehmspace.de besuchen, wo Sie Ihre Ergebnisse online publizieren können.

  • Weblog über den Urvogel Archaeopteryx gestartet

    Video: "Spore Contest: Archaeopteryx lithographica" von "Chibity" bei "YouTube"
    http://www.youtube.com/watch?v=ocr9UaetlbY

    Wiesbaden (wissenschafts-news) - Der Urvogel Archaeopteryx aus der Jurazeit vor etwa 150 Millionen Jahren mit Merkmalen von Vögeln und Reptilien gilt als eines der berühmtesten Fossilien der Erde. Diesem gefiederten Zeitgenossen von Dinosauriern und Flugsauriern in Bayern ist das "Archaeopteryx-Blog" mit der Internetadresse http://archaeopteryx-blog.blogspot.com gewidmet.

    Literatur zum Thema:
    Ernst Probst: Archaeopteryx. Der Urvogel aus Bayern. GRIN, München 2008
    Bestellungen bei:
    http://www.grin.com/e-book/114708/archaeopteryx-der-urvogel-aus-bayern

    Die ältesten, meisten und schönsten Urvögel kamen im Gebiet von Solnhofen, Eichstätt und Jachenhausen bei Riedenburg in Bayern zum Vorschein. Dort wurden bisher eine Feder und zehn Skelette von Urvögeln der taubengroßen Gattung Archaeopteryx entdeckt. Jene Vogelvorfahren aus der späten Jurazeit vor etwa 150 Millionen Jahren hatten Merkmale von Vögeln und von Reptilien. Mit diesen frühen Vogelvorfahren aus der Zeit der Dinosaurier und Flugsaurier befaßt sich das Taschenbuch „Archaeopteryx. Der Urvogel aus Bayern“. Die Texte dieses Buches stammen aus dem inzwischen vergriffenen Werk „Deutschland in der Urzeit“ (1986) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst und wurden – bis auf Kleinigkeiten – fast unverändert in alter deutscher Rechtschreibung übernommen. Die Informationen entsprechen dem damaligen Wissensstand.

    *

    Weitere Bücher von Ernst Probst:

    Affenmenschen
    Der Ur-Rhein
    Höhlenlöwen
    Monstern auf der Spur
    Rekorde der Urmenschen
    Rekorde der Urzeit
    Säbelzahnkatzen
    Seeungeheuer

  • Blog berichtet über Affenmenschen


    Video: "bigfoot patterson" von "tiagopsc" bei "YouTube"
    http://www.youtube.com/watch?v=IJjUt2sXo5o

    Wiesbaden (wissenschafts-news) - Das "Affenmenschen-Blog" informiert - wie sein Name verrät - über Affenmenschen aus aller Welt. Es berichtet über bekannte Affenmenschen wie Bigfoot und Yeti, aber auch über seltenere Formen wie Alma, Chuchuna, De-Loys-Affe, Ngoui-Rung, Orang-Pendek, Stinktier-Affe, Yeren und Yowie. Wenn möglich, werden die Texte mit Bildern oder Videoclips garniert. Das "Affenmenschen-Blog" ist unter der Adresse http://affenmenschen-blog.blogspot.com im Internet zu finden.

    Literatur zum Thema:
    Ernst Probst: Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti. GRIN Verlag für akademische Texte, München 2009
    http://www.grin.com/e-book/93660/affenmenschen

  • Interview mit dem Wissenschaftsautor Ernst Probst über Affenmenschen

    Video "Yeti Filmed in Poland" von "morningstarrtv
    " über angebliche Sichtung eines Affenmenschen in Polen bei "Youtube"
    http://www.youtube.com/watch?v=QzSY2r993Mw&feature=player_embedded

    *

    Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, der unter anderem das Taschenbuch „Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti“ geschrieben hat

    *

    Frage: Herr Probst, warum haben Sie ein Buch über „Affenmenschen“ geschrieben?

    Antwort: Mich interessieren außer ausgestorbenen Tieren wie beispielsweise Dinosauriern, Flugsauriern, Meeressauriern, Urvögeln, Mammuts, Höhlenlöwen, Säbelzahnkatzen, Höhlenbären und Menschenaffen auch Fabelwesen wie Riesen, Drachen, Einhörner und Seeungeheuer sowie so genannte Kryptiden wie Nessie, Bigfoot und Yeti. Kryptiden sind Lebewesen, deren Existenz von Kryptozoologen vermutet wird, aber nicht bewiesen ist.

    *

    Frage: Glauben Sie an die Existenz von Affenmenschen?

    Antwort: Ich glaube nicht, dass irgendwo in einem versteckten Winkel der Erde Affenmenschen wie Bigfoot, Yeti oder andere ihr Leben fristen. Aber ich kann nicht ausschließen, dass irgendwann auf unserem Planeten ein bisher unbekannter Halbaffe, Affe oder Menschenaffe entdeckt wird. Eine Boulevardzeitung hat zwar behauptet, ich sei der Meinung, dass es sich beim Affenmenschen um eine aus der Urzeit stammende Affenart handeln könnte, von der bekannt sei, dass sie eine Größe von drei Metern erreichen konnte. Aber ich habe in Wirklichkeit etwas ganz anderes gesagt. Nämlich, dass in der Urzeit in Asien ein riesiger Menschenaffe namens Gigantopithecus gelebt hat, der eine Höhe von zwei bis zu drei Metern erreicht haben soll. Manche Kryptozoologen vermuten, dass bestimmte Affenmenschen Nachfahren dieses Gigantopithecus seien. Ich selbst glaube dies aber nicht.

    *

    Frage: Wo hat man angeblich Affenmenschen gesichtet?

    Antwort: Angebliche Sichtungen von Affenmenschen wurden aus allen fünf Erdteilen bekannt, vor allem aus Asien (Alma, Chuchunaa, Yeren, Ngoui Rung, Orang Pendek, Yeren,Yeti) und Amerika (Bigfoot, Stink-Affe, De-Loys-Affe), aber auch aus Australien („Böser Geist“ Yeren), Afrika und Europa.

    *

    Frage: Sind die Beschreibungen von Affenmenschen identisch?

    Antwort: Die Beschreibungen der angeblich beobachteten Affenmenschen sind sehr unterschiedlich. So schwanken die Angaben über die Größe bzw. Höhe der Affenmenschen je nach Form zwischen nur 1,20 Metern („Kurzer Mensch“ Orang Pendek auf Sumatra) bis zu unglaublichen 4,80 Metern (größte Form des Yeti). In der einschlägigen Literatur ist aber auch von kleineren Formen des Yeti mit nur 1, 1,80 oder 2,70 Meter Höhe die Rede. Bigfoot aus Nordamerika soll Schuhgröße 61 erreicht haben. Auch die Verhaltensweisen und Fähigkeiten werden sehr unterschiedlich geschildert. Zum Beispiel: scheu und friedlich wie der kleine Orang Pendek und der „Schneemensch“ Yeti im Himalaja, angriffslustig wie der „Bandit“ Chuchunaa in Sibirien, Yeren in China oder der De-Loys-Affe in Südamerika, fürchterlich stinkend wie der Stink-Affe in Florida, Kleidung tragend wie Chuchunaa in Sibirien oder Feuer machend wie der „Vietnamesische Yeti“ Ngoui Rung. Als Vorfahren werden riesige Menschenaffen („Schneemensch“ Yeti), Frühmenschen (Orang Pendek auf Sumatra) oder Neandertaler („Wilder Mensch“ Alma in der Mongolei) diskutiert. Der Yeti wurde früher sogar phantasievoll als kälteunempfindlicher Ur-Germane gedeutet.

    *

    Frage: Gibt es etwas, was sie beim Thema Affenmenschen amüsiert?

    Antwort: Ich schmunzle immer wieder darüber, dass Fotos oder Filme, die angeblich Affenmenschen zeigen, so unglaublich unscharf sind. Es ist schon ein wahres Kunststück, mit heutigen modernen Kameras so schlechte Aufnahmen zu machen. Manchmal kommt es vor, das Leser/innen sich über die schlechte Druckqualität von Affenmenschen-Fotos in meinem Affenmenschen-Taschenbuch bitter beklagen und mir diese anlasten. Dazu kann ich nur sagen: Von Lebewesen, die es nicht gibt, kann man keine gestochen scharfen Aufnahmen anfertigen!

    *

    Frage: Kann man im Internet einen Blick in das Taschenbuch „Affenmenschen“ werfen?

    Antwort: Eine Leseprobe des Taschenbuches „Affenmenschen“ ist bei der „Google Buchsuche“ unter der Adresse http://books.google.de/books?id=7nwMydGpGUkC&printsec=frontcover&dq=Affenmenschen+Probst#v=onepage&q=&f=false im Internet zu finden.

    *

    Frage: Wo ist Ihr Taschenbuch über „Affenmenschen“ erhältlich?

    Antwort: Das Taschenbuch „Affenmenschen“ ist bei rund 1000 Online-Buchshops erhältlich. Zum Beispiel bei Amazon, Libri, buch.de und bol.de, außerdem in jeder guten Buchhandlung, weil dieser Titel bei den Buchgroßhändlern Libri und KNO gelistet ist. Es wird auch in etlichen ausländischen Buchshops angeboten.

    *

    Frage: Gibt es noch andere Bücher von Ihnen zu ähnlichen Themen?

    Antwort: Ja, nämlich „Monstern auf der Spur. Wie die Sagen über Drachen, Riesen und Einhörnern entstanden“ und „Seeungeheuer. Von Nessie bis zum Zuiyo-maru-Monster“. Beide sind bei „GRIN“ erschienen und in rund 1000 Online-Buchshops zu haben.

    *

    Bestellungen des Taschenbuches oder des E-Books „Affenmenschen“ bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ unter:
    http://www.grin.com/e-book/93660/affenmenschen

    *

    Taschenbücher von Ernst Probst bei „GRIN“:
    Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti
    Archaeopteryx. Der Urvogel aus Bayern
    Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren
    Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter
    Monstern auf der Spur. Wie die Sagen über Drachen, Riesen und Einhörner entstanden
    Rekorde der Urmenschen. Erfindungen, Kunst und Religion
    Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere
    Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon
    Seeungeheuer. Von Nessie bis zum Zuiyo-maru-Monster

  • Museum in Rodgau-Jügesheim zeigt 290 Millionen Jahre alte Haie und Saurier

    Jügesheim (wissenschafts-news) - Eine Sonderausstellung mit 290 Millionen Jahre alten Fossilien aus der Urzeit der näheren Region veranstaltet Gerhard Lämmlein am 6. September 2009 im „Museum für Heimat- und Erdgeschichte“ in Rodgau-Jügesheim. Traditionell zur Giesemer Kerb in Jügesheim wird eine Ausstellung präsentiert, diesmal sind es Funde aus den Plattenkalken von Dreieich-Götzenhain: Süßwasserhaie, urtümliche Knochenfische und Kleinsaurier (salamanderartige Amphibien). Diese Fossilien wurden von Wolfgang Ott aus Offenbach am Main, Mitglied der Arbeitsgruppe Palaeo-Geo e. V., Kelkheim, in den vergangenen 20 Jahren in der Umgebung von Götzenhain gesammelt. Zudem sind Fotos einer Grabungskampagne der Arbeitsgruppe in der Ortsumfahrung Götzenhain im Jahre 2006 zu sehen: Mit der mehrmonatigen Ausgrabung von Vereinsmitgliedern im Auftrag des Hessischen Landesmuseums Darmstadt konnten erstmals in diesem Gebiet Wirbeltierfossilien großflächig aus einem Plattenkalk-Horizont geborgen werden.

    Die bei Dreieich-Götzenhain ausgegrabenen Fossilien haben dazu geführt, dass sich diese Lokalität als die reichste Fundstelle von Wirbeltieren im so genannten „höheren Rotliegenden“ (einem Abschnitt der Permzeit im ausgehenden Erdaltertum) Westdeutschlands herausgestellt hat. Vor etwa 290 Millionen Jahren lagerten sich bei Götzenhain plattige Kalke ab. Diese fossilhaltigen Sedimente sind in einem Süßwassersee entstanden, der einem von Lothringen bis Thüringen reichenden Gewässersystem angehörte. Unsere Region lag zu dieser Zeit auf 20 Grad nördlicher Breite, klimatisch vergleichbar mit der heutigen Sahel-Zone Afrikas. Dazu kam intensiver Vulkanismus, der die Lebensräume einschränkte. Trotzdem existierten während der Ablagerungszeit der Rotliegend-Plattenkalke vereinzelte Seen, die Fischen und Lurchen einen Lebensraum boten.

    Im Gegensatz zum Rodgau, der nur in tieferen Lagen Sedimente aus dieser Zeit aufzuweisen hat, stehen in Götzenhain entsprechende Gesteine an der Erdoberfläche an: Der so genannte „Sprendlinger Horst“ wurde im Laufe der Erdgeschichte gehoben und fiel danach nur zum Teil der Abtragung zum Opfer.

    Das Museum für Heimat- und Erdgeschichte im Alten Schwesternhaus (Eingang Feuerwehrparkplatz am Ostring) in Jügesheim, ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Zur Mittagszeit werden Haspel mit Kraut sowie Hackbraten (für Kinder Bockwürstchen) und nachmittags Kaffee und Kuchen geboten.

    Jedes Kind, das mit seinen Eltern die Ausstellung besucht, darf eine Versteinerung mit nach Hause nehmen. Der Eintritt ist frei.

  • Wie die Fledermäuse fliegen lernten

    Fossil aus der Grube Messel / Ursprung der Echoortung

    Neue Erkenntnisse der Genetik sowie sensationelle Fossilfunde erhellen endlich die Evolution der Fledermäuse – und glätten die Wogen einer langjährigen Debatte über die Ursprünge ihrer Flugfähigkeit und Echoortung.

    Aus: Spektrum der Wissenschaft, September 2009

    An lauen Sommerabenden sind sie häufig zu sehen: blitzschnell umherschwirrende Fledermäuse auf der Jagd nach Insekten. Neben der erstaunlichen Eleganz der Flüge können Sie an diesen Tieren aber auch eine der spektakulärsten Erfolgsgeschichten der Evolution erkennen. Wie Forscher in der September-Ausgabe von "Spektrum der Wissenschaft" berichten, half ihnen ein spektakulärer Fund aus der Grube Messel bei Darmstadt, die Frage weitgehend aufzuklären, wann in der Erdgeschichte die Tiere das Fliegen und Jagen per Echoortung lernten.

    Gemeinsam mit ihren nahen Verwandten, den Flughunden, bilden Fledermäuse die Gruppe der Fledertiere, die mit Ausnahme der Antarktis jeden Kontinent erobert hat. Fledertiere sind eine ungewöhnlich artenreiche Gruppe, jede fünfte heute lebende Säugetierart gehört dazu. Der Schlüssel für die Entwicklung dieser Lebewesen zu so viel Prominenz liegt natürlich in ihrer Flugfähigkeit. Sie erlaubt es ihnen, Ressourcen auszubeuten, die andere Säugetiere nicht erreichen können. Dieser Erfolg war ihnen wohl kaum in die Wiege gelegt: Kein anderes Säugetier hat je den Luftraum erobert. Die Frage, wie es den Fledertieren im Einzelnen gelungen ist, von flugunfähigen Vorfahren zu Herrschern des Nachthimmels aufzusteigen, hat Biologen seit Jahrzehnten intensiv beschäftigt.

    Um zu verstehen, wie andersartig die Tierordnung der Fledertiere ist, zeigen die Flügel. Einige Säugetiere wie die Flughörnchen können von Baum zu Baum gleiten, weil sich von den Vorder- zu den Hinterbeinen ein Gleitschirm aus Haut spannt. Tatsächlich vermuten die meisten Fachleute, dass Fledertiere von baumbewohnenden Vorfahren abstammen, die Gleitflieger waren. Zum aktiven Flug sind unter den Säugetieren jedoch nur sie in der Lage – das ist eine viel kompliziertere Angelegenheit als ein Gleitfliegen. Fledertiere verdanken diese Fähigkeit dem Aufbau ihrer Flügel.

    Doch dauerte es lange, bis Biologen einige Antworten auf ihre Fragen fanden. Im letzten glückte es einem internationalen Team von Forschern, darunter vom Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt, die Geheimnisse von Fossilien einer bis dahin unbekannten Fledermausart zu lüften. Sie sollten grundlegende Einblicke in diese rätselhafte Verwandlung liefern.

    Das Fossil der Art Onychonycteris finneyi – die ursprünglichste bekannte Fledermaus – schließt die Lücke zwischen modernen Fledertieren und vierfüßigen Säugern. Die Leiterin des Forschungsteams, die Zoologin Nancy B. Simmons vom American Museum of Natural History in New York, schildert selbst die Resultate dieser aufwendigen Analyse. Merkmale wie die stark verlängerten Finger sowie die Form von Brustkorb und Schulter belegen, so fand das Team heraus, dass Onychonycteris aktiv fliegen konnte. Doch hat sie noch relativ lange Hintergliedmaßen und Krallen an allen fünf Fingern – Überbleibsel von ihren nicht fliegenden Vorfahren. Dieser Art fehlen außerdem Merkmale, die mit der Echoortung in Verbindung stehen, was zeigt, dass Fledertiere ihre Flugfähigkeit vorher entwickelt haben mussten. Dieser evolutionäre Übergang könnte sehr schnell eingetreten sein – mit nur wenigen oder gar keinen Übergangsformen.

  • Vor 200 Jahren geboren: Ludwig Lindenschmit

    Mainz (wissenschafts-news) - Das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz (RGZM) zeigt vom 10. September 2009 bis zum 10. Januar 2010 anlässlich des 200. Geburtstages von Ludwig Lindenschmit dem Älteren (1809-1893) die Ausstellung "Leidenschaft Archäologie".

    Ludwig Lindenschmit d. Ä. kam am 4. September 1809 in Mainz zur Welt. Von Hause aus war er eigentlich Zeichenlehrer und Künstler. Doch bekannt und berühmt wurde er als einer der Gründungsväter und erster Direktor des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz.

    Lindenschmits Leidenschaft ist der Erfolg der "Idee RGZM" zu verdanken. Wenngleich diese Idee aus dem Zeitgeist heraus geboren wurde, war sie für die noch junge Wissenschaft Archäologie geradezi revolutionär. Auf Lindenschmits Engagement beruhen nicht nur die Ausstellungen und Werkstätten, sondern auch die Rolle des RGZM als eines der bedeutendsten archäologischen Forschungsinstitutes.

    Die Ausstellung informiert über die Person von Ludwig Lindenschmit als Museumsgründer, Archäologe, Künstler und Mainzer. Zur Ausstellung ist eine reich bebilderte Publikation erschienen.

  • Blick ins Taschenbuch "Superfrauen 5 - Wissenschaft"

    Inhaltsangabe des Taschenbuches "Superfrauen 5 - Wissenschaft":

    Erstaunlich wenig bekannt ist immer noch, welche bedeutenden Leistungen tüchtige und kluge Frauen in Wissenschaft und Technik vollbracht haben. Dies liegt wohl daran, dass dieses Thema in Nachschlagewerken, Handbüchern und Lexika oft nicht gebührend oder gar nicht behandelt wird. Ob die zumeist männlichen Autoren dieser Werke dies unwissentlich oder absichtlich getan haben, lässt sich nicht klären. Trotzdem hat es immer wieder couragierte und geniale Frauen gegeben, denen es gelungen ist, die Schranken des von Männern beherrschten Systems zu durchbrechen und ihren mathematischen, naturwissenschaftlichen oder technischen Interessen nachzugehen. Sei es die erste Mathematikerin Hypatia in Ägypten, die erste europäische Professorin Laura Bassi in Italien, die erste Programmiererin Ada Byron Countess of Lovelace in England oder die Kometenjägerin Caroline Herschel in Deutschland. Das vorliegende Taschenbuch „Superfrauen 5“ will die großen Leistungen, die Frauen in Wissenschaft und Technik zuzuschreiben sind, mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Es präsentiert 41 Lebensläufe in Wort und Bild sowie zahlreiche weitere kurze Hinweise auf verdienstvolle Forscherinnen. Es schildert, wie mühsam sich tapfere Frauen einen Platz in der Wissenschaftsgeschichte erkämpften.

    *

    Bestellungen bei:
    http://www.grin.com/e-book/133237/superfrauen-5-wissenschaft#

  • Räuberische Bärenhunde am Ur-Rhein

    Eppelsheim (wissenschafts-news) – Im Miozän vor rund zehn Millionen Jahren haben am Ufer des Ur-Rheins in Rheinhessen neben Säbelzahntigern und Hyänen auch räuberische Bärenhunde gejagt. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.

    Bei den Bärenhunden (wissenschaftlich Amphicyonidae genannt) handelt es sich um eine ausgestorbene Familie der Hundeartigen Raubtiere. Sie glichen äußerlich einer Mischung aus Bären und Hunden, weswegen man sie als Bärenhunde oder Hundebären bezeichnet.

    Die Form ihres Körpers erinnerte an Bären, die Form ihres Kopfes und die Anordnung ihrer Zähne dagegen an Bären. Diese Raubtiere traten – wie Bären und der Mensch – mit der ganzen Sohle auf (Sohlengänger) anstatt nur mit den Zehen (Zehengänger) wie die meisten Katzen.

    Im Miozän (etwa 23 bis 5 Millionen Jahre) entwickelten sich verschiedene Formen von Bärenhunden vom Allesfresser bis zum hochspezialisierten Fleischfresser. Als bekannteste Gattung der Bärenhunde im Miozän gilt Amphicyon. Sie ist auch aus den etwa zehn Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins in Rheinhessen nachgewiesen.

    In Deutschland war der Bärenhund Amphicyon im Miozän eines der größten Raubtiere. Männliche Tiere dieser Gattung waren bis zu zwei Meter lang und wogen schätzungsweise bis zu 300 Kilogramm. Amphicyon sah aus wie ein großer Bär, trug aber scharfe Zähne wie ein Wolf. Sein Hals war dick, seine kurzen Beine wirkten gedrungen und der Schwanz sah kräftig aus. Das weiß man aufgrund eines Skelettfundes dieser Gattung aus Südfrankreich.

    Der Bärenhund Amphicyon lebte ähnlich wie ein heutiger Braunbär. Wie Letzterer fraß er Pflanzen (Beeren, Nüsse und andere Früchte) sowie Fleisch. Seine Beutetiere tötete er mit kräftigen Prankenschlägen. Mit seinen großen Muskelansatzstellen am Schädel und seinen kräftigen Reißzähnen konnte Amphicyon vermutlich sogar große Knochen zerbeißen.

    Die aus den Dinotheriensanden bei Eppelsheim bekannte Art Amphicyon eppelsheimensis (früher Amphicyon major eppelsheimensis genannt) erreichte eine Gesamtlänge von ca. 1,90 Metern und eine Schulterhöhe von etwa 0,85 Meter. Amphicyon eppelsheimensis wurde 1930 von dem Darmstädter Paläontologen Karl Weitzel (1890–1949) beschrieben. Diese Art ist aus Eppelsheim, Gau-Weinheim und vom Wissberg bei Gau-Weinheim bekannt.

    Ein weiterer Bärenhund namens Agnotherium antiquum aus Eppelsheim wurde bereits 1833 von dem Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup beschrieben. Ihm war bei der Namengebung bewusst, dass es sich um ein gefährliches Raubtier handelt. Der Gattungsname Agnotherium besteht nämlich aus den griechischen Wörtern „agnostos“ (unbekannt) und „therion“ (wildes Tier).

    Das reich bebilderte Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ ist in rund 100 Online-Buchshops – wie Amazon, GRIN oder Libri – erhältlich.

  • Am Ur-Rhein lebten mehr Elefantenarten als heute in Afrika

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Vor etwa zehn Millionen Jahren lebten in Deutschland mehr Elefantenarten als heute in Afrika und Asien zusammen. Damals gab es in Deutschland insgesamt fünf Elefantenarten, während gegenwärtig in Afrika nur noch zwei Spezies und in Asien sogar nur noch eine Art existieren. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.

    Der größte und bekannteste Elefant am Ur-Rhein in Rheinhessen war Deinotherium giganteum („Riesiges Schreckenstier“) mit einer Schulterhöhe bis zu etwa 3,60 Metern. Im Gegensatz zu anderen Elefanten trug dieses Rüsseltier zwei nach unten gekrümmte Stoßzähne im Unterkiefer. Deinotherium giganteum wird auch Hauer-Elefant oder Rhein-Elefant genannt.

    Weil in den Ablagerungen des Ur-Rheins häufig Zähne und Knochenreste von Deinotherium giganteum gefunden wurden, nannte man diese Dinotheriensande. Aus den Dinotheriensanden kamen aber auch Reste anderer Elefanten sowie von Nashörnern (teilweise ohne Horn), krallenfüßigen „Huftieren“, Tapiren, dreizehigen Ur-Pferden, kleinwüchsigen Hirschen, Wald-Antilopen, Schweinen, Bärenhunden mit Merkmalen von Bären und Hunden, Katzenbären, Insektenfressern, Hyänen, Säbelzahnkatzen und sogar von Menschenaffen zum Vorschein.

    Über diese exotische Tierwelt informiert das Dinotherium-Museum in Eppelsheim (Kreis Alzey-Worms) in Rheinhessen, das der Idee und Initiative des dortigen früheren Bürgermeisters Heiner Roos zu verdanken ist. Das Taschenbuch ist Heiner Roos und dem dem Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803-1873) gewidmet, der sich um die Erforschung der Dinotheriensande in Rheinhessen verdient gemacht hat.

    Der Ur-Rhein hatte vor rund zehn Millionen Jahren einen ganz anderen Lauf als heute und war viel kürzer als der jetzige Rhein. Er floss nicht durch die Gegend von Oppenheim, Nierstein, Nackenheim, Mainz, Wiesbaden und Ingelheim, sondern ungefähr 20 Kilometer westlich davon über die Gegend von Alzey zur Binger Pforte. Die bekanntesten Fundorte mit Ablagerungen des Ur-Rheins sind Eppelsheim, Gau-Weinheim und der Wissberg bei Gau-Weinheim.

    In die Geschichte der Paläontologie ging der 1835 bei Eppelsheim entdeckte Oberschädel des „Riesigen Schreckenstieres“ (Deinotherium giganteum) ein, das von damaligen Gelehrten oft verkannt wurde. Man hielt das Deinotherium beispielsweise für ein Riesenschuppentier, einen Riesentapir und eine Riesenseekuh, bevor seine wahre Natur als Rüsseltier erkannt wurde.

    Der Originalfund des Oberschädelfundes von Deinotherium giganteum befindet sich im Naturhistorischen Museum London. Abgüsse davon sind unter anderem in Museen in Basel, Frankfurt am Main, Darmstadt, Mainz und in Eppelsheim zu bewundern.

    Weltbekannt ist auch ein rund 28 Zentimeter langer Oberschenkelknochen aus der Gegend von Eppelsheim. Dieses Fossil gilt weltweit als historisch erster Fund eines Menschenaffen und wird der Art Paidopithex rhenanus zugerechnet. Noch heute streiten Experten in aller Welt über diesen wissenschaftlich wertvollen Fund und deuten ihn sehr unterschiedlich.

    Das Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ ist reich mit Fotos und Zeichnungen bebildert. Eine besondere Augenweide sind ein Gemälde und 21 Zeichnungen von Tieren aus der Zeit vor rund zehn Millionen Jahren. Diese Abbildungen wurden von dem akademischen Maler Pavel Major aus Prag im Auftrag der Gemeinde Eppelsheim und des Fördervereins Dinotherium-Museum e.V. Eppelsheim angefertigt und gehören zu den Attraktionen im sehenswerten Dinotherium-Museum in Eppelsheim.

    Zum Gelingen des Taschenbuches haben Heiner Roos, der Förderverein Dinotherium-Museum e.V. Eppelsheim, die Gemeinde Eppelsheim, Dr. Jens Lorenz Franzen, Dr. Gerhard Storch, Dr. Jens Sommer, Dr. Frank Holzförster, Professor Dr. Wolfgang Schirmer, Dr. Winfried Kuhn, Dr. Ursula Bettina Göhlich, Mag. Thomas Bence Viola, Dr. Oliver Sandrock, Dr. Thomas Keller und Thomas Engel maßgeblich beigetragen.

    *

    Bestellungen des Taschenbuches "Der Ur-Rhein" bei:
    http://www.amazon.de/Ur-Rhein-Rheinhessen-zehn-Millionen-Jahren/dp/3640248015/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=books&qid=1232813952&sr=8-5

    *

    Bestellungen des E-Books "Der Ur-Rhein" bei:
    http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/120422.html

  • Smillodon populator hatte besonders lange Eckzähne

    Video: "Smilodon populator" von "TvAnimals" bei "YouTube"
    http://www.youtube.com/watch?v=x3GFhy2RhJ4

    *

    Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

    *

    Frage: Welcher Säbelzahntiger trug die größten Eckzähne (auch Fangzähne genannt)?

    Antwort: Die größten Eckzähne besaß – nach den Funden zu schließen – der Säbelzahntiger Smilodon populator aus östlichen Gebieten von Südamerika. Dessen obere Eckzähne waren bis zu 28 Zentimeter lang, von denen maximal 17 Zentimeter aus dem Oberkiefer ragten. Smilodon populator erreichte eine Schulterhöhe von ca. 1,20 Metern, eine Kopfrumpflänge von etwa 2,10 Metern und ein Gewicht von rund 220 bis 260 Kilogramm. Zur Kopfrumpflänge kam noch ein schätzungsweise 20 Zentimeter langer Schwanz dazu. Nach heutiger Anschauung gehört Smilodon populator nicht zu den Säbelzahntigern bzw. Säbelzahnkatzen, sondern zu den so genannten Dolchzahnkatzen. Letzterer Begriff hat sich allerdings bei Laien und teilweise auch bei Wissenschaftlern noch nicht ganz durchgesetzt. Dolchzahnkatzen waren im Gegensatz zu Säbelzahnkatzen eher robust gebaut, besaßen kurze und kräftige Beine, einen gestreckten Körper sowie längere und schmalere Eckzähne. Der Gattungsname Smilodon bedeutet „Messerzahn“ und der Artname populator „Er, der die Vernichtung bringt“. Ein Bild von Smilodon populator ist im Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ zu sehen.

    *

    Literatur zum Thema:

    Ernst Probst: Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon. GRIN, München 2009

  • Schrumpft Beteigeuze?

    Messungen über einen Zeitraum von eineinhalb Dekaden ergaben, dass sich der Durchmesser des hellsten Sterns im Sternbild Orion verringert hat. Hat er dies wirklich?

    Aus: Sterne und Weltraum, August 2009

    Auch Sterne altern. Und zwar umso schneller, je größer ihre Anfangsmasse war. In den Kernen der Sterne (auch die Sonne ist ein Stern) herrschen unvorstellbare Bedingungen. Druck und Temperatur sind so hoch, dass dort Wasserstoff zu Helium fusioniert. Dies geschieht bis ins hohe Sternenalter. Neigt sich der Vorrat allmählich dem Ende zu, beginnt die Fusion von Helium zu Kohlenstoff. Der Stern hat sich eine neue Energiequelle erschlossen und entwickelt sich in seine finale Phase. Bei massereichen Sternen mündet sie in einer Supernova-Explosion.

    Unsere Sonne mit ihren 1,4 Millionen Kilometern Durchmesser ist ein Zwergstern. Man müsste die Sonne rund hundert Mal nebeneinander legen, um den Abstand von der Sonne zur Erde zu überbrücken. Beteigeuze hingegen ist ein Roter Riesenstern. Sein Durchmesser ist so gewaltig, dass er den Abstand Sonne–Erde mühelos fünffach übertrifft. Mit der 15- bis 20-fachen Sonnenmasse besitzt Beteigeuze die Voraussetzung, als Supernova zu explodieren. Allerdings weiß heute niemand, wann genau dies geschehen wird. Es kann nach Tausend Jahren passieren, aber auch erst in Millionen Jahren – astronomisch gesehen in kurzer Zeit.

    Aus diesem Grund ist es höchst interessant, solche Sterne wie Beteigeuze intensiv zu studieren. Kürzlich meldete nun eine Forschergruppe um den Nobelpreisträger Charles H. Townes, dass Beteigeuze in den letzen 15 Jahren seinen Durchmesser um etwa 16 Prozent verringert hat. Solche Messungen sind keineswegs einfach und erfordern hochentwickeltes Messgerät. Der mittlerweile 95-jährige Townes verwendete das unter seiner Leitung erbaute, im infraroten Spektralbereich arbeitende Interferometer ISI auf dem Mount Wilson in Kalifornien, USA. Interferometer gestatten das Messen allerkleinster Winkel.

    Auf der ganzen Welt existiert nur eine Handvoll solcher Geräte, die jene winzigen Sternscheibchen am Himmel überhaupt auflösen können. Vergleichbar ist die Aufgabe, die Dicke einer CD aus zehn Kilometern Distanz zu bestimmen. Nur bei recht wenigen nahen Sternen ist eine solche Messung bisher gelungen. Zwar befindet sich Beteigeuze in der nicht gerade geringen Entfernung von rund 640 Lichtjahren, sein großer Durchmesser vom 1200-fachen der Sonne rückt ihn aber in den Bereich, der den Interferometern zugänglich ist: Sein Winkeldurchmesser am Himmel beträgt den zwanzigsten Teil einer Bogensekunde. Seine enorme Größe verleiht Beteigeuze eine hohe Leuchtkraft, die ihn selbst aus dieser großen Distanz zu einem der hellsten Sterne am Nachthimmel macht.

    Die Photosphären der Sterne sind jene Regionen, aus denen das beobachtbare Licht stammt. Sie begrenzen die Sterne nach außen hin. Rote Riesen wie Beteigeuze besitzen eine ausgedehnte Photosphäre. Bei Beteigeuze beträgt sie rund 3300 Kelvin und leuchtet in einem rötlichen Farbton. Zum Vergleich: Die Temperatur der Sonnenphotosphäre liegt bei 5800 Kelvin und verleiht der Sonne eine gelbliche Farbe. Aus Modellrechnungen wurde gefolgert, Rote Riesen sollten langlebige ausgedehnte Konvektionszellen besitzen, in denen heiße Sternmaterie aus dem Inneren bis in die Photosphäre aufsteigt und dort abkühlt, bevor sie einem Mahlstrom gleich wieder in das Sterneninnere absinkt. In der Helligkeitsverteilung der sichtbaren Sternoberfläche würde sich dies als großer heller Flecken zeigen und die Durchmesserbestimmungen per Interferometer beeinflussen.

    Jüngste Messungen mit AMBER, einem Interferometer am Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte in Chile, deuten zusammen mit weiteren Untersuchungen an Beteigeuze jedoch darauf hin, dass bei ihm die Aktivität solch ausgeprägter Konvektionszellen nicht so hoch sein dürfte wie befürchtet und der Befund der Gruppe um Charles Townes vermutlich zutrifft: Beteigeuze schrumpft tatsächlich.

    Über "Sterne und Weltraum"
    "Sterne und Weltraum", die 1962 gegründete Zeitschrift für Astronomie, berichtet umfassend, anschaulich und informativ über alle Bereiche der Astronomie, der Weltraumforschung und der Amateurastronomie. Fachleute präsentieren allgemeinverständlich die aktuellen Ergebnisse ihrer astronomischen Forschung und beschreiben die Entwicklung neuartiger Instrumente, Observatorien und Messverfahren. Amateurastronomen geben Tipps zum Beobachten interessanter Himmelsobjekte und -phänomene, testen Teleskope und deren reichhaltiges Zubehör und geben dem Sternfreund fundierte Anleitungen zur eigenständigen Erkundung des Sternenhimmels, zur Astrofotografie sowie zum Auswerten ihrer Beobachtungen. Produkte für die Amateurastronomie werden ebenso vorgestellt wie die schönsten Fotos von Galaxien, Sternhaufen und farbenprächtigen Nebeln. Beiträge aus der Astronomiegeschichte und zu Fragen des naturwissenschaftlichen Weltbildes runden das Themenspektrum ab.

    Auf der Homepage www.astronomie-heute.de stellt "Sterne und Weltraum" täglich aktuelle Meldungen aus Astronomie und Raumfahrt zur Verfügung. Neben neuen Medienformen wie Podcasts, Blogs und RSS-Feeds, finden sich hier auch Hintergrundinformationen, Veranstaltungstermine und Kleinanzeigen.

  • Erstaunliche Funde der Marssonde Phoenix

    Aus: Sterne und Weltraum, August 2009

    Frühestens im Jahr 2033, fast 70 Jahre nach der Mondlandung, sollen erstmals Menschen den Mars betreten. Ironischerweise ist der Rote Planet jedoch bereits jetzt besser erforscht als der Erdtrabant, denn unsere mechanischen Stellvertreter fahren, messen und graben dort schon seit 1976. Stereo-Augen, eine Wetterstation und ein vollautomatisches Bodenprobenlabor gehören zur Ausrüstung der NASA-Sonde Phoenix, dank der die Planetologen nun ein schlüssiges Bild der Marsoberfläche haben. Auch die Chancen auf Leben müssen neu bewertet werden.

    Von den bisher sechs Sonden, die erfolgreich auf dem Mars landeten, setzte Phoenix als erste in einer polaren Region auf. Messungen von Raumsonden ließen schon lange darauf schließen, dass dort ein ausgedehnter Permafrostboden mit Wassereis nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche existiert. Nachdem im Jahr 1999 der "Mars Polar Lander" beim Anflug zerschellte, fieberten Planetenforscher im Mai 2008 nun umso heißer den Messergebnissen entgegen. Ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Als die Roboterschaufel der Sonde sich in den staubigen Boden grub, glitzerten sofort mit dem bloßem Kamera-Auge sichtbare Eisstücke hervor.

    Die Hoffnung war groß, dass das gefrorene Wasser organische Moleküle vor dem zerstörerischen Klima unseres Nachbarplaneten geschützt hatte. Um dem nachzugehen, besaß Phoenix eine vollautomatisches Labor zur mikroskopischen und chemischen Analyse von Bodenproben. Von den zahlreichen Ergebnissen berichtet die Zeitschrift "Sterne und Weltraum" in ihrer Augustausgabe. Leider fand Phoenix keine organischen Verbindungen. Mehr noch wiesen die Tests eine starke Konzentration von Perchlorationen nach, die zusammen mit Wasser die hochagressive Perchlorsäure ergeben. Sollten diese Bedingungen auf der gesamten Oberfläche des Mars vorherrschen, so wäre es unwahrscheinlich, dass sich dort einst primitives Leben entwickelt hat.

    Trotzdem waren die Untersuchungen ein großer Erfolg. Das Labor von Phoenix fand zahlreiche bekannte Substanzen wie Kalk und Gips und konnte feststellen, wie schnell sich die obere Bodenschicht in der Umgebung verändert. Ebenso wichtig waren die dreidimensionalen Himmelsbeobachtungen der Sonde. Erstmals konnte beispielsweise Schneefall aus Wolken dokumentiert werden, wobei dieser nie den Boden erreicht. Auch zahlreiche Windhosen, Staubteufel genannt, zogen durch das Sichtfeld der 3-D-Kameras.

    Im November 2008 funkte Phoenix seine letzten Signale, bevor er im unter -120 Grad Celsius kalten Marswinter einfror. Die Suche nach Leben auf dem Mars endet jedoch keineswegs mit der Mission. Sie wird an anderen Orten wie tief unter der Oberfläche fortgesetzt werden müssen.

    Über "Sterne und Weltraum"
    "Sterne und Weltraum", die 1962 gegründete Zeitschrift für Astronomie, berichtet umfassend, anschaulich und informativ über alle Bereiche der Astronomie, der Weltraumforschung und der Amateurastronomie. Fachleute präsentieren allgemeinverständlich die aktuellen Ergebnisse ihrer astronomischen Forschung und beschreiben die Entwicklung neuartiger Instrumente, Observatorien und Messverfahren. Amateurastronomen geben Tipps zum Beobachten interessanter Himmelsobjekte und -phänomene, testen Teleskope und deren reichhaltiges Zubehör und geben dem Sternfreund fundierte Anleitungen zur eigenständigen Erkundung des Sternenhimmels, zur Astrofotografie sowie zum Auswerten ihrer Beobachtungen. Produkte für die Amateurastronomie werden ebenso vorgestellt wie die schönsten Fotos von Galaxien, Sternhaufen und farbenprächtigen Nebeln. Beiträge aus der Astronomiegeschichte und zu Fragen des naturwissenschaftlichen Weltbildes runden das Themenspektrum ab.

    Auf der Homepage www.astronomie-heute.de stellt "Sterne und Weltraum" täglich aktuelle Meldungen aus Astronomie und Raumfahrt zur Verfügung. Neben neuen Medienformen wie Podcasts, Blogs und RSS-Feeds, finden sich hier auch Hintergrundinformationen, Veranstaltungstermine und Kleinanzeigen.

  • Vogelstimmen erkennen - schneller als je zuvor

    Vogelstimmen-Trainer

    Rosenheim (wissenschafts-news) - Amsel, Nachtigall oder Blaumeise? Jeder kann jetzt Vogelstimmen innerhalb weniger Minuten erkennen. Und zwar überall und jederzeit. Als technische Innovation gibt es nun erstmals 175 heimische Vogelarten mit 979 Lautäußerungen für das iPhone© und den iPod Touch©.

    Die Handhabung ist äußerst einfach und erfordert keinerlei Fachwissen: Wer zum Beispiel im Wald einen Vogel hört oder sieht, den er nicht kennt, wählt den Lebensraum "Wald". Nun erscheinen sämtliche Vogelarten, die dort leben. In der Schnellbestimmung können Gesänge, Rufe und andere Lautäußerungen abgehört werden. Da stets mit den häufigsten Arten begonnen wird, kommt es schnell zu Bestimmungserfolgen - der gesuchte Vogel ist gefunden. Neben den Lautäußerungen und einem Bild des Vogels sind weitere Informationen zu Größe, Brutverhalten und anderen Merkmalen der Arten aufgeführt.

    Der Vogelstimmen-Trainer unterstützt Naturinteressierte nicht nur beim Bestimmen der Vogelarten sondern ist zugleich persönlicher Trainer. Ein integriertes Quiz fragt die Vogelkenntnisse ab und erweitert das Wissen spielerisch. Der Trainer merkt sich die individuellen Ergebnisse und passt die Auswahl der Vögel in dem Quiz entsprechend an.

    Vögel, die richtig erkannt wurden, werden weniger oft abgefragt, als die falsch erratenen Arten. So wird das Quiz nicht langweilig und unterstützt das Erlernen neuer Arten. Der Vogelstimmen-Trainer ist für jeden Naturfreund eine unverzichtbare Bestimmungshilfe!

    Der Vogelstimmen-Trainer für das iPhone© und den iPod touch© wurde von Edition AMPLE und der InnoMoS GmbH entwickelt und ist ab sofort im Apple App Store© erhältlich. Weitere Informationen im Internet unter www.naturelexicon.de

    Edition AMPLE
    Vertrieb+Auslieferung
    Kellerstraße 7a
    D-83022 Rosenheim
    Tel. (08031) 26 94 12
    Fax (08031) 46 37 87
    E-Mail: vertrieb (at) ample.de
    Internet: www.tierstimmen.de

  • Bayern: das Löwenland

    LoeweHarder

    München (wissenschafts-news) – Wer das prachtvolle Wappen von Bayern mit seinen eindrucksvollen Löwendarstellungen sieht, denkt vermutlich kaum daran, dass dieses Land im Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren ein wahres Paradies für Löwen gewesen ist. Bayern ist nämlich das Bundesland, in dem bisher die meisten Reste von Höhlenlöwen entdeckt wurden. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ (ISBN 978-3-640-27263-1) des aus Bayern stammenden und heute in Wiesbaden lebenden Wissenschaftsautors Ernst Probst.

    Aus Bayern kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, aus Baden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 10, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, aus Niedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3 und aus Sachsen 2. Unter den Großstädten, in denen Fossilien von Höhlenlöwen zum Vorschein kamen, sind Stuttgart, Wiesbaden, Leipzig, Hamburg und Berlin. Dagegen wurden im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern bisher keine Höhlenlöwen gefunden.

    Nirgendwo auf der Erde sind mehr Zähne und Knochen von Höhlenlöwen geborgen worden als in der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern). Dort fand man Reste von rund 30 Höhlenlöwen. Der Höhlenlöwe mit dem wissenschaftlichen Namen Panthera leo spelaea ist 1810 von dem Arzt und Paläontologen Georg August Goldfuß (1782-1848), der zeitweise in Erlangen lebte, nach einem Schädelfund aus der Zoolithenhöhle erstmals beschrieben und benannt worden.

    Der goldene Löwe im schwarzen Feld auf dem Wappen von Bayern steht für den bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz. Die drei schwarzen Löwen auf dem Wappen repräsentieren den Regierungsbezirk Schwaben.

  • Großes Angebot kleiner Saurier beim Fossilienhandel Otto

    BranchiosaurierFossilienhandelOtto

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Mit einem großen Angebot von kleinen Branchiosauriern aus der frühen Permzeit (Rotliegendzeit) vor etwa 290 Millionen Jahren wartet der Online-Shop des Wiesbadener Fossilienhandels Otto auf. Die fingerlangen Saurier werden unter der Adresse www.fossilien-onlineshop.net preisgünstig im Internet angeboten.

    Die fingerlangen Branchiosaurier des Fossilienhandels Otto gehören zur Gattung Apateon. Diese Amphibien atmeten im Jugendstadium noch mit Kiemen, später dann mit Lungen und lebten sowohl an Land als auch im Wasser, ähnlich wie viele heute noch lebende Frosch- und Molcharten.

    Der Online-Shop des Fossilienhandel Otto ist eine gute Adresse für Fossiliensammler. Es werden Fossilien von Insekten, Fischen, Vögeln und Säugetieren (vor allem Zähne von Höhlenbären aus dem Eiszeitalter) präsentiert.

  • Mammute wanderten nach Südspanien

    MammutUnterkiefer

    Mammutkiefer aus Südspanien. Foto: Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt am Main

    Weimar (wissenschafts-news) – Auf der Suche nach pflanzlicher Nahrung sind Mammute (Mammuthus primigenius) im Eiszeitalter (Pleistozän) bis weit in den Süden Europas gewandert. Klimaveränderungen machten es möglich, dass diese Rüsseltiere in der letzten Eiszeit des Pleistozäns vor etwa 30.000 bis 40.000 Jahren auch in Südspanien existieren konnten.

    Dies fand eine internationale Forschergruppe heraus, welche fossile Reste von vier Mammutbullen aus dieser Region untersucht hat. Das teilt das Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt am Main mit. Die Skelettfunde der vier Mammutbullen wurden in einem Moor auf dem 37. Breitengrad bei Padul in Granada entdeckt. Sie gelten als die südlichsten Mammutfunde in Europa.

    Ralf-Dietrich Kahlke, Leiter der Forschungsstation für Quartärpaläonotologie der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft in Weimar, sagt hierzu, dies sei ein Beleg für globale Mechanismen, die das Klima schon während des Eiszeitalters regulierten und damit auch die Vegetation so beeinflusst haben, dass die Mammute weit im Süden einen reich gedeckten Tisch vorfanden.

    In anatomischer Hinsicht hätten sich die Mammute in Südspanien nicht von ihren Artgenossen in nördlicheren Regionen unterschieden, meint Dick Mol, niederländischer Experte für Säugetiere des Eiszeitalters aus Hoofddorp und ehrenamtlicher Mitarbeiter des Naturhistorischen Museums Rotterdam. Mol ist vor allem ein Fachmann für Mammute.

    Mammute existierten im Eiszeitalter etwa vor 250.000 bis 12.000 Jahren in Europa, aber auch in Asien, Amerika und Afrika. Sie sind durch ein dichtes Fell mit bis zu 35 Zentimeter langen Wollhaaren und darüber liegenden Deckhaaren gut gegen Kälte geschützt gewesen. Außerdem hatten sie eine 3 Zentimeter dicke Haut und eine dicke Fettschicht. Ihre Stoßzähne waren bis zu 4 Meter lang und wogen pro Exemplar drei Zentner. Damit konnten sie Schnee wegschaufeln, um an die darunter befindliche pflanzliche Nahrung zu gelangen. Über das Aussehen der Mammute weiß man gut Bescheid, weil in Sibirien und Alaska insgesamt mehr als 40 Kadaver im Dauerfrostboden geborgen wurden.

    Die in der Politik und in der Wirtschaft oft gebräuchlichen Begriffe Mammutprogramm, Mammutsitzung oder Mammutehe im Sinne von etwas besonders Großem sind völlig fehl am Platz. Denn das eiszeitliche Mammut war in Wirklichkeit nicht das größte Rüsseltier, sondern mit einer Schulterhöhebis zu etwa 3 Metern kleiner als ein heutiger Afrikanischer Elefant. Darauf weist der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst in seinem Taschenbuch "Rekorde der Urzeit" hin.

    Die größten Elefanten sind – laut Probst – die Waldelefanten (Palaeoloxodon antiquus) und Steppenelefanten (Mammuthus trogonterii) im Eiszeitalter gewesen, die eine Schulterhöhe von ungefähr 4,50 Metern erreichten. Er glaubt aber nicht, dass statt Mammutprogramm und Mammutsitzung künftig Waldelefanten- oder Steppenelefantensitzung gesagt werden wird.

    Das Taschenbuch "Rekorde der Urzeit" präsentiert zahlreiche Rekorde aus der Erdgeschichte, Pflanzenwelt, Tierwelt und Menschheitsgeschichte. Ernst Probst schrieb auch die Bücher "Deutschland in der Urzeit", "Deutschland in der Steinzeit", „Deutschland in der Bronzezeit“, "Monstern auf der Spur" (Drachen, Riesen, Einhörner), "Nessie. Das Monsterbuch", „Rekorde der Urmenschen“, „Der Ur-Rhein“, „Höhlenlöwen“ und „Säbelzahnkatzen“.

    Bestellungen des Taschenbuches „Rekorde der Urzeit“ bei:
    http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7434624/ernst_probst_rekorde_der_urzeit_3638943275.html

  • Lesestoff für Fans von „Säbelzahntigern“

    Saebel

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Fans von „Säbelzahntigern“ kommen in dem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon“ voll auf ihre Kosten. Dieses 328 Seiten umfassende und reich bebilderte Werk des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst beschreibt nämlich die bekanntesten Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen in Wort und Bild. Diese Tiere hat man früher als „Säbelzahntiger“ bezeichnet.

    Der Titel „Säbelzahnkatzen“ ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ http://www.grin.de als preiswertes E-Book oder als gedrucktes Taschenbuch erhältlich. Außerdem wird dieses Taschenbuch in rund 100 Online-Shops wie http://www.amazon.de und http://www.libri.de angeboten.

    Das Taschenbuch stellt die Säbelzahnkatzen Machairodus, Homotherium und Xenosmilus sowie die Dolchzahnkatzen Paramachairodus, Megantereon und Smilodon vor. Machairodus und Paramachairodus existierten vor etwa 10 bis 8,5 Millionen Jahren auch in Deutschland. Homotherium und Megantereon kamen später im Eiszeitalter ab rund einer Million Jahren in Deutschland vor. Die geologisch jüngsten Funde von Homotherium in Deutschland sind ungefähr 300.000 Jahre alt.

    Besondere optische Leckerbissen in dem Taschenbuch sind Zeichnungen der Illustratoren Mauricio Antón aus Madrid und Pavel Major aus Prag. Eines der Kapitel in dem Taschenbuch erwähnt die wichtigsten Fundorte von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen in aller Welt. Die lange Liste beginnt mit Ägypten und endet mit Venezuela.

    Das Taschenbuch ist dem Katzenspezialisten Professor Dr. Helmut Hemmer aus Mainz, dem Paläontologen Dr. Thomas Keller aus Wiesbaden und dem Experten für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter (vor allem Mammut), Dick Mol aus Hoofddorp in den Niederlanden, gewidmet.

    Der Wissenschaftsautor Ernst Probst wohnt in Nähe eines Fundortes, an dem bereits drei Knochen von Säbelzahnkatzen aus dem Eiszeitalter vor etwa 600.000 Jahren zum Vorschein kamen. Zeitgenossen dieser Säbelzahnkatzen waren riesige Löwen, Jaguare. Leoparden und Geparden.

  • Paramachairodus: eine Dolchzahnkatze am Ur-Rhein

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Am Ufer des Ur-Rheins lebte in der Zeit des Miozän vor etwa 10 bis 8,5 Millionen Jahren die Dolchzahnkatze Paramachairodus ogygius. Dies geht aus dem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor. Nachfolgend eine Leseprobe aus diesem Taschenbuch, das bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen als E-Book oder Taschenbuch bestellt werden kann:

    Paramachairodus ogygius erreichte eine Schulterhöhe von etwa 58 Zentimetern und eine Kopfrumpflänge von ungefähr 1,20 Meter. Sein Schwanz könnte mehr als 30 Zentimeter lang gewesen sein. Das Lebendgewicht betrug vermutlich zwischen etwa 28 und 65 Kilogramm. Das hat 2002 der Paläontologe Manuel J. Salesa aus Liverpool errechnet. Ein solches Gewicht entspricht dem eines heutigen Pumas (Puma concolor). Merklich größer und schwerer als Paramachairodus ogygius war dessen Zeitgenosse Machairodus aphanistus mit einer Schulterhöhe von ca. 1,10 Meter, einer Kopfrumpflänge von etwa zwei Metern und einem Gewicht von ungefähr 100 bis 240 Kilogramm.

    Paramachairodus ogygius hatte einen schmalen Kopf mit langem Maul, ein Gebiss mit insgesamt 28 Zähnen, einen gestreckten, geschmeidigen Körper, kräftige Gliedmaßen und einen langen Schwanz. Im Vergleich mit einem Leoparden besaß er einen kleineren und schmäleren Kopf sowie längere und grazilere Hinterbeine und robustere Vorderbeine.

    Die in Batallones 1 geborgenen Schädel von Paramachairodus ogygius erreichten eine Länge bis zu 16,8 Zentimetern. Das entspricht ungefähr der Hälfte des Schädelmaßes von Machairodus aphanistus.

    Bei Paramachairodus ogygius hatten die oberen Eckzähne hinten keine gezähnelte Kante, diejenigen bei Paramachairodus orientalis dagegen schon. Gewisse Formunterschiede gab es auch bei den Vorderbackenzähnen dieser beiden Arten.

    Nach Auskunft des spanischen Paläontologen Jorge Morales aus Madrid, des Ausgräbers in Batallones 1, hatten die dort gefundenen Eckzähne von Paramachairodus ogygius eine Gesamtlänge zwischen 6,20 und 7,18 Zentimetern. Ihre Kronenhöhe lag zwischen 3,03 und 4,01 Zentimetern. Als Kronenhöhe bezeichnet man den über den Kiefer ragenden,
    sichtbaren Teil ohne Wurzel.

  • Umweltjournal: Nachrichten über die Umwelt

    Umweltjournal

    Völklingen (wissenschafts-news) – Interessante Nachrichten vor allem aus den Themenbereichen Natur, Umwelt und Wissenschaft präsentiert das „Umweltjournal“ im Internet. Unter der Adresse http://www.umweltjournal.de findet man jeden Tag zahlreiche neue lesenswerte Artikel. Beim „Umweltjournal“ sind Autoren/innen, die etwas mitzuteilen haben, willkommen. Nach erfolgter Registrierung können Beiträge für folgende Rubriken veröffentlicht werden:

    Umwelt & Natur
    Bauen & Wohnen
    Gesundheit & Kosmetik
    Familie & Kinder
    Ernährung & Landwirtschaft
    Politik & Wirtschaft
    Technik & Wissenschaft
    Recycling & Entsorgung
    Geld & Finanz
    Sonstiges

    Zum Angebot des „Umweltjournal“ gehören auch ein Umweltlexikon, ein Onlineshop und ein Newsletter.

  • Frank Rudolph: Strandsteine für Kids

    Steine, die man riechen oder hören kann? Magnetischer Sand und faule Steine? Der Strand hält viele Überraschungen bereit - gerade für Kinder. Mit diesem Bestimmungsbuch für Strandsteine-Detektive erfahren wir, welche Arten von Steinen es gibt, wie alt sie sind, wo sie herkommen und welche Tiere zur Zeit der Dinosaurier hier gelebt haben. Zusammen mit dem Wikinger Erik aus Dänemark, Knolle Troll aus Norwegen, dem Elch Sören aus Schweden, dem Rentier Lena aus Finnland und Fiete aus Norddeutschland stapfen wir durch das Eiszeitalter und tauchen in die Jahrmillionen der Erdgeschichte ein. Auf unseren Strandspaziergängen werden wir auch uralte Tiere aus ihrem steinernen Gefängnis befreien. Und ganz bestimmt werden wir jede Menge Gesteinsbrocken nach Hause transportieren. Na, Lust auf Steine, Strand und Donnerkeil?

    96 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Preis: 9,90 Euro

    Bestellungen bei:
    http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8332859/frank_rudolph_strandsteine_fuer_kids_3529054143.html

  • „Die Neue Brehm-Bücherei“: Bücher über Insekten

    Video "Alle meine Insekten ..." von "hiertier" bei "Youtube"
    http://www.youtube.com/watch?v=k9aS9sLB8mU

    Hohenwardsleben (wissenschafts-news) - Ob wir wollen oder nicht: Wir leben im Zeitalter der Insekten. Von allen bekannten Tierarten sind über 80 Prozent Insekten - eine Million Insektenarten sind bereits beschrieben und viele Forscher glauben, dass noch weitere Millionen ihrer Entdeckung harren.

    Eine schier unermessliche Vielfalt an Formen, Anpassungen und Lebensleistungen macht die Sechsbeiner zur beherrschenden Tiergruppe auf unserem Planeten. Da gibt es Räuber, Pflanzensaftsauger, Holzzersetzer, Aasfresser, Blutsauger, Parasiten, Nektartrinker, Pollensammler und Blütenbestäuber. Manche Insekten gründen Staaten, halten Nutztiere oder züchten Pilze, andere produzieren Honig, Farbstoffe und Seide.

    So vielfältig wie die Welt der kleinen Krabbler ist die Insekten-Bibliothek, die „Die Neue Brehm-Bücherei“ bereit hält: Ameisen, Blattläuse, Bockkäfer, Borkenkäfer, Flöhe, Heuschrecken, Hirschkäfer, Holzinsekten, Honigbienen, Hornissen, Hummeln, Kartoffelkäfer, Kiefernspinner, Köcherfliegen, Libellen, Maikäfer, Ohrwürmer, Schaben, Schildläuse, Schwebfliegen, Seidenspinner, Stechmücken, Termiten, Wespen, Zikaden und viele andere…

    Ob Biologe, Ökologe, Naturschützer, Lehrer, Agrar- und Forstwirt, Pflanzenzüchter, Mediziner, Parasitologe, Naturfreund oder Garten- und Gewächshausbesitzer - bei „Die Neue Brehm-Bücherei“ findet jeder „sein“ Insekt.

    Unter der Internetadresse http://www.neuebrehm.de/catalogs/cataloglst.php?rw=71 kann man stöbern und die Bände gleich bestellen. Man kann aber auch anrufen (Telefon: 039204 85016) oder eine E-Mail an vertrieb@westarp.de schreiben.

    Unter http://www.brehmspace.net wurde eine Redaktionsseite gestartet, auf der Mitmacher und Redakteure willkommen sind.

  • Ausstellung „Schätze aus Hessigheims Boden - Das Gräberfeld im Muckenloch“

    Ellwangen (wissenschafts-news) - Bis zum 25. Oktober 2009 sind spektakuläre Funde aus einem alamannischen Gräberfeld von Hessigheim bei Ludwigsburg im Ellwanger Alamannenmuseum zu sehen. Die Ausstellung „Schätze aus Hessigheims Boden - Das Gräberfeld im Muckenloch“ wurde vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart zusammengestellt. Mit dem Reliquienkästchen in Form einer Kirche ist dort ein sensationeller Fund geglückt: Kein ähnliches Exemplar ist bisher in Deutschland gefunden worden, nur in St. Petersburg gibt es ein vergleichbares Exemplar, das wohl aus Italien stammt.

    Daneben sind in der Ausstellung rund 100 weitere der gut 5000 Einzelfunde aus der Flur Muckenloch ausgestellt. Die 2006 begonnenen Ausgrabungen in Hessigheim am Neckar wurden Ende 2007 abgeschlossen. Im Anschluss daran erfolgte eine aufwändige Restaurierung und Konservierung wesentlicher Stücke durch die Fachleute.

    Die Ausstellung wurde am 10. Mai 2009 um 11 Uhr eröffnet. Dabei sprachen Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, Museumsleiter Andreas Gut, Dr. Ingo Stork und Dipl.-Rest. Nicole Ebinger-Rist (Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart).
    Weitere Informationen und Begleitprogramm unter www.alamannenmuseum-ellwangen.de.

    Das Alamannenmuseum präsentiert seit 2001 alles über die Alamannen und die Zeit vom 3. bis 8. Jahrhundert in Süddeutschland. Im Mittelpunkt stehen die sensationellen Grabungsfunde von Lauchheim/Jagst. Im Alamannenmuseum wird die Zeit der Alamannen auf vielfältige Weise wieder lebendig. Neben zahlreichen archäologischen Originalfunden gibt es etliche Inszenierungen zu alamannischen Lebenssituationen. Nach dem Museumsbesuch lädt die Cafeteria zum Verweilen ein.

    Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 10 bis 12.30 Uhr und 14 bis 17 Uhr Samstag und Sonntag: 10 bis 17 Uhr Montag außer feiertags: geschlossen
    Eintritt: 2,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro, Familien 6,00 Euro

    Besonderheiten: Cafeteria, Museumsshop, rollstuhlgeeignet, regelmäßig öffentliche Führungen, museumspädagogisches Programm

  • Video "BBC: Saber Tooth Cat Prey - Ice Age Death Trap"

    Video "BBC: Saber Tooth Cat Prey - Ice Age Death Trap" von "BBCWorldwide" bei Youtube
    http://www.youtube.com/watch?v=Oz05v0OEPoo

    Beschreibung des Videoclips:

    The saber tooth cat, one of the most formidable Ice Age predators, was not immune to the destructive lure of the crude oil tar pits that populated the planet thousands of years ago. Watch this clip from BBC show 'Ice Age Death Trap' to find out more.
    Watch more Ice Age Death Trap clips with BBC Worldwide here:
    http://www.youtube.com/view_play_list?p=CAE385874A79F994

    *

    Literatur:
    Ernst Probst: Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon, GRIN Verlag für akademische Texte, München 2009

  • E-Learning für den Homo Zappiens

    VIWIS und TU Delft starten enge Zusammenarbeit unter Federführung von Prof. Wim Veen und Prof. Alexander Verbraeck

    München - Der „Homo Zappiens“ und der „Digitale Eingeborene“ sind als Schlagwörter inzwischen weithin bekannt. Aber wie „E-Learner“ mit diesen Wesen umgehen, welche didaktischen Konzepte sie dem Lerner von morgen anbieten - darüber sind sich die meisten E-Learning-Akteure noch nicht so richtig im Klaren. Dabei warten große Herausforderungen auf Anbieter genauso wie auf Bildungsverantwortliche in Unternehmen, denn die bisherigen Lern-Konzepte werden bald der Vergangenheit angehören und neuen, web 2.0-konformen Lernszenarien Platz machen müssen. Dazu benötigt man innovative Werkzeuge, Prozesse und vor allem Ideen und den Mut diese umzusetzen.

    Um an diesen Szenarien gemeinsam zu arbeiten und sie vor allem praxisbezogen umzusetzen, haben sich VIWIS und die TU Delft zu einer engen Zusammenarbeit entschieden. „VIWIS ist das erste Unternehmen, das die Notwendigkeit erkannt hat und auf uns zukommt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, so Prof. Wim Veen.

    Er eröffnete damit einen 2-tägigen Workshop, bei dem VIWIS-Mitarbeiter und TU-Professoren darüber diskutierten, wie sich die Forschungsergebnisse der TU gemeinsam in konkrete, innovative Projekte und Produkte umsetzen lassen – zukunftsorientiert zum Nutzen von Lernern und Anwendern.

    Die TU gab einen umfassenden Einblick in die aktuellen Schwerpunkte Collaboration, Modeling and Simulation, Serious Gaming und Learning Technology. Gemeinsam entwickelten die Teilnehmer dann Ideen für konkrete, userorientierte Umsetzungsmöglichkeiten und Projekte zur Einbindung dieser zukunftsweisenden Technologien.

    Einige konkrete Projekte identifizierten die Partner bereits beim Workshop. Ein erster Schwerpunkt wird die Weiterentwicklung der Lernplattform VIVERSA sein, um sie an das Lernverhalten der nachrückenden Generationen anzupassen. So wird speziell die Einbindung von web 2.0 Elementen für den Corporate Learning Bereich untersucht – ein Anwedungsszenario, das derzeit zwar heiß diskutiert, aber noch kaum ernstzunehmend umgesetzt wird. Ziel ist es, Funktionen und Abläufe zu entwickeln und zu optimieren, um die Plattform noch besser für den Blended-Learning-Einsatz zu optimieren.

    Bei allen Entwicklungen werden insbesondere die Kunden aktiver eingebunden. Im Herbst 2009 findet der erste Workshop im Sinne eines User Boards statt, bei dem Kunden, Professoren und VIWIS gemeinsam an der weiteren Entwicklung arbeiten.

    Erste Ergebnisse werden die Nutzer schon im Herbst diesen Jahres in der neuen VIVERSA 6.0 verwirklicht sehen.

    „Was die didaktischen und technischen Aspekte betrifft sind wir auf einer Wellenlänge“ – so Prof. Veen zum Abschluss des Workshops.

    Das beweist sich auch in der bisherigen Zusammenarbeit – nicht zuletzt dadurch, dass Prof. Veen die letzten Jahre schon beim VIWIS Forum dem Fachpublikum gedanklichen Input und Anregungen mit seinen Keynotes geben konnte.

    Auch in 2009 werden die Teilnehmer in Form von Workshops die Praxisnähe der TU Delft für eigene Themenfelder nutzen können.

    „Wir können so Innovatives entwickeln, das praktisch genutzt wird.“ fasst Dr. Werner Kohn, Geschäftsführer von VIWIS, zusammen. „Es entsteht damit zusätzlicher deutlicher Mehrwert für unsere Kunden“.

    Die Innovationskraft einer Technischen Universität wie der TU Delft zeigt sich auch an Projekten der Forscherinnen und Forscher mit Shell, der niederländischen Polizei oder der deutschen Do-it-yourself-Branche. Mit diesen Partnern werden in Delft zurzeit Lernspiele und Simulationen sowie innovative Lernmethoden wie das Microtraining entwickelt. Dieser Ansatz unterstützt mittels kurzer Lerneinheiten das informelle Lernen in Organisationen.

    In der Zusammenarbeit zwischen VIWIS und der TU Delft kommen die Ergebnisse dieser Entwicklungen nun auch verstärkt deutschen Unternehmen zugute.

    Weitere Informationen zum Workshop gibt es unter info@viwis.de.

  • Gene für Intelligenz?

    Aus: Spektrum der Wissenschaft, Juli 2009

    Bisher gelang es den Experten nicht, Erbanlagen für Begabung zu finden
    Die Intelligenz spielt mit den Forschern Versteck. Sie wissen: Diese Eigenschaft ist zu einem bestimmten Grad erblich. Doch wie sich diese Veranlagung im Erbmaterial spiegelt, konnten sie bisher nicht ergründen.

    Einer der bekanntesten Wissenschaftler auf diesem Gebiet ist der amerikanische Psychologe und Verhaltensgenetiker Robert Plomin vom Londoner King’s College. Seit Jahren sucht er bei Zwillingen nach Genen, die sich auf den Intelligenzgrad auswirken. Inzwischen durchmusterte der Forscher das Erbgut von 15000 eineiigen Geschwisterpaaren. Mit molekularen Chips der modernen Genforschung kann er gleichzeitig eine halbe Million verschiedene DNA-Schnipsel erkennen. Im Grunde ließen sich dadurch selbst noch Gene aufspüren, die sich auf die Intelligenz nur in einem ganz geringen Grad auswirken.

    Doch außer einer kleinen Handvoll vager Hinweise kann Plomin bisher nichts vorweisen. Wieso sich diese Suche so unerwartet schwierig gestaltet – und wie die Forscher sich ihre frustrierenden Ergebnisse erklären –, erzählt der amerikanische Wissenschaftsautor Carl Zimmer in der Juli-Ausgabe von "Spektrum der Wissenschaft". Letztlich scheint sich zu erweisen, dass eine große Anzahl Einflüsse die individuelle Begabung mit ausprägen. Wirkliche Intelligenzgene scheinen tatsächlich nicht zu existieren. Doch eine Unzahl von Erbfaktoren dürfte diese Eigenschaft im Verein mit ebenso komplex wirkenden Umweltfaktoren ausformen.

    Interessanterweise zeigt sich der erbliche Einfluss auf die Intelligenz mit den Jahren immer deutlicher. Nicht nur eineiige Zwillinge, die getrennt aufwachsen, ähneln sich hierin stark. Auch Adoptivkinder nähern sich als Jugendliche in ihrer Intelligenz immer mehr ihren leiblichen Eltern. Vielleicht sorgt die Umwelt und sorgen auch wir selbst von klein an dafür, weil wir unsere Stärken bedienen und andere Menschen uns dabei unterstützen: Intelligenz als emergente Eigenschaft des Gehirns.

    Die Forscher vermuten, dass sie nur in Zusammenarbeit mit Hirnforschern weiterkommen werden. Auch die rätseln, wie und wo sich Intelligenz in einer biologischen Struktur zeigt. Die Hirnexperten würden zum Beispiel gern erklären können, wieso bestimmte Bereiche der Hirnrinde bei hochintelligenten Kindern anfangs dünner sind als beim Durchschnitt, am Ende der Schulzeit aber dicker.

  • Auf der Spur der kosmischen Beschleuniger

    Aus: Spektrum der Wissenschaft, Juli 2009

    Gleich mit zwei neuen Teleskopen – HESS II in Namibia und MAGIC II auf den Kanarischen Inseln – stehen Gammaastronomen derzeit in den Startlöchern, um die energiereichsten Phänomene im Kosmos ins Visier zu nehmen. Doch selbst diese Instrumente sind nur ein Zwischenschritt, wie Spektrum der Wissenschaft in der aktuellen Ausgabe vom Juli 2009 berichtet.

    Im begleitenden Interview zum Artikel "Auf der Spur der kosmischen Beschleuniger" hofft Professor Heinrich Völk vom Heidelberger Max-Planck-Institut für Kernphysik auf den ganz großen Wurf, denn noch vor 2015 könnte ein Cherenkov Telescope Array (CTA) in Betrieb gehen. Mit Hilfe eines solchen Zusammenschlusses zahlreicher großer und kleiner Gammateleskope ließe sich das Universum endlich vollständig im Gammalicht untersuchen.

    Davon erhoffen sich die Forscher Aufschluss über die "kosmischen Teilchenbeschleuniger". Solche bislang noch rätselhafte Objekte setzen enorme Energien frei, wodurch geladene Partikel auf nahezu Lichtgeschwindigkeit gebracht werden. Diese Teilchen, darunter Protonen, Alphateilchen und Elektronen, können die Astronomen zwar "einfangen" und vermessen. Doch weil sie auf ihrem langen Weg zur Erde durch magnetische und elektrische Felder abgelenkt werden, liefern sie keinerlei Information mehr über ihren Herkunftsort.

    Zum Glück aber entstehen an ihrem Ursprung auch ungeladene Gammaquanten, die das Universum völlig geradlinig durchqueren. Diese Quanten unterscheiden sich von sichtbarem Licht nur durch ihre um mehr als das Billionenfache höhere Energie. Allerdings sind gerade die energiereichsten und damit interessantesten Exemplare sehr selten. Satellitenteleskopen mit ihren Detektorflächen von typischerweise gerade einmal einem Quadratmeter gehen sie daher nur selten ins Netz.

    Daher benötigen die Astronomen größere Detektorflächen – und die lassen sich nur am Erdboden errichten. Idealerweise schalten sie zudem mehrere Teleskope zusammen, um die Empfindlichkeit des Gesamtsystems zu erhöhen und die Herkunftsrichtung der Quanten besser bestimmen zu können. Genau das taten sie auch jüngst im April, als sie auf La Palma MAGIC II (Major Atmospheric Gamma-Ray Imaging Telescope) in Betrieb nahmen. Das neue Instrument mit 17 Meter Spiegeldurchmesser arbeitet nun mit seinem schon 2003 in Betrieb gegangenen Zwilling MAGIC I zusammen und zielt jeweils auf dieselben Objekte am Nachthimmel. Gleichzeitig wird aber auch im namibischen Khomas-Hochland intensiv gearbeitet. Hier soll Mitte 2010 das 28 Meter große Instrument HESS II die Arbeit aufnehmen und seine vier kleineren Brüder aus dem High Energy Stereoscopic System (HESS) unterstützen.

    Beide Projekte dienen einem gemeinsamen Ziel. Während es bei HESS vor allem darum geht, möglichst schnell astronomische Erkenntnisse zu gewinnen, gilt MAGIC eine Art Experimentierwerkstatt, in der die technischen Grenzen stets neu abgesteckt werden. Die Erfahrungen, die mit den Systemen gewonnen werden, sollen schließlich in die wissenschaftliche und technische Konzeption eines künftigen CTAs einfließen. Dann werden die Rätsel der "kosmischen Beschleuniger" wohl endgültig gelüftet: Neben Supernovae werden die Forscher dann auch immer mehr Pulsare, Schwarze Löcher und die ins All geschleuderten Gashüllen ihrer Vorläufersterne in den Fokus nehmen. MPI-Forscher Völk denkt indessen schon weiter: "Ein CTA, das auch ganze Galaxienhaufen im Gammalicht beobachtet, wird viel dazu beitragen können, dass wir mehr über die Geschichte des Universums und seine Entwicklung lernen."

  • Geiz verliert, Großzügigkeit gewinnt

    Mit Modellen der Spieltheorie zeigen Forscher, wie sich soziale Verhaltensmuster – wie Vertrauen und soziale Intelligenz – evolutionär entwickelt haben.

    Aus: Spektrum der Wissenschaft, Juli 2009

    "Man verliert nie, weil man zu großzügig war." Ein Modell, das menschliches Verhalten analysiert, bestätigt diese These. In Spielen, die auf menschlicher Interaktion beruhen, ist sie das beste Rezept, um zu gewinnen. Das deckt sich mit vielen Entscheidungen, die Leute im täglichen Leben treffen – und werfen ein Licht darauf, wie unsere außergewöhnlich kooperative Lebensweise evolutionär entstanden sein könnte. Dies fand der Mathematiker und Biologe Martin A. Nowak von der Havard University in Experimenten, über die er in der Juli-Ausgabe von Spektrum der Wissenschaft berichtet.

    In der Evolution unterscheiden Biologen zwei Wirkkräfte: Mutation und Selektion. Ich möchte hier noch eine dritte Qualität hinzufügen: Kooperation. Kooperation entsteht, wenn eine Person einen Preis dafür bezahlt, damit ein anderer einen Vorteil erringt. Preis und Vorteil werden dabei am reproduktiven Erfolg gemessen. Reproduktion kann dabei genetisch oder kulturell verstanden werden; im letzteren Fall geht es dann um die Verbreitung von Wissen und Ideen.

    Nur unter bestimmten Bedingungen kann natürliche Selektion Individuen einen Vorteil bringen, die ihre eigene Fitness reduzieren, um diejenige ihrer Rivalen zu erhöhen. Eine davon ist die unmittelbare Gegenseitigkeit, fachlich "direkte Reziprozität" genannt: "Meine Strategie hängt davon ab, wie du mit mir umgegangen bist." Eine andere ist die indirekte Reziprozität: "Meine Strategie hängt davon ab, wie du mit mir und Anderen umgegangen bist." In beiden Fällen konnten Mathematiker mit spieltheoretischen Modellen nachweisen, dass Gewinnstrategien von drei Faktoren geprägt sind - Großzügigkeit, hoffnungsvoller Erwartung und Nachsicht:
    • Großzügig zu sein bedeutet, nicht damit zu rechnen, mehr zu erhalten als der Andere.
    • Hoffnungsvolle Erwartung ist dadurch gekennzeichnet, dass man auf den Anderen kooperativ zugeht – auch bei fehlender Information.
    • Nachsichtig zu sein heißt, die Kooperation trotz auftretender Schwierigkeiten weiter zu führen.

    Diese drei Teilstrategien sind natürlich miteinander verwandt: Wer selbst großzügig ist, dem fällt es auch leichter, anderen zu vergeben, Hoffnungen zu entwickeln oder es zu riskieren, mit neuen Partnern zu kooperieren. Beim jährlichen Tennisturnier von Wimbledon muss man, um in die nächste Runde zu gelangen, einfach seinen jeweiligen Gegenspieler besiegen. Aber der Alltag ist kein Tennisturnier. Vielmehr bewegen sich unsere allermeisten Interaktionen innerhalb einer Spielerpopulation, die Rendite akkumuliert sich also über Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Spielern. Da nun der Gesamterfolg proportional zu diesem Gesamtgewinn ist, wird bei jeder Begegnung die andere Person eher zum Partner als zum Gegner. Wenn ich also bereit bin, anderen einen etwas größeren Anteil am Kuchen zu überlassen, dann lassen sich auch andere eher darauf ein, ihren Kuchen mit mir zu teilen. Fazit: Großzügigkeit gebiert auch erfolgreiche Verhandlungen..

    Mathematische Modelle erlauben quantitative Untersuchungen der fundamentalen Grundlagen menschlichen Verhaltens. Die hier beschriebenen Spielmuster treten in jeder Gesellschaft auf. Zahlreiche Experimente haben bestätigt, dass Großzügigkeit ein erfolgreiches Handlungsrezept ist. Wie testet man das? Ein Versuch involviert typischerweise Studenten, die vor Bildschirmen sitzen. Der Computer wählt dann nach Zufallsprinzip Spielerpaare aus: einer ist der Geber, der andere der Empfänger. Der Geber wird nun gefragt, ob er dem Empfänger etwas Geld geben will. Er wird vorab darüber informiert, wie sich der neue Empfänger in vorangegangen Spielrunden gegenüber anderen Opponenten verhalten hat.

    Das Experiment zeigt, dass Leute ihre Entscheidungen danach ausrichten, wie sich der Empfänger zuvor verhalten hat; sie reagieren auf die Reputation des Gegenübers. Großzügige Leute erhalten mit höherer Wahrscheinlichkeit Spenden. Martin A. Nowak findet in seinen Spielexperimenten auch deutliche Hinweise, warum es sich nicht lohnt, dem Gegenüber dauerhaft zu misstrauen. Kontrolle ist gut, so lassen sich seine Studien zusammenfassen, aber Vertrauen ist besser.

  • Nur ein Säbelzahnkatzenfundort in Bayern

    Würzburg (wissenschafts-news) – Randersacker bei Würzburg ist der einzige Säbelzahnkatzen-Fundort in Bayern. Dies geht aus dem Buch „Säbelzahnkatzen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor, das alle bekannten Fundorte von Säbelzahntigern in Deutschland erwähnt. Der Fund aus Randersacker stammt von der löwengroßen Säbelzahnkatze Homotherium aus dem Eiszeitalter. Bisher kennt nur 15 Fundorte von Säbelzahnkatzen in Deutschland, aber rund 100 von Höhlenlöwen. Probst hat kürzlich auch ein Taschenbuch über Höhlenlöwen veröffentlicht. Die Taschenbücher über Säbelzahnkatzen und Höhlenlöwen sind bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen.

    Säbelzahnkatzen oder Säbelzahntiger, wie man sie früher nannte, faszinieren seit eh und je die Menschen in aller Welt. Diese Raubkatzen mit ihren im Extremfall bis zu 28 Zentimeter langen Eckzähnen gehören zu den bekanntesten Säugetieren der Urzeit. Die ersten von ihnen jagten bereits im Miozän vor rund 15 Millionen Jahren auf unserem „Blauen Planeten“. Die letzten verschwanden gegen Ende des Eiszeitalters vor etwa 11.700 Jahren für immer aus der Natur.

    Mit diesen mehr oder minder eindrucksvollen Großkatzen befasst sich das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“. Es stellt in Deutschland, Europa, Afrika, Asien und Amerika entdeckte Arten der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen sowie andere prähistorische Raubkatzen vor: nämlich Mosbacher Löwen, Höhlenlöwen, Europäische Jaguare, Leoparden, Schnee-Leoparden, Geparden und Pumas.

    Die Idee für dieses Taschenbuch über Säbelzahnkatzen reifte während der Recherchen für die 2009 erschienenden Titel „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ und „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ von Ernst Probst. Denn dabei ging es oft auch um Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen.

    Das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ ist Professor Dr. Helmut Hemmer aus Mainz, Dr. Thomas Keller aus Wiesbaden und Dick Mol aus Hoofddorp (Niederlande) gewidmet. Professor Dr. Helmut Hemmer gilt als international renommierter Experte für fossile Katzen und war früher am Zoologischen Institut der Universität Mainz tätig. Dr. Thomas Keller arbeitet als Paläontologe am Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden und hat sich um die Erforschung der Mosbach-Sande und deren fossile Tierwelt verdient gemacht. Dick Mol ist Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter (vor allem Mammut) aus Hoofddorp (Niederlande). Alle drei haben dem Autor vielfach mit großer Geduld bei den Recherchen für verschiedene Taschenbücher geholfen.

    Ernst Probst hat mehr als 30 Bücher und Taschenbücher veröffentlicht. Am bekanntesten sind seine Werke „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“, „Deutschland in der Bronzezeit“, „Rekorde der Urzeit“, „Dinosaurier in Deutschland“ (zusammen mit Raymund Windolf) „Rekorde der Urmenschen“ und „Monstern auf der Spur“.

    Bestellungen bei "GRIN Verlag für akademische Texte":
    http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen

  • Wer spielt, gewinnt

    Von wegen "bloßer Zeitvertreib": Kinder frei herumtoben zu lassen, macht den Nachwuchs kreativ und gesellig.

    Draußen im Matsch raufen, Bauklötze stapeln oder in andere Rollen schlüpfen – das ist viel mehr als bloßer Zeitvertreib. Laut Psychologen, Pädagogen und Hirnforschern ist genügend Zeit für freies Spielen unentbehrlich für die gesunde Kindesentwicklung. Es hilft beim Spracherwerb, beim Aufbau sozialer Kompetenz und beim Problemlösen, wie das das Psychologiemagazin Gehirn&Geist in seiner neuen Ausgabe (7-8/ 2009) berichtet.

    Aus: Gehirn&Geist, Juli-August 2009

    "Wer spielerisch schon einen reichen Schatz an Erfahrungen sammelt, kann als Erwachsener besser mit unvorhersehbaren Konflikten umgehen", erklärt etwa Sergio Pellis von der kanadischen University of Lethbridge. Tatsächlich zeigen Langzeitstudien: Wer als Kind viel spielt, wird im späteren Leben seltener straffällig und verliert auch seltener seine Arbeitsstelle. In Tierversuchen fördert Spielen die Hirnentwicklung, indem es neue Nervenzellen sprießen lässt. Psychologen sind besorgt darüber, dass Kinder immer weniger Zeit zur freien Verfügung haben. Eltern, die es gut mit ihrem Nachwuchs meinen, verplanen die Nachmittage mit vielen Aktivitäten, die festen Regeln folgen. Doch ein Spiel selbst zu gestalten, fordert und fördert das sich entwickelnde Gehirn ungleich mehr, als auf vorgegebenen Pfaden zu wandeln.

    Hätte Spielen keinen Nutzen, wäre es nicht im Laufe der Evolution auch nicht entstanden, so der Biologe und Spielforscher Michael Kuba von der Jerusalemer Hebrew University. So helfe die spielerische Umgang mit Objekten selbst Tieren dabei, Phasen der Langeweile zu überwinden und fit zu bleiben. Und das Spiel mit Artgenossen stärkt den Zusammenhalt der Gruppe. "Jede Spielart hat ihren Wert, wir Menschen brauchen sie alle", erklärt Kuba gegenüber Gehirn&Geist.

    Über Gehirn&Geist:
    Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft. Es erscheint seit 2002, mittlerweile in 10 Ausgaben pro Jahr. Fundiert und allgemein verständlich berichten Wissenschaftler und Fachjournalisten in Gehirn&Geist über die Welt im Kopf. Schwerpunkte liegen dabei auf Psyche und Verhalten, Wahrnehmung und Bewusstsein, Intelligenz und Kreativität, Gefühle und Gedächtnis. Neue Erkenntnisse und Trends in der Psychotherapie und Medizin gehören ebenso dazu wie gehirngerechtes Lernen, Kindererziehung, Coaching und gesellschaftliche Debatten. Daneben informieren spezielle Sonderhefte ausführlich über Einzelthemen.

    Die Homepage www.gehirn-und-geist.de mit aktuellen Nachrichten, Newsletter und dem kompletten Heftarchiv runden das redaktionelle Angebot ab. Außerdem bieten wir mit www.brainlogs.de das größte deutsche Blogportal für Psychologie und Neurowissenschaften, in dem Experten und Laien diskutieren.

    Zu unseren rund 100 000 Lesern gehören Mediziner, Therapeuten, Manager, Lehrer, Eltern, Studenten und Interessierte, die sich umfassend, kompetent und aus erster Hand informieren wollen. Das erfolgreiche Konzept von Gehirn&Geist stand Pate für zahlreiche ausländische Schwestermagazine unter anderem in Italien, Spanien, Frankreich, Brasilien, Belgien und den Niederlanden. Mit "MIND" eroberte ein weiterer Ableger von Gehirn&Geist sogar den hart umkämpften Zeitschriftenmarkt in den USA.

  • Im Kopf des Psychopathen

    Forscher fahnden nach den biologischen Wurzeln der antisozialen Persönlichkeit

    Aus: Gehirn&Geist, Juli-August 2009

    Psychopathen mangelt es an Mitgefühl, Furcht und Moralempfinden – und ihre Gehirne zeigen eine Reihe von "Anomalien", wie das Magazin Gehirn&Geist in seiner neuen Ausgabe (7-8/ 2009) berichtet.
    Im Rahmen eines weltweit einmaligen Forschungsprojekts untersuchte der Neuropsychologe Kent Kiehl von der University of Mexico mit einem mobilen Hirnscanner Häftlinge mit psychopathischer Persönlichkeit in mehreren Gefängnissen. Laut Kents Ergebnissen sind vor allem der präfrontalen Kortex sowie Teile des Schläfenlappens bei psychopathischen Straftätern im Durchschnitt verkleinert oder weniger aktiv. Diese Hirnregionen sind am Erlernen von Furchtreaktionen sowie am Moral- und Mitgefühl beteiligt.

    Aber kann man anhand eines Hirnscans auf die Gefährlichkeit eines Psychopathen schließen? "Eine naive Hoffnung", nennt das der Psychiater Henning Saß vom Universitätsklinikum Aachen. "Entscheidend ist nicht die Biologie, sondern wie sich diese auf das Erleben und Verhalten des Einzelnen auswirkt." Ob jemand erneut kriminell werde, lasse sich deshalb nicht verlässlich anhand neurobiologischer Marker vorhersagen.

    Defekte im "paralimbischen" SystemForscher entdeckten auch verschieden Erbfaktoren, die antisoziales Verhalten fördern können – darunter eine Variante des Gens MAO-A. Offenbar hängt es mit den beobachteten Anomalien im präfrontalen Kortex und in der Amygdala zusammen, wirkt sich aber nur dann auf das Verhalten aus, wenn traumatische Kindheitserlebnisse hinzukommen.

    Psychopathie gilt Forschern als Spezialfall der antisozialen Persönlichkeitsstörung. Rund jeder vierte inhaftierte Straftäter erfüllt deren Diagnosekriterien. Psychopathen gelten in aller Regel als schuldfähig; nur in wenigen Fällen, etwa wenn weiterer Störungen vorliegen, sieht man sie als vermindert schuldfähig an. "Unser Rechtssystem mutet diesen Menschen zu, dass sie sich beherrschen und die Gesetze einhalten", erklärt Saß gegenüber Gehirn&Geist. Die Behandlung von Psychopathen solle am besten verhaltenstherapeutisch ausgerichtet sein.

    Es geht darum, alternative Wege zum Umgang mit aggressiven Impulsen einüben und Empathie zu fördern – zum Beispiel, indem man Straftäter ihre Taten aus der Opferperspektive nacherleben lasse. Rückfälle lassen sich auch vorbeugen, indem man Straftäter nach der Haft bei der Resozialisierung unterstützt: etwa durch einen Sozialarbeiter als Ansprechpartner, Unterstützung bei der Arbeitssuche oder Schuldnerberatung.

    Über Gehirn&Geist:
    Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft. Es erscheint seit 2002, mittlerweile in 10 Ausgaben pro Jahr. Fundiert und allgemein verständlich berichten Wissenschaftler und Fachjournalisten in Gehirn&Geist über die Welt im Kopf. Schwerpunkte liegen dabei auf Psyche und Verhalten, Wahrnehmung und Bewusstsein, Intelligenz und Kreativität, Gefühle und Gedächtnis. Neue Erkenntnisse und Trends in der Psychotherapie und Medizin gehören ebenso dazu wie gehirngerechtes Lernen, Kindererziehung, Coaching und gesellschaftliche Debatten. Daneben informieren spezielle Sonderhefte ausführlich über Einzelthemen.

    Die Homepage www.gehirn-und-geist.de mit aktuellen Nachrichten, Newsletter und dem kompletten Heftarchiv runden das redaktionelle Angebot ab. Außerdem bieten wir mit www.brainlogs.de das größte deutsche Blogportal für Psychologie und Neurowissenschaften, in dem Experten und Laien diskutieren.

    Zu unseren rund 100 000 Lesern gehören Mediziner, Therapeuten, Manager, Lehrer, Eltern, Studenten und Interessierte, die sich umfassend, kompetent und aus erster Hand informieren wollen. Das erfolgreiche Konzept von Gehirn&Geist stand Pate für zahlreiche ausländische Schwestermagazine unter anderem in Italien, Spanien, Frankreich, Brasilien, Belgien und den Niederlanden. Mit "MIND" eroberte ein weiterer Ableger von Gehirn&Geist sogar den hart umkämpften Zeitschriftenmarkt in den USA.

  • Bloß nichts wegwerfen!

    "Messies" fällt es schwer, sich von unnützen Dingen zu trennen – und ihr Zuhause versinkt im Chaos. Forscher entdecken den Grund für die Sammelsucht im Gehirn.

    Es gibt Menschen, die einfach nichts wegwerfen können – Experten sprechen von "zwanghaften Hortern". Allein in Deutschland beläuft sich die Zahl der Betroffenen auf bis zu 300 000. Nun konnten Forscher Auffälligkeiten im Gehirn von "Messies" feststellen. Der so genannte präfrontale Kortex – ein Hirnteil, der unser Handeln kontrolliert – scheint bei ihnen zu schwächeln. Dies berichtet das Psychologie-Magazin Gehirn&Geist in seiner neuesten Ausgabe (7-8/ 2009).

    Aus: Gehirn&Geist, Juli-August 2009

    Grundsätzlich ist der Drang, potenziell Nützliches zu behalten, ein uralter Trieb ist: Auch Tiere horten Nahrung und manchmal sogar Gegenstände. Stimuliert man bei Ratten einen Teil des Hypothalamus (ein entwicklungsgeschichtlich alter Hirnteil), so fangen die Nager an, wie wild zu sammeln. Beim Menschen sorgt der präfrontale Kortex üblicherweise dafür, dass solcherlei Handlungsimpulse nicht aus dem Ruder laufen. Anders bei zwanghaften Hortern: Sie leben ihren Sammeltrieb ungehemmt aus.

    Zu der mangelnden Impulskontrolle tritt bei Messies jedoch noch ein weiterer wichtiger Faktor: Die Betroffenen hängen "übersentimental" an ihren Besitztümern oder glauben, selbst schrottreife Dinge noch einmal gebrauchen zu können. Nach dem Motto: Man kann nie genug Ersatztoaster im Keller haben! Außerdem mangelt es Hortern oft an Organisationstalent. So haben sie etwa Schwierigkeiten, Gegenstände nach ihrer Ähnlichkeit in verschiedene Kategorien einzusortieren. Der Psychiater Arnd Barocka schlägt daher vor, statt vom "Messie-Syndrom" eher von einer "Organisationsdefizit-Störung" zu sprechen.

    Über Gehirn&Geist:
    Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft. Es erscheint seit 2002, mittlerweile in 10 Ausgaben pro Jahr. Fundiert und allgemein verständlich berichten Wissenschaftler und Fachjournalisten in Gehirn&Geist über die Welt im Kopf. Schwerpunkte liegen dabei auf Psyche und Verhalten, Wahrnehmung und Bewusstsein, Intelligenz und Kreativität, Gefühle und Gedächtnis. Neue Erkenntnisse und Trends in der Psychotherapie und Medizin gehören ebenso dazu wie gehirngerechtes Lernen, Kindererziehung, Coaching und gesellschaftliche Debatten. Daneben informieren spezielle Sonderhefte ausführlich über Einzelthemen.

    Die Homepage www.gehirn-und-geist.de mit aktuellen Nachrichten, Newsletter und dem kompletten Heftarchiv runden das redaktionelle Angebot ab. Außerdem bieten wir mit www.brainlogs.de das größte deutsche Blogportal für Psychologie und Neurowissenschaften, in dem Experten und Laien diskutieren.

    Zu unseren rund 100 000 Lesern gehören Mediziner, Therapeuten, Manager, Lehrer, Eltern, Studenten und Interessierte, die sich umfassend, kompetent und aus erster Hand informieren wollen. Das erfolgreiche Konzept von Gehirn&Geist stand Pate für zahlreiche ausländische Schwestermagazine unter anderem in Italien, Spanien, Frankreich, Brasilien, Belgien und den Niederlanden. Mit "MIND" eroberte ein weiterer Ableger von Gehirn&Geist sogar den hart umkämpften Zeitschriftenmarkt in den USA.

  • Säbelzahntiger in der Schweiz

    Zürich (wissenschafts-news) – In der erdgeschichtlichen Epoche namens Miozän vor etwa zehn Millionen Jahren haben auch in der Schweiz löwengroße Säbelzahnkatzen gejagt. Das belegen Funde aus dem ehemaligen Straßendorf Charmoille bei Porrentruy (Kanton Jura), das heute zur Gemeinde La Baroche gehört. Bei den Funden aus Charmoille handelt es sich um einen rechten Unterkieferast mit zwei Zähnen sowie um einen einzelnen fragmentarisch erhaltenen Eckzahn (Fangzahn) des Säbelzahntigers Machairodus aphanistus. Dies berichtet der Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in seinem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ (ISBN: 978-3-640-32794-2).

    In Charmoille wurden in der heute verlassenen Grube von Vielle Tuileri mehr als drei Jahrzahnte lang so genannte Vogesensande abgebaut, wobei immer wieder Reste fossiler Säugetiere zum Vorschein kamen. Zur Tierwelt von Charmoille gehörten Biber, Säbelzahnkatzen, Bärenhunde, Waldantilopen, kleinwüchsige Hirsche, Schweine, bizarr aussehende krallenfüßige Huftiere, dreihufige Ur-Pferde, Nashörner, Tapire und Rüsseltiere.

    Die Tierwelt von Charmoille ähnelt derjenigen von Eppelsheim bei Alzey in Deutschland. Dort hat man aus zehn Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins nicht nur Reste von Säbelzahnkatzen und Rüsseltieren, sondern auch von drei verschiedenen Menschenaffen geborgen. Viel häufiger als Säbelzahnkatzen hat man in der Schweiz so genannte Höhlenlöwen entdeckt, über die Ernst Probst kürzlich ebenfalls ein Taschenbuch veröffentlicht hat.

  • Säbelzahnkatzen in Österreich

    Wien (wissenschafts-news) – Auch in Österreich haben in grauer Vorzeit räuberische Säbelzahnkatzen gejagt. Das geht aus dem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon“ (ISBN 978-3-640-32794-2) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor. Als geologisch ältester Fund einer Säbelzahnkatze in Österreich gilt ein um 1864 entdeckter Backenzahn der löwengroßen Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus aus Zillingsdorf in Niederösterreich. Dieses schätzungsweise zehn Millionen Jahre alte Fossil wird im Naturhistorischen Museum Wien aufbewahrt. Dagegen stammen die Funde der ebenfalls löwengroßen Säbelzahnkatze Homotherium aus Deutsch-Altenburg und Hundsheim bei Deutsch-Altenburg (beide in Niederösterreich) aus dem Eiszeitalter. Sie sind vielleicht ähnlich wie viele deutsche Säbelzahntiger-Fossilien mehr als eine halbe Million Jahre alt.

    Säbelzahnkatzen oder Säbelzahntiger, wie man sie früher nannte, faszinieren seit eh und je die Menschen in aller Welt. Diese Raubkatzen mit ihren im Extremfall bis zu 28 Zentimeter langen Eckzähnen gehören zu den bekanntesten Säugetieren der Urzeit. Die ersten von ihnen jagten bereits im Miozän vor rund 15 Millionen Jahren auf unserem „Blauen Planeten“. Die letzten verschwanden gegen Ende des Eiszeitalters vor etwa 11.700 Jahren für immer aus der Natur.

    Mit diesen mehr oder minder eindrucksvollen Großkatzen befasst sich das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“. Es stellt in Deutschland, Europa, Afrika, Asien und Amerika entdeckte Arten der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen sowie andere prähistorische Raubkatzen vor: nämlich Mosbacher Löwen, Höhlenlöwen, Europäische Jaguare, Leoparden, Schnee-Leoparden, Geparden und Pumas.

    Die Idee für dieses Taschenbuch über Säbelzahnkatzen reifte während der Recherchen für die 2009 erschienenden Titel „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ und „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ von Ernst Probst. Denn dabei ging es oft auch um Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen.

    Das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ ist Professor Dr. Helmut Hemmer aus Mainz, Dr. Thomas Keller aus Wiesbaden und Dick Mol aus Hoofddorp (Niederlande) gewidmet. Professor Dr. Helmut Hemmer gilt als international renommierter Experte für fossile Katzen und war früher am Zoologischen Institut der Universität Mainz tätig. Dr. Thomas Keller arbeitet als Paläontologe am Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden und hat sich um die Erforschung der Mosbach-Sande und deren fossile Tierwelt verdient gemacht. Dick Mol ist Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter (vor allem Mammut) aus Hoofddorp (Niederlande). Alle drei haben dem Autor vielfach mit großer Geduld bei den Recherchen für verschiedene Taschenbücher geholfen.

    Ernst Probst hat mehr als 30 Bücher und Taschenbücher veröffentlicht. Am bekanntesten sind seine Werke „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“, „Deutschland in der Bronzezeit“, „Rekorde der Urzeit“, „Dinosaurier in Deutschland“ (zusammen mit Raymund Windolf) „Rekorde der Urmenschen“ und „Monstern auf der Spur“.

    Bestellungen bei "GRIN Verlag für akademische Texte":
    http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen

  • Säbelzahntiger in Thüringen

    Weimar (wissenschafts-news) – Aus Thüringen kennt man bisher drei Fundorte, an denen Reste von Säbelzahnkatzen aus dem Eiszeitalter entdeckt wurden, die man populär auch Säbelzahntiger nennt. Dabei handelt es sich um Untermaßfeld bei Meiningen, Voigtstedt im Harzvorland und Weimar-Süßenborn.

    An diesen drei Fundorten kamen Fossilien der löwengroßen Säbelzahnkatze Homotherium zum Vorschein. In Untermaßfeld entdeckte man außerdem Fossilien der Dolchzahnkatze Megantereon sowie vom Jaguar, Gepard und Puma. Die Funde von Untermaßfeld sind rund eine Million Jahre alt.

    Thüringen gehört zusammen mit Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen zu den Bundesländern in Deutschland, in denen Zähne oder Knochen von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen entdeckt wurden. Dies geht aus dem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ (GRIN Verlag für akademische Texte) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor.

    Das reich bebilderte Taschenbuch informiert auf 328 Seiten über die Säbelzahnkatzen Machairodus, Homotherium und Xenosmilus sowie über die Dolchzahnkatzen Paramachairodus, Megantereon und Smilodon. Ein Herzstück des Taschenbuches ist eine umfangreiche Liste von Fundorten aus aller Welt, die mit Ägypten beginnt und mit Venezuela endet.

    *

    Bestellungen des Taschenbuches "Säbelzahnkatzen" bei:
    http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen

  • Rheinland-Pfalz: das „Land der Säbelzahntiger“

    Video "Scimitar Cat" von "TvAnimals" bei "Youtube"
    http://www.youtube.com/watch?v=TO0iOgMvvls

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Die meisten Fundorte von prähistorischen Säbelzahnkatzen in Deutschland liegen in Rheinland-Pfalz. Von dort kennt man bisher sechs Fundorte solcher Raubkatzen, die man auch Säbelzahntiger nennt. Dies geht aus dem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor. Ihm zufolge könnte man das „Land der Rüben und Reben“, wie Rheinland-Pfalz scherzhaft genannt wird, getrost als „Land der Säbelzahntiger“ bezeichnen.

    Baden-Württemberg kann mit vier Fundorten von Säbelzahnkatzen aufwarten, Thüringen mit drei Fundorten, Bayern und Hessen mit je einem Fundort. Wiesbaden ist die einzige deutsche Großstadt mit Säbelzahnkatzenfunden. Auf dem Gebiet der hessischen Landeshauptstadt liegt die berühmte Fundstelle Mosbach-Sande, die nach einem ehemaligen Dorf zwischen Wiesbaden und Biebrich benannt ist. Dort entdeckte man zahlreiche Tiere wie Elefanten, Flusspferde und Hyänen aus dem Eiszeitalter vor etwa 600.000 Jahren.

    Dem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ zufolge lebten in Deutschland die Säbelzahnkatzen Machairodus und Homotherium sowie die Dolchzahnkatzen Paramachairodus und Megantereon. Die frühesten Säbelzahnkatzen jagten am Ufer des Ur-Rheins vor etwa zehn Millionen Jahren und hatten etwa die Größe heutiger Löwen in Afrika. Zeitgenossen von ihnen waren krallenfüßige Huftiere und Menschenaffen.

    Ernst Probst hat 2009 auch das Taschenbuch „Höhlenlöwen“ veröffentlicht. Aus diesem geht hervor, dass in Deutschland im Eiszeitalter außer Säbelzahnkatzen auch Löwen, Jaguare, Leoparden, Geparde und Pumas existierten.

    *

    Bestellungen des Taschenbuches "Säbelzahnkatzen" bei:
    http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8521187/ernst_probst_saebelzahnkatzen_3640327942.html

  • In Wiesbaden jagte die Säbelzahnkatze Homotherium

    HomotheriumMol


    Modell der Säbelzahnkatze Homotherium des Bildhauers Remie Bakker aus Rotterdam. Foto: René Bleuanus

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – In der Gegend von Wiesbaden haben im Eiszeitalter vor etwa 600.000 Jahren löwengroße Säbelzahnkatzen der Art Homotherium crenatidens gejagt. Auf diese wenig bekannte Tatsache weist der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst in seinem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ (ISBN 978-3-640-32794-2) hin. Säbelzahnkatzen wurden früher als Säbelzahntiger bezeichnet.

    Wiesbaden ist die einzige Großstadt in Deutschland, in deren Gebiet fossile Reste von Säbelzahnkatzen entdeckt wurden. Bisher kennt man drei Funde von Säbelzahnkatzen aus Wiesbaden. Alle drei Säbelzahnkatzenfunde kamen in den Mosbach-Sanden zum Vorschein. Diese Flussablagerungen sind nach dem ehemaligen Dorf Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich benannt.

    1950 barg man in den Mosbach-Sanden von Wiesbaden ein Oberarmknochenfragment, 1960 einen Oberschenkelfragment und 1963 einen Mittelhandknochen der Säbelzahnkatze Homotherium crenatidens. Diese drei Knochen befinden sich im Naturhistorischen Museum Mainz, das die größte Sammlung von Eiszeittieren aus dem Rhein-Main-Gebiet besitzt.

    Die Säbelzahnkatze Homotherium crenatidens erreichte eine Schulterhöhe von ca. 1,10 Meter und eine Gesamtlänge von etwa 1,90 Meter. Männliche Tiere dieser Art wogen nach Angaben des Mainzer Zoologen Helmut Hemmer bis zu 400 Kilogramm, kleinere Weibchen bis zu rund 170 Kilogramm.

    Fossile Reste von Homotherium crenatidens kennt man auch aus Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Räuberische Zeitgenossen der Säbelzahnkatzen vor etwa 600.000 Jahren waren Riesenlöwen, Jaguare, Leoparden und Geparden. Von Ernst Probst stammt auch das ebenfalls 2009 erschienene Taschenbuch „Höhlenlöwen“.

    Das Taschenbuch "Säbelzahnkatzen" ist zum Preis von 24,99 Euro beim Buchgroßhändler "Libri" unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8521187/ernst_probst_saebelzahnkatzen_3640327942.html sowie in jeder guten Buchhandlung und in rund 100 Online-Buchshops erhältlich.

  • Fundorte von Säbelzahnkatzen in Deutschland

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen gehören zu den Bundesländern in Deutschland, in denen Zähne oder Knochen von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen entdeckt wurden. Dies geht aus dem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor.

    Das reich bebilderte Taschenbuch informiert auf 328 Seiten über die Säbelzahnkatzen Machairodus, Homotherium und Xenosmilus sowie über die Dolchzahnkatzen Paramachairodus, Megantereon und Smilodon. Ein Herzstück des Taschenbuches ist eine umfangreiche Liste von Fundorten aus aller Welt, die mit Ägypten beginnt und mit Venezuela endet.

    Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen haben – dem Taschenbuch von Ernst Probst zufolge – bereits am Ufer des Ur-Rheins vor etwa zehn Millionen Jahren gejagt. Zeitgenossen der Säbelzahnkatzen im Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren waren Riesenlöwen, Jaguare, Leoparden und Geparden. Vor diesen Raubkatzen mussten sich die damaligen Frühmenschen fürchten.

    Das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ ist beim Buchgroßhändler „Libri“ unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8521187/ernst_probst_saebelzahnkatzen_3640327942.html sowie in rund 100 Online-Buchshops erhältlich. Bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ gibt es unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen ein preiswertes E-Book und eine Leseprobe.

  • Fundorte von Säbelzahnkatzen aus aller Welt

    Saebel

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – In welchen Ländern der Erde hat man fossile Reste von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen entdeckt? Auf diese Frage gibt das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst eine Antwort. Eines der vielen Kapitel in diesem 328 Seiten umfassenden Taschenbuch zum Preis von 24,99 Euro zählt nämlich Funde von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen von Ägypten bis Venezuela auf.

    Der Titel „Säbelzahnkatzen“ ist als gedrucktes Taschenbuch bei „Libri“ unter http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8521187/ernst_probst_saebelzahnkatzen_3640327942.html sowie bei rund 100 Online-Buchshops zum Preis von 24,99 Euro erhältlich. Bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ gibt es ein E-Book unter http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen zum Preis von 14,99 Euro.

    Das Taschenbuch ist reich bebildert. Eine besonderes Augenweide sind Zeichnungen der Illustratoren Mauricio Antón aus Madrid und Pavel Major aus Prag. Von Ernst Probst erschienen kürzlich auch die Taschenbücher „Der Ur-Rhein“ und „Höhlenlöwen“. Letzterer Titel informiert über alle Funde von Eiszeit-Löwen in Deutschland.

    Säbelzahnkatzen oder Säbelzahntiger, wie man sie früher nannte, faszinieren seit eh und je die Menschen in aller Welt. Diese Raubkatzen mit ihren im Extremfall bis zu 28 Zentimeter langen Eckzähnen gehören zu den bekanntesten Säugetieren der Urzeit. Die ersten von ihnen jagten bereits im Miozän vor rund 15 Millionen Jahren auf unserem „Blauen Planeten“. Die letzten verschwanden gegen Ende des Eiszeitalters vor etwa 11.700 Jahren für immer aus der Natur.

    Mit diesen mehr oder minder eindrucksvollen Großkatzen befasst sich das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“. Es stellt in Deutschland, Europa, Afrika, Asien und Amerika entdeckte Arten der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen sowie andere prähistorische Raubkatzen vor: nämlich Mosbacher Löwen, Höhlenlöwen, Europäische Jaguare, Leoparden, Schnee-Leoparden, Geparden und Pumas.

    Die Idee für dieses Taschenbuch über Säbelzahnkatzen reifte während der Recherchen für die 2009 erschienenden Titel „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ und „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ von Ernst Probst. Denn dabei ging es oft auch um Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen.

    Das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ ist Professor Dr. Helmut Hemmer aus Mainz, Dr. Thomas Keller aus Wiesbaden und Dick Mol aus Hoofddorp (Niederlande) gewidmet. Professor Dr. Helmut Hemmer gilt als international renommierter Experte für fossile Katzen und war früher am Zoologischen Institut der Universität Mainz tätig. Dr. Thomas Keller arbeitet als Paläontologe am Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden und hat sich um die Erforschung der Mosbach-Sande und deren fossile Tierwelt verdient gemacht. Dick Mol ist Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter (vor allem Mammut) aus Hoofddorp (Niederlande). Alle drei haben dem Autor vielfach mit großer Geduld bei den Recherchen für verschiedene Taschenbücher geholfen.

    Ernst Probst hat mehr als 30 Bücher und Taschenbücher veröffentlicht. Am bekanntesten sind seine Werke „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“, „Deutschland in der Bronzezeit“, „Rekorde der Urzeit“, „Dinosaurier in Deutschland“ (zusammen mit Raymund Windolf) „Rekorde der Urmenschen“ und „Monstern auf der Spur“.

  • Uniturm: Lernportal für Studierende

    Uniturm

    Leipzig (wissenschafts-news) – „Uniturm.de“ mit der Internetadresse http://www.uniturm.de ist das größte Lernportal für Studierende in Deutschland. Mittlerweile nutzen mehr als 25.000 Studenten aus 170 Hochschulstädten das Wissensnetzwerk zur Erleichterung des Studiums sowie zur effizienten Prüfungsvorbereitung und es werden jeden Tag mehr. Im Einzelnen sieht das wie folgt aus – Studierende können auf Uniturm.de kostenlos

    - Mitschriften tauschen
    - Lösungen vergleichen
    - Skripte herunterladen
    - Foren seiner Fächer besuchen
    - Organisationstipps bekommen

    Mit Hilfe von Experten und den Anregungen der Nutzer wird das Portal ständig weiterentwickelt. So gab es Mitte Januar 2009, pünktlich zur Prüfungszeit, einen kompletten Relaunch der Plattform. Seitdem ist die Menüführung einfacher und die Strukturen sind klarer. So werden noch schneller die gewünschten Ergebnisse gefunden. Alle Funktionen auf Uniturm.de sind selbstverständlich kostenlos für die Studenten.

    Das ist noch nicht alles. Das neue Projekt „TutorenClub“ steckt gerade in den Kinderschuhen. Es hat sich ganz den Hochschultutoren verschrieben und möchte einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass die Tutorien an deutschen Hochschulen künftig qualitativ noch besser werden.

    Der TutorenClub - www.tutorenclub.de - ist die bundesweite Qualifizierungsinitiative für Tutoren. Mit dieser Idee soll eine Plattform geschaffen werden, die den Tutoren neben Seminaren, vor allem die Möglichkeit zum Networking und Erfahrungsaustausch bietet. Das Dienstleistungsangebot umfasst als zentrales Element regelmäßig stattfindende Workshops mit erfahrenen Trainern. Dabei werden gemeinsam Methoden für die optimale Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines Tutoriums erarbeitet. Die Teilnahme am TutorenClub ist dabei für die Hochschultutoren komplett kostenlos. Renommierte Professoren konnten von diesem Vorhaben überzeugt werden.

    Der erste Workshop (26. Mai 2009 an der Universität Leipzig) war ein voller Erfolg und die 19 Teilnehmer(innen) sind nach einem spannenden Tag voller neuer Eindrücke nach Hause gegangen.

  • Bloggewitter „10 Jahre Bologna: Die Zukunft der Hochschulen“

    In einer noch nie zuvor praktizierten Form entwerfen Wissenschaftler aller Fächer und Karrierestufen neue Perspektiven für unsere Universitäten und Hochschulen

    Aus: Spektrum der Wissenschaft, spektrumdirekt

    Mit einer für die Wissenschaftskommunikation völlig neuartigen Aktion diskutieren die Zeitschriften Spektrum der Wissenschaft und Gehirn&Geist, die Onlinezeitung spektrumdirekt sowie die Blogplattform SciLogs ab Montag, den 15. Juni 2009, eine Woche lang die Zukunft der deutschen Hochschulen. Anlass ist der 10. Jahrestag der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung am 19. Juni 1999. Damals verpflichteten sich die europäischen Bildungsminister, bis 2010 einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Damit verbunden ist u.a. die teils heftig umstrittene Umstellung aller Studiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse.

    In der konzertierten Aktion werden mehr als 40 Wissenschaftler, Wissenschaftsredakteure und politische Entscheidungsträger den Bologna-Prozess auf den Prüfstand stellen, Beispiele für gelungene und missglückte Reformanstrengungen vorstellen und mit den Lesern diskutieren, wie wir unsere Universitäten und den akademischen Nachwuchs fit für die Zukunft machen können.

    Dabei ziehen neben den Bloggern der SciLogs zahlreiche renommierte Gastautoren Bilanz – u.a. der Präsident des Deutschen Hochschulverbands, Prof. Bernhard Kempen, der Präsident des Allgemeinen Fakultätentags, Prof. Albert Albers, sowie der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Prof. Peter Strohschneider.

    Ziel der Themenwoche sei es, aus verschiedenen Blickwinkeln ein möglichst umfassendes Bild der aktuellen Situation unserer Hochschulen zu zeichnen, erläutert der Initiator des „Bloggewitters“, Dr. Carsten Könneker von Spektrum der Wissenschaft: „Wir möchten die bisherigen Erfahrungen über die Grenzen einzelner Fachbereiche hinweg transparent machen und die Vertreter aller betroffenen Gruppen miteinander ins Gespräch bringen – vom einfachen Studenten bis hin zum Rektor und Wissenschaftsmanager.“ Über die Kommentarfunktion der SciLogs können Leser eigene Erfahrungen und Ideen beisteuern. Sämtliche Beiträge des Bloggewitters sind durch ein einheitliches Logo gekennzeichnet und werden zudem auf der Übersichtsseite www.scilogs.de/bologna gelistet.

    SciLogs.de ist das größte deutschsprachige Portal für Wissenschaftsblogs. Mehr als 60 Blogger aus den verschiedensten Disziplinen diskutieren sämtliche Fassetten der Wissenschaft.

    Spektrum der Wissenschaft ist die deutsche Ausgabe der Zeitschrift Scientific American. Im gleichnamigen Verlag erscheinen auch die Magazine Gehirn&Geist, Sterne und Weltraum, Spektrum epoc sowie die Internetzeitung spektrumdirekt.de.

  • Die Phönizier

    Harte Forschung – und hartnäckige Klischees

    Aus: epoc, 4/2009

    Ein Volk begnadeter Seefahrer, das sich von seiner Heimat in der Levante aufmachte, um entlang der Mittelmeerküste unzählige Niederlassungen zu gründen. Ein Volk, das den Handel der antiken Welt beherrschte. Ein Volk, das den Kapitalismus erfand. Das ist das Bild, das viele von uns im Kopf haben, wenn sie an die Phönizier denken. Doch obgleich diese Vorstellungen so fest umrissen scheinen, beschreiben sie im besten Fall nur Halbwahrheiten.

    Warum es um oder kurz nach 1200 v. Chr. zur Katastrophe kam, ist bis heute nicht vollends geklärt. Gegen Ende der Bronzezeit versank der ganze östliche Mittelmeerraum binnen kurzer Zeit im Chaos. Das Reich der Hethiter verschwand genauso wie die Paläste der Mykener. "Von Griechenland bis zum galiläischen Hochland erstreckte sich eine Trümmerlandschaft", erläutert der Althistoriker Michael Sommer von der University of Liverpool im Rahmen des groß angelegten Titelthemas über die Phönizier in epoc 4/2009.

    Doch die Levante erholte sich erstaunlich rasch. Nur gut 100 Jahre später ist erstmals von einem dort ansässigen Volk die Rede, das sich auf den internationalen Holzhandel verlegt hatte: den Phöniziern.

    In einem Staat waren sie nie vereint – sehr wohl aber in ihrer gemeinsamen Sprache und Religion. Im heutigen Libanon und Syrien gründeten sie Städte wie Arados, Byblos, Sidon – und Tyros.

    Die Phönizier und ihre Kolonien

    Tyros stieg rasch zur mächtigsten Phöniziermetropole auf und wurde Hegemonialmacht. Rings um das Mittelmeer gründeten die Tyrer zahlreiche Niederlassungen – die allesamt dem schwunghaften Tauschhandel dienten. Schon damals entstand das Bild vom "gewissenlosen, nur auf Gewinn bedachten Unternehmer", das sich, wie Erich Kistler beschreibt, bis in unsere Zeit hartnäckig hält.

    Doch gründete die Macht der Phönizier wirklich allein auf Gier und Profit? Waren sie es, die den Kapitalismus erfanden? Der Archäologe von der Universität Bochum glaubt das nicht und schildert, wie sich insbesondere die Könige von Tyros wirklich ihre Vorteile sicherten: durch eine kluge Politik des Schenkens.

    Dass sie damit auch wirtschaftlichen Erfolg hatten, rief natürlich Neider auf den Plan. Immer wieder mussten die Phönizier sich gegen mächtige Nachbarn erwehren. Doch alle waren letztlich abhängig von den seefahrenden Händlern – schließlich konnten nur sie die ständig steigende Nachfrage nach Luxusgütern befriedigen.

    Ihr schlechter Ruf hatte sich da aber schon verfestigt – was heutigen Forschern nicht selten das Leben schwer macht. Denn obwohl die Phönizier die Alphabetschrift erfanden und nach Europa brachten, ist von ihrem zweifellos umfangreichen literarischen Werk nichts überliefert. Wer heute etwas über das Volk von der Levante erfahren will, ist daher – neben den archäologischen Zeugnissen – vor allem auf schriftliche Quellen anderer angewiesen.

    Als recht ergiebig erwiesen sich die beiden berühmtesten Werke jener Zeit: Homers "Ilias" und "Odyssee". Doch darin findet sich nicht viel Gutes. Das negative Phönizierbild Homers sei jedoch nicht für bare Münze zu nehmen, warnt Joachim Latacz, Emeritus für Griechische Sprache und Literatur an der Universität Basel, gleichwohl sei das griechische Vorurteil von den "cleveren Betrügern" nicht ohne wahren Kern gewesen.

    Im 8. Jahrhundert v. Chr., auf dem Gipfel phönizischer Macht, gelang einer Handelsniederlassung, was keiner anderen Siedlung – nicht einmal Tyros selbst – vergönnt war: Sie bildete ein eigenes Reich. Die Rede ist von Karthago an der Nordküste des heutigen Tunesien, das im Gegensatz zu den übrigen phönizischen Städten wegen seines fruchtbaren Hinterlands weit gehend unabhängig war. Zudem ließ sich dank seiner günstigen Lage der Ost-West-Handel perfekt kontrollieren.

    "Während bei den Phöniziern die Errichtung von Kolonien in Übersee immer von wirtschaftlichen Interessen getrieben war, verhielt es sich bei den Karthagern genau umgekehrt", schreibt Michael Sommer. "Das im Entstehen begriffene Reich verschaffte den punischen Fernhändlern Respekt"

    Kurzum: Karthago wurde immer mächtiger – bis seine Expansionsbestrebungen schließlich die Interessen der Römer berührten. Dreimal führten die "Punier", wie die Römer die Phönizier nannten, Krieg gegen das Imperium. Am Ende verloren sie nicht nur die Schlacht, sondern alles – ganz, wie es sich der römische Senator Cato der Ältere so sehnlich gewünscht und angeblich in jeder Senatssitzung gefordert hatte: "Ceterum censeo Carthaginem esse delendam." – "Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss."

    Über epoc:
    epoc, das Magazin für Geschichte, Archäologie und Kultur, erscheint seit 2004. Sechsmal pro Jahr vermitteln Forscher und Fachjournalisten auf mehr als 100 Seiten fundiert und unterhaltsam Wissen über historische Themen und zeigen spannende Zusammenhänge aus Kunst, Kultur und Geistesgeschichte auf. Ein jeweils umfassend beleuchtetes Titelthema zu zentralen Ereignissen, Persönlichkeiten und Kulturen der Welt sowie spannende Reportagen und Essays überzeugen alle zwei Monate rund 40 000 Leser.

    Unter www.epoc.de finden alle historisch Interessierten Kurzmeldungen und aktuelle Ausstellungstipps. Ein Newsletter und die Chronologs, das Blogportal für Fragen zur Vergangenheit und ihrer Erforschung, halten Sie täglich auf dem Laufenden.

  • Geo-Kanu-Tour auf der Lahn von Weilburg nach Fürfurt

    Weilburg (wissenschafts-news) - Exkursionen zu Fuß, mit dem Fahrrad und per Autobus hat das AGIL-Team der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg in der Vergangenheit schon erfolgreich organisiert. Am Samstag, 27. Juni 2009, soll es auch auf die Lahn gehen. Dabei soll in lockerer Form auf die landschaftlichen sowie natur- und kulturhistorischen Besonderheiten dieses größten Fließgewässers unserer Heimat hingewiesen werden. Die Tour führt die Gruppe in Dreierkanus von Weilburg nach Fürfurt. Die Leitung werden Eckart Mascus vom Fachbereich für den ländlichen Raum und Dr. Holger Rittweger vom Mobilen Landschaftsmuseum übernehmen.

    Das Ablegen erfolgt nach Ausgabe der Boote, Schwimmwesten etc. und einer kurzen Einweisung. Nach der Passage des Schiffstunnels und den damit verbundenen Schleusen geht es zu einem ersten kurzen Haltepunkt zwischen Kirschhofen und Odersbach. Von dort geht es weiter durch die Schleuse Kirschhofen an Gräveneck vorbei bis nach Fürfurt (Gesamtstrecke ca. 11 Kilometer, Ankunft ca. 14.00 Uhr). Für den anschließenden gemütlichen Ausklang sind in der Fürfurter Lahntalschänke Tische reserviert. Die Rückkehr nach Weilburg erfolgt per Lahntalbahn vom unmittelbar benachbarten Bahnhof. Für den Samstagnachmittag stehen zwei Abfahrtszeiten zur Verfügung: 14.49 Uhr oder 16.49 Uhr (Ankunft in Weilburg jeweils 10 min. später).

    Es können maximal 30 Personen in zehn Kanus teilnehmen (Anmeldung unbedingt erforderlich!) . Alle Teilnehmer müssen geübte Schwimmer sein. Die Teilnahme findet auf eigenes Risiko statt. Der Veranstalter übernimmt keinerlei Haftung oder Gewährleistung.

    Treffpunkt: 10.00 Uhr am Bootsverleih in Weilburg (Nähe Hallenbad).

    Parkmöglichkeiten bestehen am Bahnhof und in den abzweigenden Seitenstraßen.

    Teilnehmerbeitrag: 20,00 Euro

    Eine Veranstaltung der Arbeits-Gruppe Information & Landschaft
    http://www.mobileslandschaftsmuseum.de/agil.htm

  • Wo man in Deutschland Säbelzahnkatzen fand

    Video "Scimitar Cat" von "TvAnimals" bei Youtube
    http://www.youtube.com/watch?v=TO0iOgMvvls

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen gehören zu den Bundesländern in Deutschland, in denen Zähne und Knochen von ausgestorbenen Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen gefunden wurden. Dies geht aus dem Taschenbuch „Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor.

    Diesem Buch zufolge hat man bisher in Deutschland fossile Reste der Säbelzahnkatzen (früher Säbelzahntiger genannt) Machairodus aphanistus, Homotherium crenatidens, Homotherium latidens sowie der Dolchzahnkatzen Paramachairodus ogygius, Paramachairodus orientalis und Megantereon crenatidens entdeckt. Davon kamen der löwengroße Machairodus aphanistus und der nur etwa halb so große Paramachairodus ogygius bereits vor etwa 10 Millionen Jahren am Ur-Rhein vor.

    Der Titel „Säbelzahnkatzen“ ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ www.grin.de erschienen und für 24,99 Euro beim Buchgroßhändler „Libri“ www.libri.de sowie in rund 100 Online-Buchshops erhältlich. Bei GRIN ist für 14,99 Euro ein preiswertes E-Book zu haben.

    Von Ernst Probst sind 2009 auch folgende Taschenbücher erschienen:
    Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren
    Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter
    Bei „Google Buchsuche“ sind kostenlose Leseproben der zuletzt erwähnten Taschenbücher zu finden.

  • Taschenbuch informiert über Säbelzahnkatzen

    Saebel

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Haben in Deutschland, Österreich und der Schweiz räuberische Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen gelebt und gejagt? In welcher Zeit lebten diese Raubtiere, wie groß und schwer waren sie und warum sind sie ausgestorben? Antwort auf diese und viele andere Fragen gibt das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.

    Der Titel „Säbelzahnkatzen“ ist als gedrucktes Taschenbuch bei „Libri“ unter http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8521187/ernst_probst_saebelzahnkatzen_3640327942.html sowie bei rund 100 Online-Buchshops zum Preis von 24,99 Euro erhältlich. Bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ gibt es ein E-Book unter http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen zum Preis von 14,99 Euro.

    Das Taschenbuch ist reich bebildert. Eine besonderes Augenweide sind Zeichnungen der Illustratoren Mauricio Antón aus Madrid und Pavel Major aus Prag. Von Ernst Probst erschienen kürzlich auch die Taschenbücher „Der Ur-Rhein“ und „Höhlenlöwen“. Letzterer Titel informiert über alle Funde von Eiszeit-Löwen in Deutschland.

    Säbelzahnkatzen oder Säbelzahntiger, wie man sie früher nannte, faszinieren seit eh und je die Menschen in aller Welt. Diese Raubkatzen mit ihren im Extremfall bis zu 28 Zentimeter langen Eckzähnen gehören zu den bekanntesten Säugetieren der Urzeit. Die ersten von ihnen jagten bereits im Miozän vor rund 15 Millionen Jahren auf unserem „Blauen Planeten“. Die letzten verschwanden gegen Ende des Eiszeitalters vor etwa 11.700 Jahren für immer aus der Natur.

    Mit diesen mehr oder minder eindrucksvollen Großkatzen befasst sich das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“. Es stellt in Deutschland, Europa, Afrika, Asien und Amerika entdeckte Arten der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen sowie andere prähistorische Raubkatzen vor: nämlich Mosbacher Löwen, Höhlenlöwen, Europäische Jaguare, Leoparden, Schnee-Leoparden, Geparden und Pumas.

    Die Idee für dieses Taschenbuch über Säbelzahnkatzen reifte während der Recherchen für die 2009 erschienenden Titel „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ und „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ von Ernst Probst. Denn dabei ging es oft auch um Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen.

    Das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ ist Professor Dr. Helmut Hemmer aus Mainz, Dr. Thomas Keller aus Wiesbaden und Dick Mol aus Hoofddorp (Niederlande) gewidmet. Professor Dr. Helmut Hemmer gilt als international renommierter Experte für fossile Katzen und war früher am Zoologischen Institut der Universität Mainz tätig. Dr. Thomas Keller arbeitet als Paläontologe am Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden und hat sich um die Erforschung der Mosbach-Sande und deren fossile Tierwelt verdient gemacht. Dick Mol ist Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter (vor allem Mammut) aus Hoofddorp (Niederlande). Alle drei haben dem Autor vielfach mit großer Geduld bei den Recherchen für verschiedene Taschenbücher geholfen.

    Ernst Probst hat mehr als 30 Bücher und Taschenbücher veröffentlicht. Am bekanntesten sind seine Werke „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“, „Deutschland in der Bronzezeit“, „Rekorde der Urzeit“, „Dinosaurier in Deutschland“ (zusammen mit Raymund Windolf) „Rekorde der Urmenschen“ und „Monstern auf der Spur“.

  • Taschenbuch über Säbelzahnkatzen von Ernst Probst

    Video "Machairodus Africanus" von "TvAnimals" bei Youtube
    http://www.youtube.com/watch?v=BatauseBhZM

    Wiesbaden (wissenschafts-news) - Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen werden in dem Taschenbuch "Säbelzahnkatzen" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in Wort und Bild vorgestellt. Das Taschenbuch umfasst 328 Seiten, präsentiert zahlreiche Abbildungen und kostet 24,99 Euro. Es ist bei "GRIN Verlag für akademische Texte" erschienen.

    Bei GRIN ist der Titel "Säbelzahnkatzen" als preiswertes E-Book erhältlich, bei "Amazon" www.amazon.de und "Libri" www.libri.de in Kürze als gedrucktes Taschenbuch. Vom Ernst Probst stammen auch die Taschenbücher "Der Ur-Rhein" und "Höhlenlöwen", in denen es teilweise auch um Säbelzahnkatzen geht.

    In jeweils eigenen Kapiteln werden die Säbelzahnkatzen Machairodus, Homotherium und Xenosmilus sowie die Dolchzahnkatzen Paramachairodus, Megantereon und Smilodon behandelt. Machairodus, Homotherium, Paramachairodus und Megantereon sind auch in Deutschland durch Funde nachgewiesen.

    Das Taschenbuch "Säbelzahnkatzen" listet die wichtigsten Fundorte von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie aus dem Rest der Welt auf.

  • Naturgetreuer Abguss eines Raubtieres aus Messel zu verkaufen

    ParoodectesBMP

    Seltene Replik eines Raubtieres aus Messel zu verkaufen

    Art:
    Paroodectes feisti
    Raubtier

    Größe der Platte:
    ca. 66 cm x 24 cm

    Fundort des Originals:
    Grube Messel bei Darmstadt (Hessen)

    Stratigrafie:
    Mittleres Eozän

    Alter des Originals:
    ca. 50 Millionen Jahre

    Bemerkung:
    Auf der Rückseite gibt es eine Aufhängung

    Replik angefertigt von Otto Feist, Mühltal/Trautheim bei Darmstadt

    Anfragen an:
    info (at) korfluer.net

    *

    Paroodectes feisti ist der erste Fund eines echten Raubtieres aus der Grube Messel bei Darmstadt. Der Artname feisti erinnert an den verdienstvollen Fossiliensammler und Entdecker Otto Feist aus Mühltal bei Darmstadt. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde dieser seltene Fund 1980 von dem Paläontologen Rainer Springhorn vom Lippischen Landesmuseum in Detmold. Paroodectes feisti war ein kleiner, gewandter Kletterer, der etwa einer heutigen Ginsterkatze ähnelte. Vermutlich hat dieser Räuber in den damaligen Urwäldern Insektenfresser, Nagetiere und andere kleine Wirbeltiere gejagt und gefressen.

  • Was Neurowissenschaftler von Zauberern lernen können

    Forscher erschließen eine neue Informationsquelle über kognitive Vorgänge.

    Aus: Spektrum der Wissenschaft, Juni 2009

    Zauberkünstler haben in Jahrhunderten gelernt, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit der Zuschauer zu manipulieren. Ihre Tricks wecken deshalb neuerdings auch das Interesse der Neurowissenschaftler. Die Forscher hoffen, mehr über sensorische und kognitive Prozesse zu erfahren, indem sie analysieren, wie Magier es schaffen, unsere Sinne zu täuschen. Über erste faszinierende Erkenntnisse, die sie dabei gewonnen haben, berichten zwei Protagonisten dieses neuen Forschungszweigs, Susana Martinez-Conde und Stephen Macknik vom Barrow Neurological Institute in Phoenix (Arizona), im Juniheft von Spektrum der Wissenschaft.

    Zauberer sind groß darin, die Aufmerksamkeit des Publikums von einer heimlichen Aktion abzulenken. Das kann offen geschehen, indem der Illusionist dafür sorgt, dass die Zuschauer in die falsche Richtung blicken – etwa durch die Aufforderung, einen bestimmten Gegenstand zu fixieren. Noch raffinierter ist die verdeckte Ablenkung. Dabei hat das Publikum das Geheimnis hinter dem Trick direkt vor Augen und bemerkt es trotzdem nicht.

    Dazu nutzen Magier etwa das Phänomen der Veränderungsblindheit. Den Betrachtern einer Szene entgeht dabei, dass etwas anders ist als zuvor. Viele Untersuchungen ergaben, dass selbst einschneidende Änderungen nicht bemerkt werden, wenn sie während einer kurzzeitigen Unterbrechung des Sehvorgangs stattfinden und scheinbar nebensächliche Dinge betreffen.

    Weidlich Gebrauch machen Zauberkünstler auch von der so genannten Unaufmerksamkeitsblindheit. Hier übersehen die Betrachter ein unerwartetes Objekt, das sie unmittelbar vor Augen haben. So führten die Psychologen Daniel J. Simons und Christopher F. Chabris Versuchspersonen ein Video vor und baten sie, mitzuzählen, wie oft eine „Mannschaft“ aus drei Basketballspielern den Ball an einen Teamkollegen abgibt; die Pässe des „gegnerischen“ Trios sollten ignoriert werden. Etwa die Hälfte der Beobachter bemerkte nicht, wie ein als Gorilla kostümierter Mensch mitten durchs Bild lief, im Zentrum sogar kurz anhielt und sich auf die Brust trommelte.

    Desgleichen spielen Zauberer mit der Erwartungshaltung ihrer Zuschauer, indem sie ein und denselben Vorgang mehrfach ausführen und dann unvermutet abändern. So kann ein wiederholt geworfener Ball sich schließlich scheinbar mitten in der Luft auflösen. Tatsächlich wurde er gar nicht mehr geworfen, sondern nach der vorgetäuschten Wurfbewegung in der Hand verborgen. Dass der Trick funktioniert, liegt, wie die wissenschaftliche Analyse ergab, auch an einem „repräsentionalen Impuls“. Demnach scheint ein bewegtes Objekt, das plötzlich verschwindet, noch ein Stück weiter längs seiner vorigen Bahn zu fliegen.

    Auch mit ihren Gesten können Zauberkünstler die Aufmerksamkeit des Publikums steuern. Soll es auf die Bahn der Hand achten, malen sie eine geschwungene Linie in die Luft. Eine schnelle, gerade Bewegung lenkt das Augenmerk dagegen auf die Endposition hin. Eine neurowissenschaftliche Erklärung dafür ist, dass geschwungene Bewegungen dem Betrachter automatisch bedeutsamer erscheinen als lineare und deshalb größere Beachtung finden. Das passt zu Ergebnissen von Untersuchungen, wonach Wölbungen und Ecken von Gegenständen prominenter erscheinen und stärkere Gehirnaktivität hervorrufen als gerade Kanten.

    Neurowissenschaftler analysieren die Methoden der Illusionisten aber nicht nur, sondern setzen sie auch für eigene Untersuchungen ein. So wurden Versuchspersonen in einem Magnetresonanztomographen Filme von Zaubertricks vorgeführt, die scheinbar gegen das Gesetz von Ursache und Wirkung zu verstießen, und die Gehirnaufnahmen anschließend mit denen einer Kontrollgruppe verglichen, die analoge Videos gesehen hatte, bei denen aber alles mit rechten Dingen zuging. Wie sich herausstellte, war bei den Probanden, die den Zaubertrick betrachteten, ein Bereich im anterioren Gyrus cinguli stärker aktiviert als bei den Vergleichspersonen. Demnach hat diese Hirnregion, so der Schluss der Forscher, offenbar mit der Interpretation kausaler Zusammenhänge zu tun.

    Die Psychologen Peter Johansson und Lars Hall an der Universität Lund konnten mit Taschenspielertricks eine besonders interessante Erkenntnis gewinnen. Sie legten nichtsahnenden Versuchspersonen Bildpaare von weiblichen Gesichtern vor und forderten sie auf, jeweils das für sie attraktivere auszuwählen. Anschließend vertauschten sie heimlich die beiden Fotos. Nur ein Viertel der Probanden bemerkte den Tausch. Mehr noch: Wenn eine Versuchsperson anschließend ihre ins Gegenteil verkehrte Wahl begründen sollte, erfand sie aus dem Stegreif Argumente dafür – eine frappierende Demonstration, wie weit nachträgliche Rationalisierungen gehen können.

    Magische Tricks lassen sich vielleicht sogar in der Medizin einsetzen. So könnten sie sich nach Meinung der beiden Spektrum-Autoren für diagnostische und therapeutische Verfahren bei Patienten mit bestimmten kognitiven Defiziten eignen – seien es die Folgen von Hirnverletzungen, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktvitätsstörung) oder Alzheimer-Demenz. Möglicherweise gelingt es mit manchen Methoden der Bühnenzauberei zudem, die Patienten in einer Weise zu "überlisten", dass sie sich auf die Kernpunkte ihrer Therapie konzentrieren und nicht von nebensächlichen Dingen beeinflussen lassen, die sie nur verwirren. Es gibt sogar schon ein erstes Beispiel für die medizinische Anwendung eines Zauberutensils. Vilayanur S. und Diane Rogers-Ramachandran von der University of California in San Diego täuschen mit einem Spiegelkasten, in dessen nicht sichtbaren Hohlräumen Illusionisten gerne Dinge verbergen, amputierten Menschen in Therapiesitzungen die Existenz des fehlenden Körperteils vor. Dadurch verringert sich nachweislich der Phantomschmerz.

    Spektrum Videos über Zaubertricks finden Sie unter www.spektrum.de/zauberei

  • Bronzezeit: Liman Tepe – Trojas unbekannte Schwester

    Archäologen entdecken an der türkischen Küste immer neue Großsiedlungen der Bronzezeit

    Aus: Spektrum der Wissenschaft, Juni 2009

    Wer an die vorgeschichtliche Vergangenheit Kleinasiens denkt, dem kommt schnell das berühmte Troja in den Sinn. Lange kannte Prähistoriker kaum eine andere Großsiedlung der Frühen Bronzezeit. Doch dem persönlichen Einsatz des türkischen Archäologen Hayat Erkanal ist es zu verdanken, dass im Ortsteil Iskele der Kleinstadt Urla, 40 Kilometer westlich von Izmir ein Ort ausgegraben wird, der den Vergleich mit Troja nicht zu scheuen braucht. Vor mehr als 4500 Jahren florierte dort in Liman Tepe der Fernhandel zwischen den Kulturen der Ägäis und dem hethitischen Großreich, wie "Spektrum der Wissenschaft" in seiner Juni-Ausgabe beschreibt.

    Dabei wäre das "Izmir Region Excavations and Research Project" (IRERP) der Universität Ankara beinahe nicht zustande gekommen. Denn Liman Tepe hatte niemand auf der Rechnung. Erkanal verkaufte sogar seine Wohnung in Ankara, um 1992 mit anderen Wissenschaftlern und Studenten dort zu graben. Bei Surveys in der Region und durch Notgrabungen vor einem Staudammbau wurden zudem weitere Orte entdeckt, die schon zur Kupfersteinzeit (4500 – 3000 v. Chr.) bewohnt waren. Und so wuchs, was an Urlas Hafenhügel begann, zu einem Großprojekt heran, das inzwischen sogar die Unterwasserarchäologie einbindet. Denn nicht nur setzt sich die Jahrtausende alte Stadt mit ihren Wehranlagen auch im Meer fort, wie das Team zunächst schnorchelnd herausfand. In der Frühen Bronzezeit vor etwa 4600 Jahren entstand dort auch die erste Mole der Welt, gut 100 Meter lang und 40 Meter breit.

    Offenbar bestand Bedarf an einer so aufwendigen Hafenanlage. Vermutlich war dies eine Folge der innovativen Werkstoffs Bronze: Dank der besseren Werkzeuge konnten Zimmerleute Boote mit ausladenden Bäuchen fertigen, Seefahrer also immer mehr Waren befördern. Liman Tepe entwickelte sich zu einem Knotenpunkt im Handelsnetzwerk zwischen dem anatolischen Hochland und der Ägäis. Eine "Stadt voll prangender Häuser" mit "wohl bebauten Gassen"; "eine gewaltige Feste" mit "türmenden Mauern" und "gottgebauten Türmen", so beschrieb Homer Troja. Und so hätte der wahrscheinlich in Smyrna, dem heutigen Izmir, geborene erste Dichter Europas wohl auch Liman Tepe beschreiben können. Denn zu seinen Lebzeiten (vermutlich 8. Jahrhundert v. Chr.) waren von der bronzezeitlichen Festungsanlage vermutlich immer noch die gewaltigen Wehrtürme zu erkennen, auch wenn sie wohl schon halb von Erde bedeckt waren.

    Griechische Einwanderer nutzten sie als Stützmauern für die Häuser eines neuen Ortes in einer neuen Zeit. Klazomenai nannten sie ihren Weiler und das lässt die Archäologen hoffen, eines Tages aus hethitischen Schriftquellen zu erfahren, wie die Einwohner der bronzezeitlichen Stadt ihren Ort nannten. Denn "Klazomenai" ist nicht aus der griechischen Sprache abzuleiten. Dieser Name dürfte also auf eine ältere Bezeichnung zurückgehen und die könnte in der amtlichen Korrespondenz des hethitischen Großreichs auftauchen. Warum auch immer die griechischen Neubürger ihr Dorf so nannten, wie sie es taten, sie hatten wie ihre Vorgänger eine gute Wahl getroffen: 300 Jahre später gehörte der Küstenort zu den reichsten Städten Ioniens.

  • Ein lebhafter kleiner Saturnmond

    Enceladus, der sechstgrößte Trabant des Ringplaneten, steckt voller Überraschungen – und könnte Spuren von Leben bergen

    Aus: Spektrum der Wissenschaft, Juni 2009

    Im Inneren des kleinen Saturnmonds Enceladus vermuten Planetenforscher organische Verbindungen, Kanäle oder gar Seen mit flüssigem Wasser. Energie, Kohlenstoffverbindungen, Wasser: die drei Voraussetzungen für Leben, wie wir es kennen. Die Erforschung dieses fremdartigen und fernen Orts bringt uns – nach unserem Nachbarplaneten Mars, dem Saturnmond Titan und dem Jupitermond Europa – eine weitere Welt im Sonnensystem nahe, die sich vielleicht für lebende Organismen eignet. Als die Raumsonde Cassini vor einigen Jahren die Südhalbkugel von Enceladus überflog, enthüllte sie eine Landschaft, die im Sonnensystem nicht ihresgleichen hat. Einen Eindruck von der Begeisterung, die dies unter Planetenforschern auslöste, vermittelt Carolyn Porco, Leiterin des Cassini-Kamerateams, in der Juniausgabe von Spektrum der Wissenschaft.

    Bei Cassinis Wanderung über die Südpolregion fing der Staubanalysator winzige Partikel auf, die offenbar von dort emporgeschleudert worden waren. Zwei andere Instrumente entdeckten Wasserdampf sowie Anzeichen für Kohlendioxid, Stickstoff und Methan. Außerdem spürte die Infrarotkamera lokale Bodentemperaturen bis zu minus 90 Grad auf – weit mehr als die minus 200 Kelvin, die durch bloße Sonneneinstrahlung zu erwarten wären. Auf Fotos des Horizonts im Gegenlicht der Sonne sahen die Planetenforscher außerdem eine gewaltige Wolke kleiner Eispartikel, die sich um mehrere hundert Kilometer über den Südpol erhob.

    Seither hat die Cassini-Sonde mehrere Vorbeiflüge an Enceladus absolviert und ist in wenigen Kilometern Höhe in dichtere Regionen der Eruptionsfahne vorgedrungen. Bei einer besonders engen Passage im März 2008 entdeckte Cassini zusätzlich zu Wasserdampf, Stickstoff, Kohlendioxid und Methan kleine Beimengungen anderer Kohlenstoffverbindungen wie Azetylen und Cyanwasserstoff sowie Spuren von Ethan, Propan, Benzol, Formaldehyd und anderen organischen Verbindungen. Woher nimmt Enceladus die Energie für seine geologische Aktivität? Irdisches Gestein enthält radioaktive Substanzen, die Wärme erzeugen. Zweifellos gilt für Enceladus das Gleiche, aber all sein Gestein reicht nicht aus, die beobachtete Wärme zu produzieren.

    Ansonsten kommen als plausible Wärmequelle nur Gezeitenkräfte in Frage. So wie die Schwerkraft von Sonne und Mond unseren Planeten ein wenig deformiert und das Wechselspiel von Flut und Ebbe hervorruft, knetet Saturns Gravitation Enceladus durch. Wegen dessen exzentrischer Bahn variiert sein Abstand von Saturn. Je näher er ihm kommt, desto mehr wird er deformiert. Diese Variation erzeugt innere Verschiebungen und somit Wärme.

    Da Enceladus unter der Oberfläche fast sicher Wasser birgt, stehen wir vor der faszinierenden Möglichkeit, dass sich in dem kleinen Mond zumindest Vorstufen von Leben regen. Einem Ökosystem auf Enceladus würden auf der Erde am ehesten unterirdische vulkanische Schichen ähneln, in denen Wasser in völliger Finsternis heißes Gestein umspült. Hier findet man Organismen, die entweder Wasserstoff und Kohlendioxid aufnehmen, um daraus Methan zu erzeugen, oder Wasserstoff und Sulfate; Energie beziehen sie nicht von der Sonne, sondern aus der Erdwärme.

    Ob so etwas auch auf Enceladus existiert? Dafür müsste eine Sonde auf dem Saturnmond landen und sein Innenleben noch genauer untersuchen.

  • Die größten Rätsel der Mathematik

    Was denken diese Mathematiker sich eigentlich?
    Und hat das, was sie sich denken, etwas mit der Wirklichkeit zu tun? Solche Fragen sind schwerer, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

    Aus: Spektrum der Wissenschaft, Juni 2009

    Einer von ihnen hat es in unnahmahmlicher Kürze ausgedrückt: "Als Mathematik können wir … das Gebiet bezeichnen, auf dem wir nie wissen, wovon wir eigentlich reden, und ob das, was wir sagen, auch wahr ist." So sprach der große Mathematiker und Philosoph Bertrand Russell – und widmete Jahre seines Lebens dem Versuch, wenigstens den zweiten Teil seines pessimistischen Satzes zu widerlegen.

    Was den ersten Teil angeht, haben wir es irgendwie schon immer gewusst: Die Mathematiker schweben in höheren Sphären und denken intensiv über irgendwelches Zeug nach, das man nicht nur nicht versteht, sondern das auch nicht das Geringste mit der Wirklichkeit zu tun hat. Trotzdem reden sie miteinander über ihre Gegenstände und beweisen sogar Behauptungen über sie, als ob das in irgendeinem Sinn objektive Fakten wären.

    Na ja. Damit allein sind die Mathematiker noch nicht besser als die vielen Leute, die davon überzeugt sind, von Außerirdischen entführt und vergewaltigt worden zu sein. Auch die verständigen sich untereinander mit großer Sorgfalt über ihre Beobachtungen und kommen dabei vielleicht sogar zu einem Konsens. Wo ist der wesentliche Unterschied? Wie kommen wir dazu, die Mathematiker – im Allgemeinen! – nicht für hoffnungslose Spinner zu halten? Diese Frage gehört nicht in die Mathematik, sondern in die Philosophie. Deswegen ist es auch kein Mathematiker, sondern der Wissenschaftsphilosoph Bernulf Kanitscheider, der zum Abschluss der großen Mathematik-Serie in "Spektrum der Wissenschaft" die Arbeitsgrundlage und das Selbstverständnis dieses Faches mit scharfem Verstand durchleuchtet.

    Dass das schlichte Rechnen mit der Wirklichkeit – zum Beispiel in Form von Spielklötzchen – zu tun hat, steht außer Zweifel. Aber von ihr haben sich die Mathematiker ausdrücklich distanziert, um von den Schranken der Realität unbehelligt ihren Gedanken nachhängen zu können. Natürlich gibt es immer nur eine begrenzte Anzahl Spielklötze – aber unendlich viele natürliche Zahlen. Die existieren nicht in der Realität, sondern nur in unserem Kopf. Oder? Manche (die "Formalisten") sind so weit gegangen zu sagen, dass man auf das, was man sich bei – zum Beispiel – den natürlichen Zahlen denkt, zur Not verzichten könne. Mathematik bestehe aus Symbolen, also Buchstaben, Zahlen und mathematischen Zeichen, und Regeln, wie man Ketten aus diesen Symbolen ineinander umwandeln darf.

    Das erledigt alle lästigen Fragen nach dem Gegenstandsbereich der Mathematik, will aber nicht zur täglichen Praxis des Fachs passen. Mathematiker erleben unweigerlich ihre Gegenstände als außerhalb des eigenen Kopfes, in einem "eigenen Reich" angesiedelt, dem Ideenhimmel, den der antike Philosoph Platon in seinem berühmten Höhlengleichnis so eindrucksvoll beschrieben hat.

    So sieht sich der Philosoph in einer ungewohnten Lage. Nachdem er schlüssig bewiesen hat, dass in der kausal geschlossenen materiellen Welt für ein platonisches Ideenreich kein Platz ist, sucht er Argumente, genau diesen Platonismus zu retten – und findet welche. Die Philosophen Hilary Putnam und Willard Van Orman Quine haben es auf den Punkt gebracht. So wie die natürlichen Zahlen zum Klötzchenzählen unentbehrlich sind, so sind für die Beschreibung der materiellen Welt, sprich die Physik, gewisse sehr abstrakte mathematische Konzepte unvermeidlich. Es wäre albern, die Phänomene der Quantentheorie für real zu erklären und diesen Status den Wahrscheinlichkeitswellen und anderen Begriffen, die für die Beschreibung der Phänomene zwingend erforderlich sind, zu verweigern.

    So erbt die angewandte Mathematik eine gewisse Realität von ihrer Anwendung. Und die "reine" Mathematik? Das ist "noch nicht angewandte" Mathematik. Ohnehin ist sie in ihren Methoden und Denkweisen von ihrer angewandten Schwester praktisch nicht zu unterscheiden. So dürfen alle Mathematiker von der – vom Philosophen bestätigten – Vermutung ausgehen, dass sie keine Spinner sind.

  • Das Neanderthal-Museum im Neandertal

    Video: "Neanderthal Museum Trailer" von "NeanderthalMuseum" bei Youtube
    http://www.youtube.com/watch?v=fPT2dBsL9oQ

    Beschreibung des Videoclips:

    Der Trailer zum Neanderthal Museum in Mettmann bei Düsseldorf

  • E-Book über Säbelzahnkatzen von Ernst Probst

    HomotheriumMol


    Modell der Säbelzahnkatze Homotherium des Bildhauers Remie Bakker aus Rotterdam. Foto: René Bleuanus

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Welche Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen haben in Deutschland, Österreich, in der Schweiz, im übrigen Europa, Afrika, Asien und Nordamerika gelebt. Antwort auf diese und viele andere Fragen gibt das E-Book „Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen zum Preis von 14,99 Euro erhältlich. Das gedruckte Taschenbuch folgt in Kürze. Das Taschenbuch ist reich bebildert. Eine besonderes Augenweide sind Zeichnungen der Illustratoren Mauricio Antón aus Madrid und Pavel Major aus Prag. Von Ernst Probst erschienen kürzlich auch die Taschenbücher „Der Ur-Rhein“ und „Höhlenlöwen“. Letzterer Titel informiert über alle Funde von Eiszeit-Löwen in Deutschland.

    Säbelzahnkatzen oder Säbelzahntiger, wie man sie früher nannte, faszinieren seit eh und je die Menschen in aller Welt. Diese Raubkatzen mit ihren im Extremfall bis zu 28 Zentimeter langen Eckzähnen gehören zu den bekanntesten Säugetieren der Urzeit. Die ersten von ihnen jagten bereits im Miozän vor rund 15 Millionen Jahren auf unserem „Blauen Planeten“. Die letzten verschwanden gegen Ende des Eiszeitalters vor etwa 11.700 Jahren für immer aus der Natur.

    Mit diesen mehr oder minder eindrucksvollen Großkatzen befasst sich das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“. Es stellt in Deutschland, Europa, Afrika, Asien und Amerika entdeckte Arten der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen sowie andere prähistorische Raubkatzen vor: nämlich Mosbacher Löwen, Höhlenlöwen, Europäische Jaguare, Leoparden, Schnee-Leoparden, Geparden und Pumas.

    Die Idee für dieses Taschenbuch über Säbelzahnkatzen reifte während der Recherchen für die 2009 erschienenden Titel „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ und „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ von Ernst Probst. Denn dabei ging es oft auch um Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen.

    Das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ ist Professor Dr. Helmut Hemmer aus Mainz, Dr. Thomas Keller aus Wiesbaden und Dick Mol aus Hoofddorp (Niederlande) gewidmet. Professor Dr. Helmut Hemmer gilt als international renommierter Experte für fossile Katzen und war früher am Zoologischen Institut der Universität Mainz tätig. Dr. Thomas Keller arbeitet als Paläontologe am Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden und hat sich um die Erforschung der Mosbach-Sande und deren fossile Tierwelt verdient gemacht. Dick Mol ist Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter (vor allem Mammut) aus Hoofddorp (Niederlande). Alle drei haben dem Autor vielfach mit großer Geduld bei den Recherchen für verschiedene Taschenbücher geholfen.

    Ernst Probst hat mehr als 30 Bücher und Taschenbücher veröffentlicht. Am bekanntesten sind seine Werke „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“, „Deutschland in der Bronzezeit“, „Rekorde der Urzeit“, „Dinosaurier in Deutschland“ (zusammen mit Raymund Windolf) „Rekorde der Urmenschen“ und „Monstern auf der Spur“.

  • Zwei Bücher über den Ur-Rhein in Rheinhessen

    MuseumsfuehrerFarbe

    Titel des Museumsführers "Das Dinotherium-Museum in Rheinhessen"

    Eppelsheim (wissenschafts-news) – Das kleine, aber feine Dinotherium-Museum in Eppelsheim (Landkreis Alzey-Worms) informiert mit einem 92 Seiten umfassenden und reich bebilderten Museumsführer über die bedeutenden Funde längst ausgestorbener Säugetiere, die vor etwa 10 Millionen Jahren am Ur-Rhein in der Gegend von Eppelsheim in Rheinhessen lebten und starben. Es ist nach dem riesigen Rüsseltier Deinotherium giganteum – umgangssprachlich Dinotherium – benannt, das als „Schreckenstier von Eppelsheim“ in die Annalen der Wissenschaft einging.

    Im Museumsführer wird eine exotische Tierwelt in Wort und Bild vorgestellt, zu der unter anderem Menschenaffen, Säbelzahntiger, Bärenhunde, Hyänen, krallenfüßige Huftiere, riesige Ur-Elefanten und dreihufige Ur-Pferde gehörten. Der Paläontologe Dr. Jens Lorenz Franzen aus Titisee-Neustadt, Heiner Roos, der Altbürgermeister von Eppelsheim und „geistige Vater“ des Dinotherium-Museums, sowie der Wissenschaftsautor Ernst Probst aus Mainz-Kostheim schrieben die Texte.

    Aus der Feder von Ernst Probst stammt auch das 256 Seiten starke Taschenbuch „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“. Dieses ist Dr. Jens Lorenz Franzen, Altbürgermeister Heiner Roos und dem berühmten Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803-1873) gewidmet. Franzen ist der Wiederentdecker der Dinotheriensand-Fundstelle und Begründer der ersten wissenschaftlichen Grabungen bei Eppelsheim. Der Idee und Initiative von Roos ist das Dinotherium-Museum in Eppelsheim zu verdanken. Mit Kaup hat die Erforschung der Säugetierfauna aus den Ablagerungen des Ur-Rheins, den so genannten Dinotheriensanden, einst angefangen.

    Roos hat mit Rat und Tat wesentlich zum Gelingen des Museumsführers beigetragen. Die Tierzeichnungen darin stammen von dem akademischen Maler Pavel Major aus Prag. Sie wurden im Auftrag der Gemeinde Eppelsheim hergestellt. Herausgeber des Museumsführers ist der „Förderverein Dinotherium-Museum e.V. Eppelsheim“.

    Der Museumsführer ist im Dinotherium-Museum in Eppelsheim erhältlich. Über das ungewöhnliche Museum informiert die Internetseite mit der Adresse www.dinotherium-museum.de

    Das Taschenbuch "Der Ur-Rhein" ist beim Buchgroßhändler "Libri" www.libri.de und bei "Amazon" www.amazon.de zu haben.

  • Esstörungen: Mit Barbie gegen Essstörungen

    Mädchen und Jungen fangen in immer jüngeren Jahren an, sich um ihr Gewicht zu sorgen – gefährliche Krankheiten wie Magersucht oder Bulimie können die Folge sein. Damit es gar nicht erst so weit kommt, setzen neue Präventionsprogramme bereits bei Sechstklässlern an.

    Aus: Gehirn&Geist, Juni 2009

    Essstörungen unter Teenagern sind auf dem Vormarsch: Schon in der Grundschule ist jedes zweite Mädchen unzufrieden mit seiner Figur. Der Psychologe Uwe Berger hat zusammen mit Kollegen von der Uniklinik Jena eine neue Methode entwickelt, die Sechstklässlerinnen dazu motivieren soll, trotzdem gesund und ausgewogen zu essen. Darüber berichten Berger und der Heidelberger Psychologe Andreas Schick in der aktuellen Ausgabe des Magazins Gehirn&Geist (6/2009).

    Zur Botschafterin ihres Programms namens PriMa ("Primärprävention Magersucht") machten die Forscher ausgerechnet Barbie. Die berühmte Puppe genießt keinen guten Ruf, denn ihre unnatürlichen Proportionen, so die Kritiker, vermittelten jungen Mädchen ein falsches Schlankheitsideal – und das begünstige Essstörungen.

    Im Zentrum jede der insgesamt neun "PriMa"-Lektionen steht ein großes Poster, das Barbie in einer scheinbar glücklichen Situation zeigt. Daneben steht das Zitat eines magersüchtigen Mädchens, das deutlich macht, wie sehr es unter ihrer Krankheit leidet. Diese Text-Bild-Schere soll zur gedanklichen Beschäftigung mit dem Thema anregen, erklären die Psychologen: "Durch Selbstreflexion lässt sich am ehesten erreichen, dass die Schülerinnen ihre Einstellung zum Schlanksein überdenken und, falls nötig, ihr Essverhalten ändern."

    Die Befragung von über 2500 Teilnehmerinnen belegt, dass die Diskussion über die Poster tatsächlich Wirkung zeigt: Nach dem Programm hielten die im Schnitt 12-jährigen Schülerinnen seltener Diät und waren insgesamt zufriedener mit ihrer Figur. Nach ähnlichem Muster entwickelten Berger und seine Kollegen auch ein Programm für Jungen, das vor allem Bewegung fördern und somit Übergewicht vorbeugen soll. Sowohl häufiges "Frustessen" als auch der Wunsch, ganz besonders schlank zu werden, könnten oft Ausdruck von Problemen innerhalb der Familie oder mit Freunden sein, so die Psychologen: "Magersucht und Fettsucht sind zwei Seiten derselben Medaille."

    Über Gehirn&Geist:
    Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft. Es erscheint seit 2002, mittlerweile in 10 Ausgaben pro Jahr. Fundiert und allgemein verständlich berichten Wissenschaftler und Fachjournalisten in Gehirn&Geist über die Welt im Kopf. Schwerpunkte liegen dabei auf Psyche und Verhalten, Wahrnehmung und Bewusstsein, Intelligenz und Kreativität, Gefühle und Gedächtnis. Neue Erkenntnisse und Trends in der Psychotherapie und Medizin gehören ebenso dazu wie gehirngerechtes Lernen, Kindererziehung, Coaching und gesellschaftliche Debatten. Daneben informieren spezielle Sonderhefte ausführlich über Einzelthemen.

    Die Homepage www.gehirn-und-geist.de mit aktuellen Nachrichten, Newsletter und dem kompletten Heftarchiv runden das redaktionelle Angebot ab. Außerdem bieten wir mit www.brainlogs.de das größte deutsche Blogportal für Psychologie und Neurowissenschaften, in dem Experten und Laien diskutieren.

    Zu unseren rund 100 000 Lesern gehören Mediziner, Therapeuten, Manager, Lehrer, Eltern, Studenten und Interessierte, die sich umfassend, kompetent und aus erster Hand informieren wollen. Das erfolgreiche Konzept von Gehirn&Geist stand Pate für zahlreiche ausländische Schwestermagazine unter anderem in Italien, Spanien, Frankreich, Brasilien, Belgien und den Niederlanden. Mit "MIND" eroberte ein weiterer Ableger von Gehirn&Geist sogar den hart umkämpften Zeitschriftenmarkt in den USA.

  • Keine Angst vor unsichtbaren Freunden

    Imaginäre Gefährten begleiten viele Kinder und Jugendliche – und das ist gut so, sagen Forscher

    Aus: Gehirn&Geist, Juni 2009

    "Tim will auch ein Bonbon haben!" – "Tim? Ach, du meinst deinen unsichtbaren Freund!" Viele Eltern reagieren verstört, wenn der neue Spielkamerad ihres Kindes in Wirklichkeit nicht existiert. Dabei sind "imaginäre Gefährten", wie Psychologen solche Fantasiebegleiter nennen, keine Seltenheit: Etwa jeder dritte Heranwachsende hat zeitweise einen solchen unsichtbaren Freund.

    Anlass zur Sorge sei das nicht, betont die Entwicklungspsychologin Inge Seiffge-Krenke von der Universität Mainz in der Juni-Ausgabe des Magazins "Gehirn&Geist" (6/2009). Die Expertin verweist auf eine Vielzahl von Forschungen, die imaginären Gefährten durchweg eine positive Funktion in der Kindesentwicklung bescheinigen.

    Besonders in schwierigen Lebenssituationen helfen Fantasiefreunde Kindern oft dabei, neue Herausforderungen zu bestehen, beispielsweise den Umzug in eine fremde Stadt, den Verlust eines Freundes oder die Geburt eines Geschwisters, das nun die Aufmerksamkeit der Eltern fordert. Mitunter kompensieren die Kleinen auf diese Weise auch Gefühle der Einsamkeit oder Zurückweisung. Meist verschwinden die unsichtbaren Begleiter irgendwann von allein, sobald echte Freundschaften geknüpft werden.

    Doch imaginäre Gefährten tauchen keineswegs nur bei einschneidenden Veränderungen im Leben auf. Eine britische Studie von 2008 bescheinigte Vorschul- und Schulkindern, die Umgang mit imaginären Gefährten pflegten, überdurchschnittliche Kreativität, hohe Kommunikationsfreude und gute Empathiefähigkeit. Fantasiefreunde scheinen demnach eine ausgeprägte Form des Rollenspiels zu sein.

    In der Regel nehmen imaginäre Gefährten ab dem dritten Lebensjahr Gestalt an. Sich ein Gegenüber auszudenken, setzt voraus, zwischen sich und anderen differenzieren zu können, was Kinder erst ab diesem Alter sicher können. In dieser Entwicklungsphase lernen sie auch zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Genau hier liegt offenbar der Knackpunkt: Wer einen imaginären Freund hat, weiß sehr wohl, dass dieser nicht real ist, sondern nur in der Fantasie existiert. Für Eltern kein Grund zur Panik, beruhigt Seiffge-Krenke.

    Schulkinder und Jugendliche haben in der Regel keine unsichtbaren Spielkameraden mehr, sondern kommunizieren eher in Tagebüchern mit Fantasiefreunden. Mehrere Langzeitstudien ergaben, dass sie ihrem unsichtbaren Gegenüber einen Namen, ein konkretes Aussehen sowie individuelle Eigenschaften geben und ihnen eigene Sorgen und Probleme anvertrauen. Der Erfinder gestaltet und verändert seinen Tagebuchfreund oft so, wie es seinen Bedürfnissen entsprach.

    So eng die Beziehung von Kindern zu manchem imaginären Begleiter auch sein mag, von ihrer Fantasie "verfolgt" werden sie nach Meinung der Forscher nicht. Sind sie den unsichtbaren Freund leid, löst er sich schlicht in Luft auf.

    Über Gehirn&Geist:
    Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft. Es erscheint seit 2002, mittlerweile in 10 Ausgaben pro Jahr. Fundiert und allgemein verständlich berichten Wissenschaftler und Fachjournalisten in Gehirn&Geist über die Welt im Kopf. Schwerpunkte liegen dabei auf Psyche und Verhalten, Wahrnehmung und Bewusstsein, Intelligenz und Kreativität, Gefühle und Gedächtnis. Neue Erkenntnisse und Trends in der Psychotherapie und Medizin gehören ebenso dazu wie gehirngerechtes Lernen, Kindererziehung, Coaching und gesellschaftliche Debatten. Daneben informieren spezielle Sonderhefte ausführlich über Einzelthemen.

    Die Homepage www.gehirn-und-geist.de mit aktuellen Nachrichten, Newsletter und dem kompletten Heftarchiv runden das redaktionelle Angebot ab. Außerdem bieten wir mit www.brainlogs.de das größte deutsche Blogportal für Psychologie und Neurowissenschaften, in dem Experten und Laien diskutieren.

    Zu unseren rund 100 000 Lesern gehören Mediziner, Therapeuten, Manager, Lehrer, Eltern, Studenten und Interessierte, die sich umfassend, kompetent und aus erster Hand informieren wollen. Das erfolgreiche Konzept von Gehirn&Geist stand Pate für zahlreiche ausländische Schwestermagazine unter anderem in Italien, Spanien, Frankreich, Brasilien, Belgien und den Niederlanden. Mit "MIND" eroberte ein weiterer Ableger von Gehirn&Geist sogar den hart umkämpften Zeitschriftenmarkt in den USA.

  • Rätsel der Hirnforschung: Kultur beeinflusst die Denkweise

    Wie unser Gehirn arbeitet, ist nicht von Geburt an vorherbestimmt, sondern stark durch das kulturelle Umfeld geprägt.

    So entdeckten Neuroforscher Unterschiede zwischen Menschen aus dem westlichen und dem fernöstlichen Kulturkreis: Europäer und US-Amerikaner konzentrieren sich eher auf einzelne, ihnen wichtig erscheinende Objekte oder Merkmale; Asiaten dagegen nehmen stärker das Ganze in den Blick. Das berichtet der Neuropsychiater Georg Nordhoff in der aktuellen Ausgabe des Psychologiemagazins "Gehirn&Geist" (6/2009).

    Aus: Gehirn&Geist, Juni 2009

    Wer bisher glaubte, die Gehirne aller Menschen, egal welcher Herkunft, funktionierten im Prinzip gleich, muss umdenken. Forschungen der letzten Jahre zeigen nämlich, dass die Hirntätigkeit und damit unser Wahrnehmen, Denken und Fühlen stark von dem kulturellen Umfeld beeinflusst werden. So neigen Menschen im Westen zu zergliederndem, analytischen Denken, während Asiaten eine ganzheitliche Sichtweise auszeichnet.

    Den Grund dafür sieht der Psychologe Richard Nisbett von der University of Michigan in Ann Arbor im starken sozialen Zusammenhalt östlicher Kulturkreise. Die Gemeinschaft steht etwa einen Chinesen allgemein über dem Einzelnen. Dagegen würden Menschen im Westen stärker auf Individualismus "gepolt", was deren mentale Vorlieben präge.

    Einen möglichen Beleg für diese These lieferte ein Experiment des Forschers Takahiko Masuda von der University of Edmonton (Kanada). Er führte eine Studie zur emotionalen Gesichtserkennung durch, wobei je einer Gruppe von Japanern und Kanadiern comicartige Bilder vorgelegt, auf denen mehrere Kinder im Hintergrund und eines im Vordergrund zu sehen waren. Nun galt es, den Gesichtsausdruck des zentralen Kindes zu bestimmen. Dabei ließen die japanischen Teilnehmer stärker von der Mimik der Kinder im Hintergrund beeinflussen. Die Kanadier dagegen waren nur auf das zentrale Kind fixiert.

    Ein weiterer Versuch zeigte, dass Menschen in westlichen Kulturkreisen ein unabhängigeres Selbstbild besitzen, solche aus dem fernen Osten dagegen stärker in Beziehungen zu anderen verstrickt sind. Die Forscherin Ying Zhu von der Universität in Peking ließ Personen aus der chinesischen Hauptstadt sowie aus New York Adjektive danach beurteilen, ob sie auf sich selbst, auf eine andere Person oder auf die eigene Mutter zuträfen. Gleichzeitig registrierte sie die Gehirnaktivitäten der Testkandidaten.

    Ergebnis: In den Köpfen der Chinesen waren sehr ähnliche Hirnaktivitäten festzustellen bei Adjektiven, die die eigene Mutter betrafen, wie bei solchen, die auf die Probanden selbst gemünzt waren. Westlern zeigten umgekehrt bei Bewertung eines anderen, fremden Menschen ähnliche Erregungsmuster wie beim "Muttertest". Die Verbindung zur eigenen Mutter scheint in den östlichen Kulturkreisen also bis ins Selbstkonzept hineinzureichen. Laut Georg Northoff sollten Forscher künftig stärker auf das kulturelle Umfeld konzentrieren, da es unser Gehirn stärker verändern könne als man bislang annahm.

    Mit diesem Bericht startet das Magazin "Gehirn&Geist" eine neue Serie über "Die 5 größten Rätsel der Hirnforschung". Weitere Themen in den nächsten Ausgaben sind Plastizität, Persönlichkeit, Empathie und Bewusstsein.

    Über Gehirn&Geist:
    Gehirn&Geist ist das Magazin für Psychologie und Hirnforschung aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft. Es erscheint seit 2002, mittlerweile in 10 Ausgaben pro Jahr. Fundiert und allgemein verständlich berichten Wissenschaftler und Fachjournalisten in Gehirn&Geist über die Welt im Kopf. Schwerpunkte liegen dabei auf Psyche und Verhalten, Wahrnehmung und Bewusstsein, Intelligenz und Kreativität, Gefühle und Gedächtnis. Neue Erkenntnisse und Trends in der Psychotherapie und Medizin gehören ebenso dazu wie gehirngerechtes Lernen, Kindererziehung, Coaching und gesellschaftliche Debatten. Daneben informieren spezielle Sonderhefte ausführlich über Einzelthemen.

    Die Homepage www.gehirn-und-geist.de mit aktuellen Nachrichten, Newsletter und dem kompletten Heftarchiv runden das redaktionelle Angebot ab. Außerdem bieten wir mit www.brainlogs.de das größte deutsche Blogportal für Psychologie und Neurowissenschaften, in dem Experten und Laien diskutieren.

    Zu unseren rund 100 000 Lesern gehören Mediziner, Therapeuten, Manager, Lehrer, Eltern, Studenten und Interessierte, die sich umfassend, kompetent und aus erster Hand informieren wollen. Das erfolgreiche Konzept von Gehirn&Geist stand Pate für zahlreiche ausländische Schwestermagazine unter anderem in Italien, Spanien, Frankreich, Brasilien, Belgien und den Niederlanden. Mit "MIND" eroberte ein weiterer Ableger von Gehirn&Geist sogar den hart umkämpften Zeitschriftenmarkt in den USA.

  • Prachtband über das Eiszeitalter: "De Groote Wielen: er war eens"

    DickMolAntonVerhagen

    Autoren Dick Mol (links) und Anton Verhagen

    Interview mit Dick Mol aus Hoofddorp, niederländischer Experte für fossile Säugetiere (vor allem Mammut) aus dem Eiszeitalter (Pleistozän) und Autor zahlreicher Bücher über prähistorische Themen: Zusammen mit Anton Verhagen veröffentlichte er das Werk "De Groote Wielen: er war eens ...". Dieser Band ist eine Art Monographie und befasst sich mit Säugetieren, Vögeln, Insekten, Vegetation, Altersdatierung mit der Radiocarbon-Methode bzw. C14-Methode. usw.

    *

    Wielen

    "Groote Wielen": Ein Eldorado für die Wissenschaft

    Frage: Herr Mol, zusammen mit Anton Verhagen aus 's-Hertogenbosch haben Sie das Buch "De Groote Wielen: er was eens ..." veröffentlicht. Worum geht es in diesem ungewöhnlich reich bebilderten und großformatigen Prachtband?

    Antwort: In der Nähe von 's-Hertgenbosch, in der Provinz Noord-Brabant, wird in den Auen der Maas ein neues Wohnviertel gebaut. Es werden 6.400 neue Häuser errichtet. Dafür brauchte man sehr viel Sand, etwa 5 Millionen Kubikmeter. Bohrungen haben angedeutet, dass es in der Nähe dieses Wohnviertels sehr gute Ablagerungen der Ur-Maas gibt. Eine dicke Sandschicht, die von der Maas über Tausende von Jahren abgelagert worden ist. Wir wissen aus der Geschichte der Maas, dass in deren Ablagerungen auch Überreste der Mammutfauna gefunden werden können. In verschiedenen Museen in den Niederlanden sind umfangreiche Sammlungen von Mammutknochen, und natürlich auch von anderen Tieren der Mammutsteppe, angehäuft. Da die Behörden bei der Genehmigung festgelegt haben, dass verschiedene Qualitäten von Sand separat gelagert werden sollen, musste man sehr genau die Ablagerungen fördern. Für die Paläontologie war das neu. Am Spülfeld weiß man dann ziemlich genau, aus welcher Tiefe der Sand und die verschiedene tierischen Überreste stammen. Fast fünf Jahre haben Anton Verhagen und ich an der Fundstelle "De Groote Wielen" gesammelt, die auch der Name des neuen Wohnviertels ist. Untersuchungen an den Knochen und andere Funden haben sehr interessante Ergebnisse erbracht. Diese haben wir jetzt in diesem Buch veröffentlicht.

    *

    WeelenKiefer

    Unterkiefer eines Cro-Magnon-Menschen von der Fundstelle "De Groote Wielen"

    Frage: In Ihrem Buch kann man eine Reise durch die letzte Phase des Eiszeitalters (Pleistozän) vor etwa 100.000 bis 11.700 Jahren unternehmen. Welchen Tieren und Urmenschen begegnet man dabei?

    Antwort: Wir haben fast die komplette Mammutfauna sichergestellt. Die Fauna, die wir von vielen Fundstellen in der nördlichen Hemisphäre kennen. Die Fauna, die zwischen 100.000 und 12.000 Jahren vor heute die kalte und trockene fast baumlose Grasssteppe bewohnt hat. Tiere wie das Wollhaar-Mammut, Wollhaar-Nashorn, Pferd, Steppenwisent, Riesenhirsch, Rentier, Löwe, Polarfuchs, Braunbär und auch Überreste von kleinen Tieren wie Polarhase.

    *

    WeelenKinderFossil


    Kinder mit 1,31 Meter langem Mammutknochen von der Fundstelle "De Groote Wielen"

    Frage: Welche Tiere aus dem Eiszeitalter begeistern Sie am meisten?

    Antwort: Eigentlich interessiere ich mir für die Gesamtfauna. Aber die Mammuts aus dem Früh-, Mittel- und Spätpleistozän interessieren mich am meisten. Die verschiedenen Mammutarten sagen soviel aus über die Umwelt aus dem gesamten Pleistozän.

    *

    Frage: Wer hatte als Erster die Idee für dieses Buch?

    Antwort: Die Idee kommt von uns beiden. Viele Jahre arbeiten Anton Verhagen und ich zusammen. Wir haben viele Tage im Feld verbracht. Wir waren sehr oft unterwegs in Europa und auch in Nordamerika. In einem Gespräch haben wir gesprochen über andere Bücher, die ich in Japan, Russland und Amerika veröffentlicht habe, um meine Ideen mit anderen zu teilen. Dann haben wir einander gesagt, wir sollen unsere Daten von „De Groote Wielen“ mit anderen teilen.

    *

    Frage: Wie haben Sie und Anton Verhagen sich kennen gelernt?

    Antwort: Vor etwa 30 Jahren habe ich ihn in 's-Hertogenbosch besucht. Er war vor allem sehr aktiv in seiner Heimatregion und hat sich hauptsächlich interessiert für die Archäologie. Er hat viele Fundstellen in der Nähe von 's-Hertogenbosch, wo auch öfters Knochen vom Mammut gefunden wurden. Dann haben wir uns befreundet. Wir haben sehr viel zusammen gearbeitet und ab und zu etwas veröffentlicht.

    *

    WeelenSkelett

    Skelett eines Wildrindes von der Fundstelle "Groote Wielen"

    Frage: An Ihren Büchern fällt auf, dass Sie immer eine erstaunliche Fülle von hochwertigen Abbildungen präsentieren. Wie viele Bilder (Fotos, Zeichnungen, Gemälde) sind in "De Groote Wielen" zu sehen?

    Antwort: Ich veröffentliche gerne Originalarbeiten. Ich hänge sehr an Qualität. Ich habe sehr lange an den Untersuchungen gearbeitet und originale Resultate bekommen. Die sollen dann auch mit guten und Originalbildern publiziert werden. Da ich auch gerne und öfters mit qualifizierten Fotografen und Künstlern zusammenarbeite, war nicht viel nötig, ein gutes und vertrautes Team zusammenzustellen. Remie Bakker zum Beispiel hat unter meiner Leitung hervorragende Gemälde angefertigt.

    *

    WeelenMammut

    Gemälde eines Mammuts von Remie Baaker für das Titelbild des Buches "De Groote Wielen: er war eens"

    Frage: Besondere optische Leckerbissen sind die Zeichnungen und Gemälde des niederländischen Künstlers Remie Bakker aus Rotterdam. Sie diese eigens für das Buch geschaffen oder bereits anderswo veröffentlicht worden?

    Antwort: Ja, die Schwarzweiß-Zeichnungen und die farbigen Gemälde sind eigens für dieses Buch geschaffen worden. Das war viel Arbeit. Die Gemeinde und die Entwickler des neuen Wohnviertels haben uns dabei finanziell unterstutzt. Remie Bakker muss von seiner Arbeit leben und hat viele Stunden daran gearbeitet und immer wieder hatten wir Anmerkungen und mussten kleine Änderungen angebracht werden. Die Gemälde sind auch groß angelegt, etwa 110 x 80 cm. Leider ist das Buch nur im Format DIN A4 (21 x 29,7 cm) gedruckt!

    *

    Frage: Können Natur- oder Kunstliebhaber Zeichnungen und Gemälde, die im Buch veröffentlicht sind, kaufen?

    Antwort: Nein, die werden nicht verkauft. Remie Bakker ist ein professioneller Künstler und liebt die Massenproduktion nicht. Ich finde das gut. Man kann ihn natürlich immer fragen, ob er etwas originelles produziert. Siehe seine Arbeiten und seine Adresse auf www.manimalworks.com

    *

    Frage: Wer ein Buch von Ihnen gelesen hat, möchte gerne wissen, welche Titel noch aus Ihrer Feder stammen. Bitte nennen Sie uns Bücher, auf deren Umschlag Ihr Name steht?

    Antwort: Das sind viele Bücher. Ich möchte gerne auf Wikipedia hinweisen. Ich weiß nicht, wer Dick Mol dort untergebracht hat, aber es gibt dort eine kleine Auflistung einiger meiner Bücher.

    *

    Frage: In den Medien werden Sie oft respektvoll als "Mammut-Experte", "Sir Mammoth" oder "Mister Mammoth" bezeichnet. Freuen Sie sich über diese Bezeichnungen?

    Antwort: Ich investiere sehr viele Stunden pro Tag für die Paläontologie. Ich liebe das. Nicht nur im Labor, nicht nur im Feld, nicht nur in meiner Privatbibliothek und nicht nur in Sibirien oder auf der Nordsee. Ich liebe alle Stufen dieser Wissenschaft. Es bereitet mir und meiner Frau sehr viel Spaß und Vergnügen. Wir sind sehr viel unterwegs und reisen ist immer sehr angenehm.

    *

    Frage: Anton Verhagen, geboren 1944, wird in dem Buch als Sammler paläontologischer und archäologischer Objekte bezeichnet. Was ist seine Spezialität?

    Antwort: Anton ist schon in Frühpension. Er hat vor einigen Jahren ein sehr schönes und interessantes Museum gegründet und zwar bei 's-Hertgenbosch mit Funden aus seiner Heimat. Siehe: http://www.museumhertogsgemaal.nl - Dieses archäologisch-paläontologische Museum wird auch im Buch beschrieben. Es ist ein Museum mit vielen Funden aus dem Eiszeitalter und auch aus dem Holozän. Auch einige geschichtliche Objekte aus seiner Heimat kann man hier anschauen, und man bekommt immer eine sehr gute und begeisterte Führung.

    *

    Frage: Viele Buchautoren sind nach dem Erscheinen ihres Werkes erschöpft und wollen erst mal eine Pause machen, bevor sie sich an ein neues Buchprojekt heranwagen. Wie ist es bei Ihnen?

    Antwort: Nein, da fehlt mir die Zeit. Ich arbeite jetzt mit Professor Dr. Evangelia Tsoukala aus Thessaloniki in Griechenland, zusammen, um nächstes Jahr einen reich bebilderten Band herauszubringen mit den Ergebnissen unserer Ausgrabungen in der Sandgrube von Milia in West-Mazedonien. Darüber hinaus muss ich auch die wissenschaftlichen Daten von meinen Untersuchungen in renommierten Fachzeitschriften publizieren. Auch bin ich noch sehr beschäftigt mit der Organisation der 5. Mammutkonferenz, die 2010 in Le Puy-en-Velay in der Auvergne in Frankreich stattfinden wird.

    *

    Frage: Das größte Lob für einen Autor ist, wenn möglichst viele Menschen sein Buch kaufen, lesen. Wo kann man das Buch "De Groote Wielen" erwerben?

    Antwort: Beim DrukWare Verlag in Norg, Niederlande. Die Daten des Buches sind:

    Anton Verhagen und Dick Mol: De Groote Wielen: er was eens ... Wie woonden er in De Groote Wielen in de ijstijd?
    Drukware Verlag, 192 Seiten, 34,45 Euro, ISBN 978 90 78707 06 6

    Die Adresse des Verlages findet man auf der Internetseite http://www.drukware.nl

    *

    Die Fragen für das Interview stellte der Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst, der unter anderem die Weblogs http://wissenschafts-news.blog.de und http://interview-weblog.blogspot.com betreibt

  • Drei Fundorte von Eiszeitlöwen in Weimar

    MosbacherLoewe

    Weimar (wissenschafts-news) – Im Stadtgebiet von Weimar liegen mehr Fundorte von Eiszeitlöwen als in manchen Bundesländern in Deutschland. Während im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern bisher kein einziger Fundort solcher Raubkatzen bekannt ist, liegen in Weimar gleich drei Fundorte von Eiszeit-Löwen. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Höhlenlöwen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.

    Weimar-Süßenborn gilt – dem Taschenbuch zufolge – als einer der wenigen deutschen Fundorte des riesigen Mosbacher Löwen aus dem Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren. Dagegen hat man in Weimar-Ehringsdorf und Weimar-Taubach geologisch jüngere Reste von Höhlenlöwen geborgen, die mehr als 115.000 Jahre alt sind.

    Der Mosbacher Löwe (Panthera leo spelaea) ist nach dem ehemaligen Dorf Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich benannt, wo schon 1845 Knochen und Zähne rund 600.000 Jahre alter Eiszeittiere entdeckt wurden. Dieser Löwe erreichte zusammen mit dem ungefähr 1,20 Metere langen Schwanz eine Gesamtlänge bis zu 3,60 Metern, womit er heutige Löwen in Afrika um rund einen halben Meter übertraf.

    Aus dem Mosbacher Löwen hat sich vor etwa 300.000 Jahren der Höhlenlöwe (Panthera leo spelaea) entwickelt. Er hatte eine Gesamtlänge bis zu etwa 3,20 Metern. Damit war er ca. 30 Zentimeter länger als heutige Löwen.

    Aus Bayern kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, aus Baden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 10, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, aus Niedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3 und aus Sachsen 2. Unter den Großstädten, in denen Fossilien von Höhlenlöwen zum Vorschein kamen, sind Stuttgart, Wiesbaden, Leipzig, Hamburg und Berlin.

  • Ein Höhlenlöwe aus Leipzig

    LoeweHarder

    Leipzig (wissenschafts-news) – Zu den wenigen Fundorten von Löwen aus dem Eiszeitalter in Sachsen gehört Leipzig-Lindenthal. Dort kam bereits vor einem Jahrhundert in einer Sandgrube der halbe Unterkiefer eines Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) zum Vorschein. Dieser Fund wurde 1909 von dem Leipziger Geologen Johannes Felix (1859-1941) in den „Sitzungsberichten der Naturforschenden Gesellschaft zu Leipzig“ erwähnt. Felix hatte sich durch die Bergung, Präparation und Aufstellung eines 1908 bei Borna entdeckten Mammuts einen Namen gemacht.

    Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Unter den rund 100 Fundorten von Höhlenlöwen in Deutschland ist auch Wiedemar-Rabutz (Kreis Nordsachsen).

    Aus Bayern kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, aus Baden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 10, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, aus Niedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3 und aus Sachsen 2. Unter den Großstädten, in denen Fossilien von Höhlenlöwen zum Vorschein kamen, sind Stuttgart, Wiesbaden, Leipzig, Hamburg und Berlin. Dagegen hat man im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern bisher keine Höhlenlöwen gefunden.

    Nirgendwo auf der Erde sind mehr Zähne und Knochen von Höhlenlöwen geborgen worden als in der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern). Ebenfalls einen Eintrag ins „Guiness-Buch der Rekorde“ wert ist Bottrop-Welheim, wo die ältesten Löwenspuren der Erde entdeckt wurden. Sie sind in der letzten Eiszeit zwischen etwa 35.000 und 42.000 Jahren entstanden.

    Die frühesten und größten Löwen in Deutschland sind – Ernst Probst zufolge – die Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) aus dem Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren gewesen. Sie sind nach dem ehemaligen Dorf Mosbach bei Wiesbaden benannt, wo man viele Reste von ihnen entdeckt hat. Diese Mosbacher Löwen erreichten eine Gesamtlänge von maximal 3,60 Metern, womit sie heutige Löwen in Afrika um rund einen halben Meter übertrafen. Aus ihnen sind vor da. 300.000 Jahren die bis zu 3,20 Meter langen Höhlenlöwen hervorgegangen.

    Die im Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren lebenden Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) tragen eigentlich einen falschen Namen. Diesen verdanken sie dem Umstand, dass ihre Knochenreste häufig in Höhlen entdeckt wurden. In Wirklichkeit waren diese Löwen aber Tiere der Steppe, der Busch- und Waldtundra und in Gebieten mit Höhlen genauso verbreitet wie in Landschaften ohne Höhlen.

    Anders als Höhlenbären und Höhlenhyänen haben Höhlenlöwen vermutlich nur selten Höhlen als Versteck aufgesucht. Wahrscheinlich kamen vor allem geschwächte, kranke oder alte Höhlenlöwen in solche natürlichen Unterschlüpfe und suchten dort Schutz oder einen ruhigen Platz zum Sterben. Womöglich dienten Höhlen auch als Unterschlupf für Löwinnen, die dort ihren Nachwuchs zur Welt brachten und in der ersten Zeit aufzogen.

    Sogar in hochgelegenen alpinen Höhlen von Italien, Österreich und der Schweiz hat man Reste von Höhlenlöwen entdeckt. An erster Stelle ist hier die in etwa 2800 Meter Höhe liegende Conturineshöhle in Südtirol (Italien) zu nennen. Weitere Fundorte von Höhlenlöwen sind die Salzofenhöhle bei Grundlsee im österreichischen Bundesland Steiermark (2000 Meter Höhe), die Ramesch-Knochenhöhle in Oberösterreich (1960 Meter Höhe) und die Höhle Wildkirchli im Ebenalpstock des Säntisgebirges im schweizerischen Kanton Appenzell (ca. 1500 Meter Höhe).

  • In Deutschland jagten im Eiszeitalter auch Jaguare

    Video "Jaguar vs Crocodile (Caiman)" von "DlMSuM3k" bei Youtube
    http://www.youtube.com/watch?v=YVjh02RmMnc

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Im Eiszeitalter haben in Deutschland auch so genannte Europäische Jaguare (Panthera onca gombaszoegensis) gejagt. Auf diese wenig bekannte Tatsache weist das Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hin. Allein in den rund 600.000 Jahre alten Mosbacher Sanden von Wiesbaden in Hessen sind bereits drei Jaguarfunde geglückt. Mosbach war früher ein Dorf zwischen Wiesbaden und Biebrich und wurde später eingemeindet.

    Die Mosbacher Jaguarfunde gehören zu den geologisch jüngsten dieser Raubkatze, die schon vor etwa 1,5 Millionen Jahren im Eiszeitalter in Europa vorkam. Vielleicht war der Europäische Jaguar wie der heutige Jaguar „eng ans Wasser“ gebunden und bevorzugte ebenfalls Wald- und Buschgebiete. Panthera onca gombaszoegensis dürfte spätestens in der Mindel-Eiszeit (etwa 480.000 bis 330.000 Jahre) ausgestorben sein. Sein Verschwinden ist wohl durch die Kälte und die Konkurrenz durch Löwen bewirkt worden.

    Der Europäische Jaguar wurde früher unter zahlreichen Artnamen beschrieben. Reste dieser Großkatze kamen außer in Mosbach (Hessen) auch an anderen Fundstellen in Deutschland zum Vorschein: Rabenstein bei Waischenfeld und Würzburg-Schalksberg (beide in Bayern) sowie Weimar-Süßenborn und Untermaßfeld bei Meiningen (beide in Thüringen). Zum Fundgut der Bärenhöhle bei Sonnenbühl-Erpfingen (Baden-Württemberg) gehört der Toskanische Jaguar (Panthera onca toscana), der aber vielleicht mit dem Europäischen Jaguar identisch ist.

    Jaguarfossilien hat man außer in Deutschland auch in Spanien, Frankreich, Italien, Belgien, den Niederlanden, England, Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Georgien und in der Ukraine geborgen. Bei einer Ausgrabung am französischen Fundort Château in Burgund entdeckten die Paläontologen Alain Argant und Jacqueline Argant sogar Teile eines fast kompletten Skelettes mit Schädel von Panthera onca gombaszoegensis.

    Alain Argant, Jacqueline Argant, Marcel Jeannet (alle drei aus Frankreich) und Margarita Erbajeva (Russland) haben 2007 in der Publikation „Courier Forschungs-Institut Senckenberg“ zahlreiche Fundorte des Europäischen Jaguars erwähnt:

    Frankreich: L’Escale, Château, La Nauterie, Artenac, Vallonnet, Cénac-et-Saint-Julien Grotte XIV, Villereversure, Azé-Aiglons, Marignat
    Spanien: Atapuerca Gran Dolina, Huéscar I
    Italien: Olivola, Val d’Arno, Perugia
    England: Westbury-sub-Mendip
    Belgien: Sprimont/Belle-roche
    Niederlande: Maasvlakte bei Rotterdam, Nordsee
    Deutschland: Mosbach, Würzburg-Schalksberg, Untermaßfeld, Weimar-Süßenborn, Rabenstein bei Waischenfeld
    Österreich: Hundsheim
    Tschechien: Koneprusy, Stránská Skála, Holsteijn 1/Chlum 6,
    Slowakei: Gomsbasek (Gombaszög)
    Ungarn: Vérteszölös II, Villány 3, Somssich-hegy 2, Kövesvárad, Uppony 1
    Rumänien: Betfia
    Bulgarien: Slivnica
    Griechenland: Volos, Gerakou 1, Petralona
    Georgien: Akhalkalaki
    Ukraine: Zimbal

    Das Taschenbuch „Höhlenlöwen“ von Ernst Probst befasst sich mit Eiszeitlöwen, Jaguaren, Leoparden, Geparden, Pumas und Säbelzahnkatzen, die allesamt durch Funde in Deutschland nachgewiesen sind. Es ist in rund 100 Online-Buchshops – wie www.amazon.de und www.libri.de und in jeder guten Buchhandlung erhältlich. Bei www.grin.de ist der Titel als preiswertes E-Book zu haben. Von Ernst Probst erschien kürzlich auch das Taschenbuch „Der Ur-Rhein“.

  • Meteoriten: Der Asteroid von Bahnstation 6

    Meteoriten

    Der US-Wissenschaftler Peter Jenniskens in der nubischen Wüste mit zwei Meteoriten-Bruchstücken in der originalen Fundlage. Der größere der beiden Brocken ist etwa 10 Zentimeter groß. Foto: © NASA / Peter Jenniskens

    Aus: Sterne und Weltraum, 5/2009

    In den Morgenstunden des 7. Oktobers 2008 trat der rund vier Meter große Asteroid 2008TC3 in die Erdatmosphäre ein. Bruchstücke stürzten in die nubische Wüste im nördlichen Sudan. Damit wurde er vom Asteroiden zum Meteoriten. Erstmals wurde ein Himmelskörper mit Kollisionskurs auf die Erde beobachtet und bis zu seinem Aufprall verfolgt. Wissenschaftler fanden zwei Monate später Bruchstücke von 2008TC3 nahe einer Eisenbahnlinie, welche die beiden nordsudanesischen Städte Wadi Halfa und Abu Hamad verbindet. Untersuchungen zeigten nun, dass die Gesteinsbrocken einzigartig sind.

    2008TC3 gehört zu den so genannten Achondriten, einer seltenen Klasse von Steinmeteoriten, die nur rund acht Prozent aller Meteoriten ausmacht, die auf die Erde fallen. Innerhalb dieser Klasse gehört er wiederum einer Unterart an, von der bisher nur ein einziges Exemplar auf der Erde gefunden wurde. Wissenschaftler suchten nach dem möglichen Herkunftsort von 2008TC3 und fanden einen rund drei Kilometer großen, erdnahen Asteroiden der Klasse F. Noch nie wurden Bruchstücke dieser seltenen Art im Labor untersucht.

    Fundstücke

    Almahata Sitta – Bahnstation 6
    Im Dezember 2008 suchte der NASA-Astronom und Meteoritenexperte Peter Jenniskens mit 45 anderen Personen in der sudanesischen Wüste nach Überbleibsel des Meteoriten. Nahe der ägyptischen Grenze, bei der Bahnstation Nummer 6 der Eisenbahnlinie zwischen Wadi Halfa und Abu Hamad wurden sie fündig. Insgesamt sammelten sie rund vier Kilogramm Gestein. Der Meteorit trägt nun den Namen seines Fundgebietes. Almahata Sitta, arabisch für Bahnstation 6.

    Chronologie der Ereignisse
    Ein Programm zur automatischen Himmelsüberwachung entdeckte 2008TC3 am 6. Oktober 2008. Rund dreizehn Stunden vor dem Aufprall errechneten Wissenschaftler seine Bahn. Aufgrund der geringen Größe des Himmelskörpers, erwarteten Experten, dass er vollständig in der Erdatmosphäre verglühen würde. Wenn nicht, würde er um 4:45 Uhr MESZ im nördlichen Sudan niedergehen. Mit einer Geschwindigkeit von mehr als zwölf Kilometern pro Sekunde raste 2008TC3 durch die irdische Lufthülle, leuchtete hell auf und explodierte in einer Höhe von rund 37 Kilometern. Übrig blieb eine Staubspur, die von Satelliten und vom Erdboden aus fotografiert wurde. 2008TC3 wog zwischen sechzig und hundert Tonnen und setzte eine Energie von etwa einem Zehntel der Hiroshima-Bombe frei, wie die Fachzeitschrift Sterne und Weltraum in ihrer Mai-Ausgabe feststellt.

    Über Sterne und Weltraum
    "Sterne und Weltraum", die 1962 gegründete Zeitschrift für Astronomie, berichtet umfassend, anschaulich und informativ über alle Bereiche der Astronomie, der Weltraumforschung und der Amateurastronomie. Fachleute präsentieren allgemeinverständlich die aktuellen Ergebnisse ihrer astronomischen Forschung und beschreiben die Entwicklung neuartiger Instrumente, Observatorien und Messverfahren. Amateurastronomen geben Tipps zum Beobachten interessanter Himmelsobjekte und -phänomene, testen Teleskope und deren reichhaltiges Zubehör und geben dem Sternfreund fundierte Anleitungen zur eigenständigen Erkundung des Sternenhimmels, zur Astrofotografie sowie zum Auswerten ihrer Beobachtungen. Produkte für die Amateurastronomie werden ebenso vorgestellt wie die schönsten Fotos von Galaxien, Sternhaufen und farbenprächtigen Nebeln. Beiträge aus der Astronomiegeschichte und zu Fragen des naturwissenschaftlichen Weltbildes runden das Themenspektrum ab.

    Auf der Homepage www.astronomie-heute.de stellt "Sterne und Weltraum" täglich aktuelle Meldungen aus Astronomie und Raumfahrt zur Verfügung. Neben neuen Medienformen wie Podcasts, Blogs und RSS-Feeds, finden sich hier auch Hintergrundinformationen, Veranstaltungstermine und Kleinanzeigen.

  • Gammablitze: Explosion im Fluss der Unterwelt

    RoentgenNachleuchten

    Der Satellit Swift erfasste das Röntgen-Nachleuchten des Gammastrahlenausbruchs GRB 080913, der am 13. September 2008 im Sternbild Eridanus aufblitzte. foto: © NASA /SWIFT / Stefan Immler

    Aus: Sterne und Weltraum, 5/2009

    Am 13. September 2008 ereignete sich im Sternbild Eridanus (deutsch: Fluss der Unterwelt) die fernste, jemals beobachtete kosmische Explosion. Aus einer Entfernung von rund dreizehn Milliarden Lichtjahren erreichte uns ein so genannter Gammastrahlenblitz. Er entsteht, wenn massereiche Sterne am Ende ihres Lebens in einer gewaltigen Supernova-Explosion vergehen oder kompakte Objekte wie Schwarze Löcher verschmelzen. Dabei werden Unmengen von Gammastrahlen freigesetzt, die sich mit modernen Instrumenten aufspüren lassen. Die Strahlung machte sich zur Erde auf als das Universum rund 825 Millionen Jahre alt war. Sein jetziges Alter wird auf fast vierzehn Milliarden Jahre geschätzt.

    Wissenschaftler unterscheiden zwei Klassen von Gammastrahlenblitzen. Die kurzen und die langen, wobei die Trennlinie etwa bei einer Dauer von zwei Sekunden liegt. Der Rekordhalter, der die Bezeichnung GRB 080913 (Gamma-Ray Burst und das Datum) trägt, leuchtete in seiner Heimatgalaxie am Ende des Universums wohl für rund eine Sekunde auf. Kurze Gammastrahlenblitze entstehen laut Theorie, wenn kompakte Sterne oder Schwarze Löcher miteinander verschmelzen. Da dieser Vorgang aber viele hundert Millionen oder gar mehrere Milliarden Jahre braucht, erwartet man sie nur im näheren, also älteren, Universum. Dass GRB 080913 im jungen Universum aufleuchtete, könnte die Theoretiker in Verlegenheit bringen, wie die Fachzeitschrift Sterne und Weltraum in ihrer Mai-Ausgabe feststellt.

    Das Aufspüren von Gammstrahlenausbrüchen
    GRB 080913 wurde am 13. September 2008 morgens um 8:47 MESZ vom Satelliten Swift registriert. Swift hält seit 2004 gezielt nach Gammastrahlenblitzen Ausschau und entdeckt durchschnittlich einen pro Tag. Der Satellit meldete seinen Fund der Europäischen Südsternwarte in der chilenischen Atacama-Wüste. Dort ermittelten Wissenschaftler mit Hilfe größerer Teleskope dann die unglaubliche Distanz der Explosion.

    Über Sterne und Weltraum
    "Sterne und Weltraum", die 1962 gegründete Zeitschrift für Astronomie, berichtet umfassend, anschaulich und informativ über alle Bereiche der Astronomie, der Weltraumforschung und der Amateurastronomie. Fachleute präsentieren allgemeinverständlich die aktuellen Ergebnisse ihrer astronomischen Forschung und beschreiben die Entwicklung neuartiger Instrumente, Observatorien und Messverfahren. Amateurastronomen geben Tipps zum Beobachten interessanter Himmelsobjekte und -phänomene, testen Teleskope und deren reichhaltiges Zubehör und geben dem Sternfreund fundierte Anleitungen zur eigenständigen Erkundung des Sternenhimmels, zur Astrofotografie sowie zum Auswerten ihrer Beobachtungen. Produkte für die Amateurastronomie werden ebenso vorgestellt wie die schönsten Fotos von Galaxien, Sternhaufen und farbenprächtigen Nebeln. Beiträge aus der Astronomiegeschichte und zu Fragen des naturwissenschaftlichen Weltbildes runden das Themenspektrum ab.

    Auf der Homepage www.astronomie-heute.de stellt "Sterne und Weltraum" täglich aktuelle Meldungen aus Astronomie und Raumfahrt zur Verfügung. Neben neuen Medienformen wie Podcasts, Blogs und RSS-Feeds, finden sich hier auch Hintergrundinformationen, Veranstaltungstermine und Kleinanzeigen.

  • Vogelstimmen-Trainer für das iPhone© und den iPod touch©

    Vogelstimmen erkennen - schneller als je zuvor

    Amsel, Nachtigall oder Blaumeise? Jeder kann jetzt Vogelstimmen innerhalb weniger Minuten erkennen. Und zwar überall und jederzeit. Als technische Innovation gibt es nun erstmals 175 heimische Vogelarten mit 979 Lautäußerungen für das iPhone© und den iPod Touch©.

    Die Handhabung ist äußerst einfach und erfordert keinerlei Fachwissen: Wer zum Beispiel im Wald einen Vogel hört oder sieht, den er nicht kennt, wählt den Lebensraum "Wald". Nun erscheinen sämtliche Vogelarten, die dort leben. In der Schnellbestimmung können Gesänge, Rufe und andere Lautäußerungen abgehört werden. Da stets mit den häufigsten Arten begonnen wird, kommt es schnell zu Bestimmungserfolgen - der gesuchte Vogel ist gefunden. Neben den Lautäußerungen und einem Bild des Vogels sind weitere Informationen zu Größe, Brutverhalten und anderen Merkmalen der Arten aufgeführt.

    Der Vogelstimmen-Trainer unterstützt Naturinteressierte nicht nur beim Bestimmen der Vogelarten sondern ist zugleich persönlicher Trainer. Ein integriertes Quiz fragt die Vogelkenntnisse ab und erweitert das Wissen spielerisch. Der Trainer merkt sich die individuellen Ergebnisse und passt die Auswahl der Vögel in dem Quiz entsprechend an. Vögel, die richtig erkannt wurden, werden weniger oft abgefragt, als die falsch erratenen Arten. So wird das Quiz nicht langweilig und unterstützt das Erlernen neuer Arten.

    Der Vogelstimmen-Trainer ist für jeden Naturfreund eine unverzichtbare Bestimmungshilfe!

    Der Vogelstimmen-Trainer für das iPhone© und den iPod touch© wurde von Edition AMPLE und der InnoMoS GmbH entwickelt und ist ab sofort im Apple App Store© erhältlich. Weitere Informationen im Internet unter http://www.naturelexicon.de

  • Höhlenbärenzähne beim Fossilienhandel Otto in Wiesbaden

    Hoehlenbaeren

    Wiesbaden (wissenschafts-news) – Der „Fossilienhandel Otto“ in Wiesbaden präsentiert ein ungewöhnlich großes Angebot an Zähnen und Knochen von Höhlenbären (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter in seinem Onlineshop unter der Adresse http://www.fossilien-onlineshop.net im Internet. Dabei handelt es sich vor allem um Originalfunde aus Rumänien aus einer alten Sammlung mit einem geologischen Alter von etwa 30.000 bis 40.000 Jahren.

    Besonders eindrucksvoll sind bis zu 12,1 Zentimeter lange Reißzähne von Höhlenbären. Die angebotenen Mahlzähne sind bis zu 4,7 Zentimeter lang, die Schneidezähne bis zu 5,8 Zentimeter. Beim Erhaltungszustand ist alles vertreten, sagt Stefan Otto, der Betreiber des Onlineshops. So gibt es preisgünstige Mahl- und Schneidezähne bereits ab 2 Euro, preisgünstige Reißzähne schon ab 14 Euro.

    Wer etwas tiefer in die Tasche greift, bekommt für sein Geld auch sehr große und besonders gut erhaltene Exemplare. So reichen die Preise für Mahl- und Schneidezähne für die Topstücke bis zu 20 Euro, die der imposanten Eckzähne bis zu 50 Euro. Neben Zähnen vom Höhlenbär bietet der „Fossilienhandel Otto“ auch Kieferbruchstücke mit Mahlzähnen, Krallenknochen und einen kompletten Fingerknochen an.

    Der Höhlenbär war wie der nächste heute lebende Verwandte, der Braunbär (Ursus arctos), ein Allesfresser. Mit einer Schulterhöhe von 1,70 Meter und einer Länge von 3,50 Metern war er allerdings deutlich größer als dieser. Knochenfunde von Höhlenbären gehören zu den häufigeren Funden aus dem Eiszeitalter.

    Das Angebot des „Fossilienhandel Otto“ umfasst auch Zähne von Dinosauriern, kleine Saurier (Branchiosaurier), Fische und Insekten.

  • Neues Wissen-Hörbuch zum Darwin-Jahr 2009

    Darwin

    „Evolution! Wie Charles Darwin das Weltbild verändert hat.“

    Charles Darwin steht für eines der ungewöhnlichsten und folgenreichsten Forscherleben. Das neue F.A.Z.-Hörbuch beleuchtet seine Biografie, seine Forschungsreisen und die Entwicklung seiner Evolutionstheorie. Es setzt die erfolgreiche Reihe der „Wissen-Hörbücher“ fort und ist ab sofort erhältlich.

    Am Anfang steht ein Blick auf die Person Charles Darwin: sein Leben, seine Thesen, seine Zeitgenossen. Es folgt ein Besuch auf Darwins Landgut Down House, wo der berühmte Naturforscher nach seiner Reise die Theorien weiterentwickelte. Danach geht es weiter zu den Galapagos- Inseln, auf denen sich eine wahre Darwin-Ikonographie wahrnehmen lässt. Die Informationen über den Baikal-See, dessen Fauna als aktuellster Beleg der Evolutionstheorie gilt, runden das Hörbuch ab.

    Das Wissen-Hörbuch wird durch ein Booklet mit einer Chronik der
    wichtigsten Stationen im Leben Charles Darwins ergänzt. Es hat eine
    Gesamtspieldauer von zwei Stunden und 15 Minuten. Die Audio-CD kann zum Preis von 19,90 Euro im Internet unter www.faz-archiv.de/hoerbuch - beim F.A.Z.-Archiv telefonisch unter 0 69/75 91-10 10 oder im Buchhandel (ISBN 978-3-89843-991-6) bestellt werden.

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen von Privatpersonen, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.